Meinestadt.de - Hückeswagen - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Köln | ||||
| Kreis: | Oberbergischer Kreis | ||||
| Höhe: | 308 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 50,46 km² | ||||
| Einwohner: | 16.155 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 320 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 42499 | ||||
| Vorwahl: | 02192 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | GM | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 74 016
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Auf’m Schloß 1 42499 Hückeswagen |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Uwe Ufer (parteilos) | ||||
| Lage der Stadt Hückeswagen im Oberbergischen Kreis | |||||
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Hückeswagen ist eine Stadt im Norden des Oberbergischen Kreises im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland), ca. 40 km von Köln entfernt. Nachbarstädte sind Radevormwald, Wipperfürth, Wermelskirchen und Remscheid.
Inhaltsverzeichnis |
Durch Hückeswagen fließt die Wupper. Auf dem Stadtgebiet befinden sich zwei Talsperren, die Bevertalsperre und die Wuppertalsperre. Markant ist die enge Tallage der Stadt sowie der Schlossberg.
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| Remscheid | Radevormwald | Radevormwald |
| Wermelskirchen | |
Wipperfürth |
| Wermelskirchen | Wipperfürth | Wipperfürth |
Hückeswagen war Stammsitz der Grafen von Hückeswagen und wurde im Jahr 1085 zum ersten Mal als fränkischer Salhof oder Sattelhof erwähnt. Die Nennung erfolgte in Form einer Bestätigung einer „Schenkung der Erbgüter der Essener Äbtissin Svanhild u.a. durch Kaiser Heinrich IV.“[1].
Der erste Graf, der in den Urkunden aus dem Jahr 1138 eindeutig identifiziert werden kann, war Friedrich von Hückeswagen. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts konnten sich die Hückeswagener dem Streben der Grafen von Berg nach Ausdehnung ihres Territoriums entziehen. Zwischen 1220 und 1240 aber zogen die Hückeswagener Grafen ins mährische Beskidenvorland und erbauten dort unter anderem die Burgen Hochwald, Schauenstein und Alt Titschein. Am 6. Juli 1260 wird der Besitz an die Grafen zu Berg übergeben.
Von 1490 bis 1508 wird die Nikolauskirche gebaut. Später wird nach einem Brand an gleicher Stelle die Pauluskirche errichtet.
Während der Herrschaft des Herzogtums Berg war das Kirchspiel Hückeswagen Sitz der Verwaltung des Amtes Hückeswagen. 1555 erfolgte die admistrative Vereinigung des Amtes Hückeswagen mit dem Amt Bornefeld.
Die Stadtrechte nach der rheinischen Städteordnung wurden Hückeswagen am 4. April 1859 verliehen. Von 1861 bis 1920 bestand Hückeswagen aus einer Stadtgemeinde und der Landgemeinde Neuhückeswagen, am 1. März 1920 wurden die rechtlich selbstständigen Gemeinden vereinigt. Am 18. Oktober 1875 wird die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Zur Zeit der Industrialisierung hatte Hückeswagen eine bedeutende Textilindustrie.
Am 1. Februar 1900 kam es zur lang angestrebten Vereinigung der Reformierten und der Lutherischen Gemeinde zu einer Evangelischen Gemeinde. Dies ist der Grund, warum die Gemeinde zwei Stadtkirchen hat.
Am 6. Februar 1923 wird der Bahnhof Hückeswagen als Folge des Ruhrkampfs mit einer Vorhut von 100 französischen Soldaten besetzt. Dem ging voraus, dass die Reichsbahn die Züge mit so genannter „Reparationskohle“ (Kohle die Deutschland an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs zahlen musste) von Westen nach Osten umgeleitet hatte. Die Grenzen der besetzten zur unbesetzten Zone verliefen teilweise durch das heutige Stadtgebiet. Die Posten standen auf dem Weg nach Pixberg, an der Fuhr, in der Reinsbach, in den Garagen der Firma Hueck/Dörpersteeg, am Tannenbaum und an der Eisenbahnbrücke am Schwarzen Weg. Mit einigen Unterbrechungen blieb Hückeswagen bis zum 24. Oktober 1924 in französischer Hand, danach zogen die Truppen wieder ab.[2]
Am 13. März 1932 werden in Hückeswagen durch die aufstrebenden Nationalsozialisten drei Kommunisten - Bruno Blumberg, Johann Fries und Wilhelm „Willi“ Mondre - ermordet. Es folgt die größte politische Demonstration in der Geschichte der Stadt, viele Tausende Menschen begleiten die Beerdigung. Nach der Machtergreifung der Nazis am 30. Januar 1933 werden auch in Hückeswagen politische Oppositionelle verhaftet und im Konzentrationslager Kemna inhaftiert. Bürgermeister Leyhausen wird abgesetzt und durch Albert Gimbel ersetzt, der bis Ende des Zweiten Weltkrieges Bürgermeister bleibt und kurz durch die Besetzung durch die US-Amerikaner flieht.
