Donnerstag, 24.05.2012



Lexikon Suche


Kirchbarkau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirchbarkau
Kirchbarkau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchbarkau hervorgehoben
54.21666666666710.1538Koordinaten: 54° 13′ N, 10° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Preetz-Land
Höhe: 38 m ü. NN
Fläche: 2,16 km²
Einwohner: 747 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 346 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24245
Vorwahl: 04302
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 033
Adresse der Amtsverwaltung: Am Berg 2
24211 Schellhorn
Webpräsenz:
Bürgermeister: Franz Schwarten
Lage der Gemeinde Kirchbarkau im Kreis Plön
Datei:Kirchbarkau in PLOE.png

Die amtsangehörige Gemeinde Kirchbarkau liegt am Bothkamper See in der Region Barkauer Land im Kreis Plön in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Kirchbarkau liegt etwa 17 km südlich von Kiel und etwa 10 km westlich von Preetz an der Bundesstraße 404 von Kiel nach Bad Segeberg am Bothkamper See. Nach Kiel besteht eine Busverbindung.

Die inzwischen stillgelegte Kleinbahnstrecke von Kiel nach Bad Segeberg führte durch die Gemeinde.

Politik

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft WGK von 1962 seit der Kommunalwahl 2003 fünf Sitze und die Wählergemeinschaft NWGK vier Sitze.

Wappen

Blasonierung: „In Blau unter einem silbernen Zinnenbalken ein goldenes spätgotisches Kleeblattkreuz stehend auf einem silbernen abgebrochenen Rad.“[1]

Wirtschaft

Die Gemeinde versorgt auch das Umland mit Dienstleistungen (Handwerksbetriebe, Arzt und Zahnarztpraxis), eine Gaststätte und durch Einzelhandelsbetriebe (Markttreff).

Sehenswerte Bauwerke

Dorfkirche Kirchbarkau

Die Dorfkirche St. Katharinen wurde anstelle eines Vorgängerbaus von 1500 im Jahr 1695 als Saalkirche in Backstein errichtet, sie hat einen Gruftanbau von 1734. Der freistehende Glockenturm aus Holz ist vom Anfang des 16. Jahrhunderts. Sehenswert ist die Innenausstattung mit dem Rantzau-Gestühl von 1586, das der Eckernförder Bildhauerschule zugeordnet wird und den Gutsherrn Paul Rantzau auf Bothkamp mit seinen neun Söhnen sowie seine Ehefrau Beate Sehestedt mit seinen sechs Töchtern zeigt. Die Kirche verfügt überdies über ein Taufbecken aus Kalkstein von der Insel Gotland aus dem beginnenden 13. Jahrhundert. Außerdem befindet sich in der Kirche eine Marcussen-Orgel aus dem Jahre 1852.

Hof Friedrichsen

An dem 1813 errichteten Bauernhaus sind fünf Terrakotten aus der Werkstatt des Statius von Düren (Mitte 16. Jahrhundert) eingelassen, die sich früher an dem Rantzauschen Renaissanceschloss befanden.

Gut Bothkamp

Das Gut Bothkamp in der Nachbargemeinde Bothkamp wurde 1538 durch Johann Rantzau eingerichtet und war bis zum Ersten Weltkrieg mit einer Fläche von 6.000 Hektar das größte Gut der Provinz Schleswig-Holstein. Rantzau errichtete 1540–45 in Kirchbarkau das erste Renaissanceschloss in Schleswig-Holstein mit bedeutenden Terrakotten aus der Werkstatt von Statius von Düren in Lübeck. Sein Sohn Heinrich Rantzau hielt es für das schönste Schloss von Schleswig-Holstein, von dem jedoch aufgrund reger Umbautätigkeiten zu Anfang des 18. Jahrhunderts für Laien nur kaum erkennbare Spuren übrig blieben.

Ehrenbürger

  • Horst-Peter Schwarten, 25 Jahre Bürgermeister der Gemeinde, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, 13 Jahre Amtsvorsteher des Amtes Preetz-Land, dort Mitentwickler der Verwaltungsmodernisierung, die zur Aufnahme in das Netzwerk 'Kommnunen der Zukunft' führte - ausgezeichnet mit dem Speyer-Preis

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks

en:Kirchbarkau

eo:Kirchbarkau nl:Kirchbarkau pt:Kirchbarkau ro:Kirchbarkau ru:Кирхбаркау tr:Kirchbarkau vo:Kirchbarkau