Meinestadt.de - Iden - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Stendal | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Arneburg-Goldbeck | |
| Höhe: | 22 m ü. NN | |
| Fläche: | 21,2 km² | |
| Einwohner: | 896 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 42 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 39606 | |
| Vorwahl: | 039390 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SDL | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 90 270 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | An der Zuckerfabrik 1 39596 Goldbeck |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Norbert Kuhlmann | |
| Lage der Gemeinde Iden im Landkreis Stendal | ||
| Datei:Iden in SDL.png | ||
Iden ist eine Gemeinde im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Arneburg-Goldbeck an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Goldbeck hat.
Inhaltsverzeichnis |
Iden am Rande der Altmark liegt in der Wische, etwa 10 km von der Elbe entfernt und etwa 13 km östlich der Stadt Osterburg (Altmark).
Iden besteht aus dem Hauptdorf Iden und den Ortsteilen Busch und Rohrbeck. Alle waren sie geschichtlich Bauerndörfer mit Rittergut und geringer Anzahl Handwerker, bis Ende des 19. Jahrhunderts eine spürbare wirtschaftliche Entwicklung durch Dampfflug, Eisenbahn, Zuckerrübenanbau und Tierzucht eintrat. Es entstand mit dem Gut ein anerkannter Musterbetrieb. Ab 1945 wurde in Iden Landwirtschaftswissenschaft betrieben; das ehemalige Gut wurde zu Forschungszwecken der Universität Halle übergeben. Lehre und Ausbildung wurden betrieben, Wissenschaftler zogen in die Gemeinde, um hier zu arbeiten. Im Jahr 1962 wurde das Versuchsgut Iden dann zum Institut für Tierzucht und Tierhaltung der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin. 1972 nannte es sich Institut für Rinderproduktion mit dem Schwerpunkt Technologie.
Heute ist in Iden die Lehr- und Versuchsanstalt für Tierhaltung und Technik des Landes Sachsen-Anhalt. Pflanzenbau, Rinderzucht sowie Wissenschaft und Lehre sind also weiter im Ort vertreten und geben ihm sein Gesicht.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wird die bisherige Gemeinde Sandauerholz zum 1. Juli 2009 nach Iden eingemeindet.
Bei den Gemeinderatswahlen am 14. Juni 2004 gab es folgende Ergebnisse:
Blasonierung: „Von Silber und Grün geviert; Feld 1 ein schwarzer Kuhkopf, Feld 2 ein aufgeschlagenes silbernes Buch, Feld 3 drei silberne Ähren, Feld 4 ein schwarzes Zahnrad.“
Schon im Jahr 1984, als Iden seine 650-Jahr-Feier beging, wurde ein Ortswappen entwickelt. Da in der ehemaligen DDR weder Rechtsgrundsätze zu kommunalen Wappen angewendet noch von staatlicher Seite auf heraldisch Regeln eines Wappens Rücksicht genommen wurde, konnte das so entwickelte „Wappen“ auch über Jahre in Gewohnheitsrecht geführt werden.
Ursprünglich war das Wappen von Iden ein Dreipass mit Rinderkopf, Ähren und aufgeschlagenem Buch, auf dem allerhand Grafik (Gaußsche Glockenkurve u.a.m.) zu sehen war. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990, als es zu Ortswappen wieder rechtliche Verbindlichkeiten gab, reichte die Gemeinde dann einen gevierten Schild ein. Er beinhaltete die Symbole Kuhkopf (Rinderzucht), Buch (Wissenschaft und Lehre), Ähren (Pflanzenproduktion) und Zahnrad (Technologie). Da mehrere Mängel seitens der Gutachter des Landeshauptarchivs beanstandet wurden, erhielt der Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch im März 2002 vom Gemeinderat den Auftrag, ein heraldisch korrektes und rechtsgültiges Wappen verbunden mit Flagge und Siegel zu erarbeiten. Dieses Wappen wurde auf der Gemeinderatssitzung am 12. März 2002 nach vorausgegangener Diskussion einstimmig beschlossen.
An dem Geburtshaus des 1943 ermordeten kommunistischen Bergmann, Arbeitersportler und Spanienkämpfer Franz Zielasko befindet sich eine Gedenktafel. In Iden gibt es zudem eine Kirche aus dem 9. Jahrhundert.
Von Iden aus führen Landstraßen in die umliegenden Städte Osterburg (Altmark), Werben (Elbe) und über die Elbfähre nach Sandau (Elbe). Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Osterburg und Goldbeck an der Strecke Magdeburg–Wittenberge; die über Iden führende Kleinbahn Goldbeck–Werben (Elbe) wurde 1971 stillgelegt.
In Iden befindet sich das Zentrum für Technik und Tierhaltung, welches dazu dient, ansässige Landwirte weiterzubilden. Ferner gibt es dort eine Grundschule und eine Kindertagesstätte.
Der Kommunist Franz Zielasko wurde hier geboren. Er wurde 1943 ermordet.
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