Die Nachkriegszeit der Stadt ist durch viele Flüchtlinge aus dem Osten geprägt, die in Hückeswagen ein neues Zuhause finden.
Die heute noch im Stadtbild vorhandenen Tuchmachervillen, vor allem in der Bachstraße, zeugen vom großen Wohlstand der Industriellenfamilien.
Die Bedeutung der Stadt als Grundzentrum hat sich in den letzten Jahrzehnten verkleinert, die Nachbarstadt Wipperfürth konnte als Mittelzentrum einige kommunale und öffentliche Einrichtungen zu sich holen.
In den 1970er-Jahren erfuhr das Stadtbild durch eine Stadtkernsanierung eine große Wandlung. Einige alte Häuser wurden abgerissen, andere blieben stehen und wurden unter Denkmalschutz gestellt. Im Jahr 1975 verlor man bei der kommunalen Gebietsreform zudem auch den Ortsteil Bergisch Born an Remscheid. Im Zuge dieser Reform wurde der Rhein-Wupper-Kreis aufgelöst, dem Hückeswagen seit 1929 angehörte und die Stadt dem Oberbergischen Kreis zugeordnet.
Seit dem Jahr 2005 vollzieht sich in Hückeswagen ein grundlegender Imagewandel. So gelang es der Stadt, maßgebliche Events nach Hückeswagen zu holen, unter anderem eine Open-Air-Musikveranstaltung oder eines großes Sommerbobrennen. Auch das bisher größte und in seiner Form einmalige Veranstaltung fand 2008 statt. Die Gruppe BAP gab im Rahmen des WDR-2-Tages ein großes Freiluft-Rockkonzert. Zu den letzten größeren Veranstaltungen kamen jeweils über 10.000 Zuschauer.
Eine These über die Herkunft des Namens besagt, dass die frühere Form Hukensuuage oder Huckengeswage soviel wie die Ansiedlung eines Mannes Namens Hugobert oder Hugibald bedeutet. Der Heimatforscher Wilhelm Blankertz vertritt in seinen Veröffentlichungen eine andere Theorie. Demnach heißt die älteste Ortsbezeichnung Hukengesuuage, was soviel wie „Siedlung des Geschlechtes der Hunginger nahe dem Wasser“ bedeutet. Auf jeden Fall wird die Siedlung erstmals im Jahre 1085 in einer Schenkungsurkunde der Fürstäbtissin Swanhildis von Essen erwähnt, welche an einen damaligen Edelherren für seine Hofschaft ausgestellt wurde. Um 1298 ist die Form Huckenshove belegt.
Im Mai 2006 hatte Hückeswagen 16.794 Einwohner. 879 Einwohner sind ausländischer Herkunft. Die Anzahl der Frauen und Mädchen übersteigt mit 8.625 die der männlichen Einwohner (8.169).
Der Stadtrat setzt sich seit den Kommunalwahlen am 26. September 2004 wie folgt zusammen:
Die FaB spaltete sich im September 2000 von der UWG ab. Seit dem 1. Oktober 1997 wurde die Stadt vom parteilosen Bürgermeister Norbert Jörgens geführt. Bei der Kommunalwahl 2004 bewarben sich drei Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters: Vera Schmidt (CDU): 1.487 Stimmen, 20,3 %, Uwe Ufer (parteilos): 3.307 Stimmen, 45,1 % und Dietmar Persian (parteilos): 2.563 Stimmen, 34,6 %. In der Stichwahl am 10. Oktober 2004 setzte sich der parteilose, aber von SPD, FDP, UWG und den Grünen unterstützte Uwe Ufer mit 55,7 % gegen den ebenfalls parteilosen Dietmar Persian (44,3 %) durch.
