Donnerstag, 24.05.2012



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Hornbach

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Hornbach in Rheinland-Pfalz. Weitere Bedeutungen siehe unter Hornbach (Begriffsklärung).


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hornbach
Hornbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hornbach hervorgehoben
49.1880555555567.3691666666667233Koordinaten: 49° 11′ N, 7° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Zweibrücken-Land
Höhe: 233 m ü. NN
Fläche: 13,32 km²
Einwohner: 1643 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66500
Vorwahl: 06338
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 211
Adresse der Verbandsverwaltung: Landauer Straße 18-20
66482 Zweibrücken
Bürgermeister: Reinhold Hohn (FDP)

Hornbach ist eine Kleinstadt im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz im Landkreis Südwestpfalz, die zur Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gehört.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Hornbach liegt nur etwas nördlich der deutsch-französischen Grenze bzw. östlich der Grenze zum Saarland im äußersten Südwesten des Südteils von Rheinland-Pfalz. Dort befindet sich die Stadt im Westrich südlich von Zweibrücken. Sie wird vom Hornbach durchflossen, der in Frankreich entspringt und nach Zweibrücken fließt.

Geschichte

Hornbach wurde um 740 vom 753 hier gestorbenen heiligen Pirminius unter dem Namen Gamundias (= Zusammenfluss) als Benediktinerkloster St. Petrus im damaligen Bliesgau (Bistum Metz) gegründet. Pirmin war ursprünglich auch hier begraben, sein Leichnam wurde aber im 16. Jahrhundert nach Innsbruck transferiert. Sichtbar ist heute aber die Grabkapelle des Heiligen.

Das Kloster Hornbach, das im Jahr 1087 von Kaiser Heinrich IV. dem Bischof von Speyer geschenkt wurde, besaß bis ins 14. Jahrhundert einen weitreichenden Einfluss und gab wichtige Impulse für die Entwicklung in Oberlothringen. Zahlreiche Dorf- und Hofgründungen gehen auf dieses Kloster zurück.

Im Herbst 1119 besuchte Kaiser Heinrich V. Hornbach auf dem Weg von Straßburg nach Metz und verlieh dem Kloster das Münzrecht, das bis etwa 1230 ausgeübt wurde. Da war der Niedergang des Klosters aber schon eingeleitet, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass unmittelbar neben dem Kloster ein weltliches Kanonikerstift gegründet worden war.

Am 16. April 1352 erhielt Hornbach wie die Nachbarstadt Zweibrücken die Stadtrechte.

Kloster Hornbach aus der Luft
Fabianstift Hornbach, Teilaufnahme

Das Kloster, in dem 1548 nur noch drei Mönche lebten, wurde im Zuge der Reformation 1557 endgültig aufgehoben. Das Klostervermögen, die laufenden Einkünfte und die Klostergebäude wurden zur Errichtung einer fürstlichen Landesschule benutzt, die für die Ausbildung des im Lande benötigten Nachwuchses an Pfarrern und höheren Beamten zuständig war bzw. auf das Studium an einer Universität vorbereiten sollte. 1631 wurde die Schule wegen der Wirren des Dreißigjährigen Krieges ins scheinbar sicherere Zweibrücken verlegt und erhielt später den Namen ihres Gründers, Herzog-Wolfgang-Gymnasium.

Politik

Stadtrat

Bei den Wahlen zum Stadtrat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:

  1. FDP 45,4% (+8,0) - 7 Sitze (+1)
  2. SPD 37,1% (-4,9) - 6 Sitze (-1)
  3. CDU 17,5% (-3,1) - 3 Sitze (=)

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In Silber wachsend der heilige Pirmin mit goldbesetzter roter Mitra, silberner Albe und rotem Chormantel, in der Rechten ein goldbeschlagenes silbernes Buch, in der Linken einen goldenen Abtstab haltend.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauten

Das Benediktinerkloster existiert in Resten baulich noch heute und wurde in den letzten Jahren aufwändig restauriert. Heute ist darin das "Hotel Kloster Hornbach" untergebracht. Weiterhin befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen Klosters ein Historama (Museum mit multimedialer Führung). In den neunziger Jahren wurde das Fabianstift neu aufgebaut. Es wird heute überwiegend für Hochzeiten, Vorträge und Konzerte genutzt.

Die evangelische Stadtkirche von Hornbach ist ein barocker Sakralbau des Friedrich Gerhard von Wahl. Sie wurde 1785 neben der im selben Jahr abgebrochen Abteikirche errichtet. Es entstand ein geräumiger Saalbau mit 525 Sitzplätzen. Der 42 m hohe Westturm kam erst 1844 hinzu. Durch ihre dominante Lage in der Stadt fällt die Stadtkirche schon von weitem auf.

Die katholische Kirche St. Pirminius ist ein typischer Landkirchenbau von Albert Boßlet aus den Jahren 1927-1930.

Vereine

In Hornbach gibt es einige aktive Vereine die auch für das Gemeinwohl viele Aufgaben übernehmen:

Ortskartell, Fischer, Landfrauen, PWV Hornbach e. V. - Die Ortsgruppe Hornbach des Pfälzerwald-Vereins, Straußbuben, SV Hornbach, TV Hornbach.

Tourismus

Hornbach ist der Endpunkt des nördlichen und südlichen Zweigs des historischen pfälzischen Jakobsweges.

Hornbach liegt auch am Europäischen Mühlenradweg, der durch die Täler des Hornbach, der Schwalb und der Bickenalb führt.

Weblinks

Commons Commons: Hornbach – Bilder, Videos und Audiodateien
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