Meinestadt.de - Jesberg - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Schwalm-Eder-Kreis | |
| Höhe: | 210 - 675 m ü. NN | |
| Fläche: | 49,77 km² | |
| Einwohner: | 2601 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 52 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 34632 | |
| Vorwahl: | 06695 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HR | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 34 010 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Frankfurter Straße 1 34632 Jesberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Günter Schlemmer (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Jesberg im Schwalm-Eder-Kreis | ||
| Datei:Jesberg in HR.svg | ||
Jesberg ist eine kreisangehörige Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen, Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Jesberg liegt im Tal des Schwalm-Zuflusses Gilsa am Südostrand des Naturparks Kellerwald-Edersee. Zum Gemeindegebiet gehört der Wüstegarten, der mit 675 m ü. NN höchste Berg des Kellerwalds und des Schwalm-Eder-Kreises. Südwestlich der Gemeinde befindet sich der Höhenzug Hemberg. Durch die Gemeinde führt die Bundesstraße 3 von Kassel nach Marburg.
Jesberg grenzt im Norden an Bad Zwesten, im Osten an die Gemeinde Neuental, im Süden an Schwalmstadt und die Gemeinde Gilserberg (alle im Schwalm-Eder-Kreis), sowie im Westen an die Gemeinde Haina (Landkreis Waldeck-Frankenberg).
Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen:
Die Anfang des 13. Jahrhunderts vom Adelsgeschlecht der Linsinger erbaute Burg Jesberg wurde 1241 an das Erzbistum Mainz verkauft und von ihnen als Mainzer Lehen zurückgenommen und war von da an – neben Naumburg, Fritzlar und dem Heiligenberg bei Felsberg – einer der Hauptstützpunkte in Nordhessen für die Mainzer Erzbischöfe im Kampf gegen die Landgrafen von Hessen. Die Burg wurde 1426 umfangreich ausgebaut und verstärkt, und diente den mainzischen Truppen unter Graf Gottfried von Leiningen nach ihrer schweren Niederlage vom 23. Juli 1427 auf der Großenengliser Platte bei Fritzlar als rettende Zuflucht. Sie wurde 1469 im Hessischen Bruderkrieg zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Marburg von Kasseler Truppen erobert und teilweise zerstört, 1524 wieder aufgebaut, und verfiel allmählich von 1586 an.
Das Barockschlösschen ließ Maximilian von Hessen, ein Sohn von Landgraf Karl von Hessen-Kassel, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Treisbachgrund bauen. Zwischen 1723 und 1753 entstand zudem, auf Wunsch von Maximilians vier Töchtern, der Prinzessingarten südöstlich von Jesberg im heutigen Staatsforst Jesberg.
Zum 1. September 1968 schloss sich Reptich der bis dahin nur aus dem Kernort Jesberg und dem gut 2 km nordwestlich gelegenen Gut Brünchenhain bestehenden Gemeinde Jesberg an. Zum 1. Januar 1972 folgte die vorher eigenständige Gemeinde Elnrode-Strang und zum 1. Januar 1974 erhielt die Gemeinde Jesberg durch die Eingemeindung von Densberg und Hundshausen ihre heutige Form.
Der vermutlich älteste Ort im Gemeindegebiet ist Hundshausen, dessen erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 969 datiert. Densberg wurde 1085 erstmalig erwähnt, Elnrode 1343, Strang 1565 und Reptich 1580.
Die Mehrheit der Bewohner der Gemeinde gehört der evangelischen Kirche an. Die Kirchengemeinden Jesberg, Hundshausen und Elnrode-Strang werden vom Pfarramt Jesberg betreut. Zum Pfarramt Densberg gehören noch die Orte Schönstein und Moischeid, politisch Ortsteile von Gilserberg. Reptich gehört zum Kirchspiel Niederurff.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete sich in Jesberg eine katholische Kirchengemeinde, deren Mitglieder vorwiegend als Flüchtlinge zugezogen waren. Sie nutzte zunächst einen Raum im Schloss Jesberg für ihre Gottesdienste, bis 1967 eine eigene Kirche eingeweiht wurde. Heute wird die katholische Gemeinde Jesberg vom Pfarramt Neuental betreut.