Die ehemalige „Freiheit Hückeswagen“ erhielt 1859 die Stadtrechte. Das Stadtwappen wurde am 22. August 1892 von Kaiser Wilhelm II. verliehen. Der Schild ist oben silber- und unten schwarzgrundig. Unter der dreizinnigen, roten Mauerkrone zeigt es oben den „wachsenden“ roten bergischen Löwen. Das Weberschiffchen mit abhängendem silbernen Faden im unteren Feld des Wappens ist ein Hinweis auf die bereits im späten Mittelalter bedeutende Tuchindustrie der Stadt.
Hückeswagen pflegt seit dem 29. Juli 1972 eine Städtepartnerschaft mit Étaples in Frankreich. Weiterhin gibt es freundschaftliche Beziehungen zu Königs Wusterhausen, die aus einer Partnerschaft mit der Evangelischen Kirchengemeinde Hückeswagen hervorgegangen ist. Die Partnerschaft der jeweiligen Feuerwehren begann 1995 während des so genannten Schleusenfestes in der brandenburgischen Stadt.
Die Interessen der Unternehmen werden unter anderem vom Einzelhandelsverband, der Werbegemeinschaft und vom Stadtmarketing Hückeswagen vertreten. Hückeswagen nahm am so genannten Move-Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen teil, das eine mittelstandfreundliche Verwaltung fördern sollte. Als erste Stadt in Deutschland erhielt Hückeswagen im Jahr 2007 den Titel "Unternehmerfreundliche Stadt".
Im Stadtgebiet von Hückeswagen werden ungefähr 60 ha Fläche gewerblich genutzt. Davon befinden sich die größten zusammenhängenden Gewerbe- und Industriegebiete im Innenstadtbereich zwischen der B 237 und der Wupper, in Kobeshofen, in Winterhagen/Industriestraße und im Bereich An der Schlossfabrik/Kleineichen.
Ein neues Gewerbegebiet mit rund 40 ha Gewerbefläche wird derzeit im Bereich zwischen Winterhagen und Scheideweg an der westlichen Gemeindegrenze mit unmittelbarer Anbindung an die B 237 erschlossen.
Die Wippertalbahn von Lennep durch Hückeswagen nach Marienheide über Wipperfürth wurde am 31. Dezember 1995 stillgelegt, der Bahnhof wurde dann nach anderweitiger Nutzung 2000 abgerissen und die Bahngleise teilweise abgetragen.
Heute bestehen Busverbindungen nach Remscheid, Gummersbach, Radevormwald, Wermelskirchen und Remscheid-Lennep. Die Stadt ist dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg zugeordnet, befindet sich aber an der Schnittstelle zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.
Die Bundesstraße 237 und die Bundesstraße 483 führen durch Hückeswagen. Zur Verbesserung der Verkehrsführung ist der Bau einer äußeren Ortsumgehung und einer Stadtstraße (innere Ortsumgehung) geplant. Ziel des Projektes ist es, die Bahnhofstraße (ein Teilstück der B 237) für den Straßenverkehr zu beruhigen und die Altstadt inklusive des Wilhelmsplatzes mit dem Etapler Platz zusammenzuführen. Mit dem Baubeginn wird 2009 gerechnet.
Wichtige Vereine der Stadt sind:
Es gibt zwei Tageszeitungen vor Ort: den „Hückeswagener Stadtanzeiger“ als Lokalausgabe des Remscheider General-Anzeiger und die „Bergische Morgenpost“, eine Lokalausgabe der Rheinischen Post. Außerdem erscheint wöchentlich das kostenlose Anzeigenblatt Bergischer Anzeiger. Die Stadt verteilt als Beilage ihr Informationsmedium „Schloss-Kurier“.
Wie im gesamten übrigen Bergischen Land stammen fast alle Wanderwege von dem Sauerländischen Gebirgsverein e.V. (SGV). Der Systematik des SGV folgend, werden hier alle gezeichneten Wanderwege aufgelistet:
SGV Hauptwanderstrecken
Siehe auch: Wanderwege im Oberbergischen Land
Bergneustadt | Engelskirchen | Gummersbach | Hückeswagen | Lindlar | Marienheide | Morsbach | Nümbrecht | Radevormwald | Reichshof | Waldbröl | Wiehl | Wipperfürth
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