Meinestadt.de - Holzgerlingen - 24.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Böblingen | |
| Höhe: | 476 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,38 km² | |
| Einwohner: | 12.502 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 934 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 71088 | |
| Vorwahl: | 07031 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BB | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 15 024 | |
| Stadtgliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Böblinger Straße 5-7 71088 Holzgerlingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wilfried Dölker | |
Holzgerlingen [hɔltsˈɡɛrlɪŋən] ist eine Stadt in Baden-Württemberg, Deutschland und gehört zum Landkreis Böblingen.
Inhaltsverzeichnis |
Holzgerlingen liegt auf der Schönbuchlichtung, fünf Kilometer südlich von Böblingen. In Holzgerlingen entspringt die Aich.
Zu Holzgerlingen gehören die Stadt Holzgerlingen, die herzogliche Domäne Schaichhof und die Häuser Im Schönberg, Mittlere Mühle, Obere Mühle und Untere Mühle sowie die abgegangene Ortschaft Ludlenbad.[2]
Das Stadtgebiet Holzgerlingens ist in vier Stadtbezirke eingeteilt:
Die Geschichte der Besiedlung geht bis in neolithische Zeit zurück. Kelten siedelten zwischen 550 und 50 v. Chr.. Gegen 100 n. Chr. ließen sich Römer im Raum Holzgerlingen nieder. Alamannen verdrängten die Römer gegen 300 n. Chr.
Die erste urkundliche Erwähnung Holzgerlingens erfolgte 1007 in einer Schenkungsurkunde König Heinrichs II. an das Bistum Bamberg. Zwischen 1100 und 1400 war Holzgerlingen im Besitz der Pfalzgrafen von Tübingen. 1348 ging der Ort durch Verkauf an das Haus Württemberg über.
Der Bauernkrieg fand 1525 mit der Schlacht bei Böblingen in der Region sein blutiges Ende. Während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges kam es 1627 zur Einquartierung von Wallensteins Truppen. 1635 brach die Pest aus. In der Zeit, als in Europa der Polnische Erbfolgekrieg tobte, wurden in Holzgerlingen im Jahr 1735 gegen Frankreich marschierende russische Truppen einquartiert. Der Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekrieges führte Trenck der Pandur und einige seiner Gesellen nach Holzgerlingen, wo sie 1743 übernachteten.
Im Jahre 1805 fielen napoleonische Truppen ein und zwangen Bewohner Holzgerlingens zu Gespanndiensten für Napoleon I., sie konnten jedoch entkommen und zu ihren Familien heimkehren. Dagegen kehrten die fünfzehn Holzgerlinger, die 1812, genötigt durch das Bündnis König Friedrichs I. von Württemberg mit Napoleon I. an seinem Russlandfeldzug teilnahmen, nie mehr in ihre Heimat zurück.
1850 hatte Holzgerlingen 1824 evangelische und 14 katholische Einwohner, die in 359 Haupt- und 54 Nebengebäuden lebten und arbeiteten.[3] 1865 wurde im Ort die erste Poststelle eingerichtet. 1866 zogen Holzgerlinger Männer an der Seite Österreichs gegen Preußen ins Feld und gleich danach 1870/71 an der Seite des ehemaligen Feindes Preußen gegen Napoléon III. in den Krieg. Zwei der Männer ließen in den Schlachten ihr Leben.
Im Jahre 1907 erhielt Holzgerlingen Anschluss an das Stromnetz. Aus dem Ersten Weltkrieg, 1918, kehrten 106 Holzgerlinger nicht mehr zurück. 1943 fielen Bomben auf Holzgerlingen und 1945, gegen Ende des Krieges, brannten französische Besatzungstruppen das alte Rathaus nieder. Der Zweite Weltkrieg kostete insgesamt 291 Holzgerlingern das Leben. Gleich nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. 1950 wurde das Rathaus wieder errichtet. Nicht zuletzt durch die Nähe zu Sindelfingen, Böblingen und Stuttgart konnte sich Holzgerlingen in den Folgejahren vom einstigen Handwerker- und Bauerndorf zu einem respektablen kulturellen Zentrum in der Schönbuchlichtung entwickeln. Am 1. April 1993 erhielt Holzgerlingen die Stadtrechte verliehen.
Die Reformation wurde in Holzgerlingen 1534 eingeführt. Seither ist der Ort evangelisch geprägt.
Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (*) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). Alle Zahlen, soweit nicht anders angegeben, vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg. [4]
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Der Ausländeranteil beträgt 11,0 %.