Im Kernort Jesberg gab es vor dem zweiten Weltkrieg eine jüdische Gemeinde, an die heute noch der 1904/05 außerhalb des Ortes am Rand des Hembergs angelegte jüdische Friedhof erinnert. Die ehemalige Synagoge in der Densberger Straße wird heute als Wohnhaus genutzt.
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 32,7 | 5 | 34,4 | 5 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 55,0 | 8 | 51,4 | 8 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 5,7 | 1 | 4,3 | 1 |
| UWG-Jesberg | Unabhängige Wählergemeinschaft Jesberg | 6,7 | 1 | 9,9 | 1 |
| Gesamt | 100,0 | 15 | 100,0' | 15 | |
| Wahlbeteiligung in % | 62,3 | 72,8 | |||
Bürgermeister ist seit 1993 Günter Schlemmer (SPD). Bei der Wahl am 20. März 2005 wurde er ohne Gegenkandidat mit 90,8 % der Stimmen für eine dritte Amtszeit gewählt.
Jesberg unterhält seit 2002 eine offizielle Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Wysoka im Landkreis Piła.
In Jesberg gibt es eine Grundschule, einen Kindergarten, ein Bürgerhaus mit Freizeitzentrum (siehe unten) und eine ehrenamtlich geführte Bücherei. Die Ortsteile Densberg, Elnrode, Hundshausen und Reptich verfügen über Dorfgemeinschaftshäuser. Daneben gibt es insgesamt fünf Kinderspielplätze, zwei Grillplätze mit Grillhütten, ein Wassertretbecken und eine Minigolfanlage.
Das an der Gilsa neben dem Bürgerhaus gelegene Freizeitzentrum Jesberg bietet Gastronomie, einen Campingplatz, ein beheiztes Freibad, einen Sportplatz, drei Tennisplätze sowie weitere Sport- und Freizeitmöglichkeiten.
Sehenswert sind die Burg Jesberg mit begehbarem Bergfried sowie die Reste der Burg Densberg. Das Schloss Jesberg und der außerhalb des Ortes im Wald gelegene Prinzessingarten zeugen von Prinz Maximilian von Hessen, der im 18. Jahrhundert einen Großteil seines Lebens in Jesberg verbrachte. An der B 3 liegt eine historische Zehntscheune.
Jesberg liegt im Naturpark Kellerwald-Edersee, der von zahlreichen Wanderwegen durchzogen ist. Ein beliebtes Ziel ist der Wüstegarten mit dem 2003 errichteten 28 m hohen Kellerwaldturm etwa 3 km nördlich von Densberg. Durch das Gemeindegebiet führen unter anderem der Kellerwaldsteig und der Lulluspfad. Zwischen Jesberg und Densberg gibt es einen Waldlehrpfad.
Das öffentliche Leben in der Gemeinde wird von Vereinen geprägt, die zahlreiche regelmäßige Veranstaltungen organisieren. In allen Ortsteilen gibt es Freiwillige Feuerwehren.
Ein Köhlerverein hat das im Kellerwald traditionelle Köhlerhandwerk wiederbelebt und bietet öffentliche Vorführungen an.
Die weit über die Grenzen der Gemeinde bekannte Laienspielgruppe Densbeger Frühstücker führt jedes Jahr im Sommer ein Theaterstück auf einer Freilichtbühne im ehemaligen Burggraben Densberg auf.
Der größte Sportverein ist der TSV Jesberg. Die Herrenmannschaft der Fußballabteilung ist in der Bezirksliga vertreten, die Frauenmannschaft spielt in der Landesliga.
Alte Steinbrücke über die Gilsa in Jesberg |
Burgberg Jesberg mit Bergfried |
Kellerwaldturm auf dem Wüstegarten |
Bad Zwesten | Borken (Hessen) | Edermünde | Felsberg | Frielendorf | Fritzlar | Gilserberg | Gudensberg | Guxhagen | Homberg (Efze) | Jesberg | Knüllwald | Körle | Malsfeld | Melsungen | Morschen | Neuental | Neukirchen | Niedenstein | Oberaula | Ottrau | Schrecksbach | Schwalmstadt | Schwarzenborn | Spangenberg | Wabern | Willingshausen
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