Meinestadt.de - Karlstadt - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Main-Spessart | |
| Höhe: | 163 m ü. NN | |
| Fläche: | 98,11 km² | |
| Einwohner: | 15.029 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 153 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97753 | |
| Vorwahlen: | 09353 09359 (Wiesenfeld) 09360 (*Stetten )(Heßlar) |
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| Kfz-Kennzeichen: | MSP (KAR bis 1. Juli 1972) | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 77 148 | |
| Stadtgliederung: | 9 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Zum Helfenstein 2 97753 Karlstadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Paul Kruck (Freie Wählergemeinschaft e.V.) | |
Karlstadt ist die Kreisstadt des unterfränkischen Landkreises Main-Spessart und liegt rund 25 Kilometer nördlich von Würzburg im mainfränkischen Weinbaugebiet.
Die Einheimischen sprechen statt von Karlstadt oft von Karscht oder Karscht am Mee (Karlstadt am Main). Die Bewohner werden Flaak bzw. Karschter Flaak genannt.
Inhaltsverzeichnis |
Seit den Eingemeindungen 1978 gehören die Ortsteile
der Stadt an.
Vom ausgehenden 6. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts bestand auf der gegenüberliegenden Mainseite die ungewöhnlich große Talsiedlung Karlburg mit Kloster und Hafen.
Sie stand im Zusammenhang mit der Höhenburg Karlsburg, die erst im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. 1202 erfolgte die Gründung von Karlstadt durch Bischof Konrad von Querfurt. Das genaue Gründungsdatum ist nicht bekannt. Aufgrund der nur vierjährigen Amtszeit des Gründers lässt sich die Entstehungszeit jedoch relativ eng eingrenzen.
Die Stadt wurde zur Verteidigung des Würzburger Territoriums gegen die Grafen von Rieneck planmäßig nach einem nahezu rechteckigen Grundriss angelegt. Sie ist heute noch gut erhalten. Die Straßen im Altort sind nahezu schachbrettartig angelegt, verlaufen aber aus militärischen Gründen nicht vollständig gerade.
1225 wurde Karlstadt erstmals urkundlich erwähnt. 1236 erfolgte die Zerstörung von Burg und Dorf Karlburg in der Rienecker Fehde. Im Jahr 1244 kommt es zur ersten Erwähnung des Karlstadter Weinbaus. 1277 gibt es den frühesten Nachweis des Stadtsiegels. Im Jahr 1304 wurde die Stadtbefestigung fertiggestellt. Die erste Nennung der Pfarrei Karlstadt erfolgte 1339. 1369 kommt es zur Gründung eines Spitals. 1370-1515 erfolgt die durchgreifende Umgestaltung der ersten, romanischen Pfarrkirche zu einem gotischen Hallenbau. Um 1400 wird Karlstadt für kurze Zeit bischöfliche Münzstätte. Das Oberamt des Hochstiftes Würzburg wurde, nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns, 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern.
Die im Ort seit langem ansässigen jüdischen Familien errichteten sich eine Synagoge in der Hauptstraße 24, die beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern zerstört wurde, woran eine Gedenktafel am ehemaligen Standort erinnert.[1]
Der Stadtrat von Karlstadt hat (ohne Bürgermeister) 24 Mitglieder.
| CSU | SPD | Grüne | FWG | Gesamt | |
| 2002 | 10 | 7 | 2 | 5 | 24 Sitze |
| 2008 | 8 | 6 | 3 | 7 | 24 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Die Eisenwerke Düker, das Zementwerk Schwenk und das Furnierwerk Kohl bestimmen den Süden der Kreisstadt. Neben diesen drei großen Industriebetrieben sind auch zahlreiche Handwerksbetriebe in Karlstadt angesiedelt. Weiterer großer Arbeitgeber ist das Landratsamt Main-Spessart. Zudem pendeln zahlreiche Einwohner in das 25 Kilometer entfernte Würzburg oder in das ca. 18 km entfernte Lohr am Main.
Nur noch geringe wirtschaftliche aber hohe kulturelle Bedeutung hat der Weinbau. Auch wenn in Karlstadt nur noch sehr wenig Menschen vom Weinbau leben, ist er für die Selbstwahrnehmung und die lokale Lebensart weiterhin wichtig. Karlstadter Lagen sind der Roßtal (Großlage) und Im Stein Einzellage. Daneben gibt es weitere Lagen in zahlreichen Ortsteilen, vor allem in Stetten (Stettener Stein), sowie auch am Übergang von Karlstadt zu Gambach
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
Arnstein | Aura im Sinngrund | Birkenfeld | Bischbrunn | Burgsinn | Erlenbach bei Marktheidenfeld | Esselbach | Eußenheim | Fellen | Frammersbach | Gemünden am Main | Gössenheim | Gräfendorf | Hafenlohr | Hasloch | Himmelstadt | Karbach | Karlstadt | Karsbach | Kreuzwertheim | Lohr am Main | Marktheidenfeld | Mittelsinn | Neuendorf | Neuhütten | Neustadt am Main | Obersinn | Partenstein | Rechtenbach | Retzstadt | Rieneck | Roden | Rothenfels | Schollbrunn | Steinfeld | Thüngen | Triefenstein | Urspringen | Wiesthal | Zellingen
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