Blasonierung: In Rot eine silberne Lilie.
Die Partnerstädte von Holzgerlingen sind
In Holzgerlingen gibt es unter anderem ein Stadion, vier Sporthallen, ein beheiztes Waldfreibad, Tennisplätze und Tennishalle, Reitgelände mit mehreren Hallen, einen Golfplatz (öffentlich und Club) und den Schützenbühl mit einer Moto-Cross-Rennstrecke.
1910 erhielt der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz. 1965 ist auf der Strecke der planmäßige Personenverkehr eingestellt worden. Nach Jahren der Stilllegung wurde im Dezember 1996 die Schönbuchbahn wieder in Betrieb genommen. Drei Haltestellen in Holzgerlingen binden die Stadt über Böblingen an das Stuttgarter S-Bahn-Netz an.
Die Bundesstraße 464 (Sindelfingen–Reutlingen) verbindet Holzgerlingen mit dem überregionalen Straßennetz. Bereits 1934 erhielt die Stadt eine Ortsumgehung. Dadurch blieb der Innenstadtbereich bis heute vom Durchgangsverkehr weitestgehend verschont. Die B 464 ist heute teilweise als vierspurige Schnellstraße ausgebaut.
Das älteste Unternehmen im Ort ist die seit 1798 ansässige Bandweberei Gottlieb Binder. Derzeit größter Arbeitgeber ist der Anlagenhersteller Eisenmann. Im Industriegebiet Buch sind neben dem Hänssler Verlag weitere kleine und mittelständische Unternehmen ansässig. Die Hermes Logistik Gruppe betreibt dort eine Logistikzentrale für den Großraum Stuttgart. Wegen der örtlichen Nähe zum Mercedes-Standort Sindelfingen haben sich Zulieferbetriebe mit Zweigstellen oder Vertriebsbüros angesiedelt.
Viele Holzgerlinger sind im nahe gelegenen Sindelfingen und Böblingen in namhaften und weltweit agierenden großen Unternehmen, wie Daimler, IBM, Philips, Hewlett-Packard oder Agilent beschäftigt.
Holzgerlingen besitzt eine Stadthalle mit 700 Sitzplätzen, eine Begegnungsstätte (Bürgertreff) mit Internetcafé und ein Altenzentrum mit angeschlossenem Pflegeheim.
Holzgerlingen verfügt über ein modernes Schulzentrum mit Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium (Schönbuch-Gymnasium Holzgerlingen). Das Angebot komplettieren die ansässige Sonderschule sowie eine Volkshochschule. Darüber hinaus gibt es sieben Kindergärten sowie eine Stadtbücherei mit öffentlichem Internetzugang.
Das Amateurtheater Die Käsreiter tritt regelmäßig mit schwäbischen Mundartstücken im Restaurant Waldhorn auf.
Holzgerlingen verfügt über ein eigenes Heimatmuseum.
Mit dem Jugendkulturzentrum „s’red“ hat Holzgerlingen seit 1999 einen beliebten Treffpunkt für Jugendliche der Stadt.
Seit 1950 gibt es in Holzgerlingen einen Pfadfinderstamm der DPSG der in den Räumen des katholischen Gemeindehauses (Bischof-Sproll-Haus) tätig ist. Zur Zeit (Stand April 2008) hat der Stamm etwa 90 Mitglieder.
Im Jahr 1960 wurde der KSV Holzgerlingen gegründet, als sich die sogenannte Schwerathletik-Abteilung vom bestehenden „Großverein mit mehreren Abteilungen“ trennte.
In der Folgezeit entstanden im neuen Verein sportliche Betätigungsfelder nicht nur für die aktiven Ringer, sondern in Freizeitgruppen für Männer, die ihre aktive Sportlerlaufbahn beendet haben und für Damen, die sich mit Gymnastik fit halten wollen.
In den 1980er Jahren wurden mit Judo und Taekwondo weitere Kampfsportarten in das Angebot aufgenommen.
Die „KiSS Schönbuch“ wurde im Jahr 2003 in Kooperartion mit der Spvgg Holzgerlingen gegründet und ist eine offiziell anerkannte Kindersportschule.
Die Kampfkunst Modern Arnis ergänzt seit 2006 und Capoeira seit Anfang 2009 des Sportangebot im KSV.
Sönke Lorenz: Holzgerlingen: von der Schönbuchsiedlung zur Stadt. WEGRAhistorik-Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-929315-04-1.
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