Meinestadt.de - Karlshagen - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Ostvorpommern | |
| Amt: | Usedom-Nord | |
| Höhe: | 3 m ü. NN | |
| Fläche: | 5,07 km² | |
| Einwohner: | 3128 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 617 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17449 | |
| Vorwahl: | 038371 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OVP | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 59 038 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Möwenstraße 1 17454 Zinnowitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Marlies Seiffert | |
| Lage der Gemeinde Karlshagen im Landkreis Ostvorpommern | ||
| Datei:Karlshagen in OVP.png | ||
Karlshagen ist ein Ostseebad im Landkreis Ostvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern im Norden der Insel Usedom. Es gehört zum Amt Usedom-Nord mit Sitz in Zinnowitz.
Karlshagen hat ca. 3.100 Einwohner und liegt zwischen Zinnowitz und Peenemünde.
Inhaltsverzeichnis |
1885 entstand in Karlshagen eine Seebrücke. Heute befindet sich hier einer der wichtigsten Yachthäfen Usedoms. Im Jahre 2009 feiert Karlshagen sein 180-jähriges Bestehen.
Während des Zweiten Weltkrieges befanden sich in Karlshagen hunderte Zwangsarbeiter in einem Außenlager des KZ Ravensbrück, im Lager Trassenmoor, die in Peenemünde bei Rüstungsarbeiten eingesetzt waren. Viele von ihnen starben beim ersten alliierten Bombenangriff 1943.
Karlshagen lag von 1939 bis 1945 im Sperrgebiet der Heeresversuchsanstalt Peenemünde. In Karlshagen befand sich auch die Wohnsiedlung für die Führungskräfte und Wissenschaftler der Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Obwohl diese 1943/1944 zum größten Teil bei Luftangriffen zerstört wurde, sind immer noch Teile erhalten. Eine Mahn- und Gedenkstätte für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, die für den Bau der V1- und V2-Raketen im nahen Peenemünde eingesetzt wurden, befindet sich seit 1971 unweit des Ortsausgangsschildes in Richtung Trassenheide. Eine Bildwand mit Mosaik wurde von dem Künstler Klaus Rösler gestaltet. Seitlich davon befindet sich ein Sammelgrab für 56 Tote, die durch Kopfschuss ermordet wurden. In der Nähe der Gedenkstätte befindet sich Friedhof für 2000 Opfer der Bombenangriffe von 1943 und 1944. Zu DDR-Zeiten war das Gebiet nördlich von Karlshagen inklusive des Dorfs Peenemünde Sperrgebiet.
Seit dem März 2009 ist die evangelische Kirchgemeinde Mitglied der Nagelkreuzgemeinschaft, die aus der Aktion des Nagelkreuzes von Coventry entstanden ist.[1]
Das Wappen wurde am 2. Februar 1999 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 180 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „Geteilt durch Wellenschnitt von Blau und Silber; oben eine nach links fliegende silberne Möwe mit goldenem Schnabel; unten ein blaues Fischernetz.“
Das Wappen wurde durch den Wismarer Roland Bornschein gestaltet.
Zwischen Peenemünde und Karlshagen überquert eine zweikreisige 110-kV-Drehstrom-Freileitung die Peene, deren 75 Meter hohe Masten weit sichtbar sind. Diese Leitung wurde zu Beginn der 1950er Jahre gebaut, um den im Kohlekraftwerk Peenemünde erzeugten Strom, der nach Auflösung der Heeresversuchsanstalt zum größten Teil nicht mehr auf Usedom gebraucht wurde, effektiv zum Festland abzuführen. Später wurde von dieser Leitung eine Stichleitung zum Umspannwerk Karlshagen errichtet.
Nachdem das Kraftwerk Peenemünde 1990 stillgelegt wurde, wurde die 110-kV-Freileitung vom Abzweig der Stichleitung nach Karlshagen zum Kraftwerk Peenemünde abgebaut, so dass die über die Peene führende 110-kV-Drehstromleitung nur noch das Umspannwerk Karlshagen speist.
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