Meinestadt.de - Hohenpeißenberg - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Weilheim-Schongau | |
| Höhe: | 780 m ü. NN | |
| Fläche: | 20,44 km² | |
| Einwohner: | 3860 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 189 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82383 | |
| Vorwahl: | 08805 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 90 130 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Blumenstr. 2 82383 Hohenpeißenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Thomas Dorsch (CSU) | |
Hohenpeißenberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Der einstige Bergbauort liegt im Pfaffenwinkel.
Inhaltsverzeichnis |
Hohenpeißenberg liegt im bayerischen Oberland. Es existiert nur die Gemarkung Hohenpeißenberg.
Der 988 m hohe Hohe Peißenberg wird wegen seiner überwältigenden Rundsicht vom Tourismusverband auch der „Bayerische Rigi“ genannt. Er gilt als der schönste Panoramaberg Bayerns. Deshalb hat er einen eigenständigen Namen. Frühe Beinamen waren "mons doctus" wegen der Gelehrsamkeit auf dem Hohenpeißenberg (älteste Bergwetterstation der Welt, betreut durch die Rottenbucher Augustinerchorherren und nach der Säkularisation (1803) durch die Pfarrer und Schullehrer). Nach dem Krieg führte der Deutsche Wetterdienst dort die Wetterbeobachtungen fort. Eine andere Bezeichnung des Hohen Peißenbergs ist "mons parnanssus". Seit der Zeit der Renaissance hat der Hohe Peißenberg eine der großen bayerischen Wallfahrten, die auch durch die Säkularisation nicht zum Erliegen kam.
An der Südseite des Ortes fließt die Ammer vorbei. Der Großteil der Einwohner befindet sich auf der Südseite des Berges, ein weiterer kleinerer Teil ist auf der Westseite (Ortsteil Hetten), ein geringer Anteil der Einwohner ist auf der Nordseite und Ostseite.
Nachbargemeinden sind Peiting (westlich), Peißenberg (östlich), Wessobrunn (nördlich) und jenseits der Ammer im Süden liegt Böbing.
1514 wurde auf dem Hohen Peißenberg eine Wallfahrtskirche erbaut. Aus der Schlosskapelle Schongau wurde eine geschnitzte Muttergottesfigur auf den Hohen Peißenberg gebracht. Diese Figur gewann schnell den Ruf eines Gnadenbildes, eine Wallfahrt entwickelte sich. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts musste deswegen eine zweite Kirche (die Wallfahrtskirche) angebaut werden, was dem Ensemble seine typische Silhouette verleiht: Vom Ort Hohenpeißenberg gesehen liegt die Kapelle links vom Kirchturm der Wallfahrtskirche, die Wallfahrtskirche selbst rechts.
Im Jahr 1525 kam es auf dem Hohen Peißenberg beim Bauernaufstand zum Treueschwur der bayerischen Bauern für ihren Herzog und ihren Glauben.
Augustinerchorherren des Klosters Rottenbuch betreuten die Wallfahrt auf den Berg seit 1604 bis zur Säkularisation 1803. Während der Säkularisation wurde die Wallfahrtskirche zur Kirche der Pfarrei Hohenpeißenberg bestimmt und somit gerettet.
Die Augustiner führten auch erste meteorologische Entwicklungen durch. Seit 1781 bestehen praktisch ununterbrochene meteorologische Beobachtungsreihen, heute befindet sich das Meteorologische Observatorium auf dem Hohen Peißenberg.
Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Zuvor gehörte das Ortsgebiet zu Peiting. Hohenpeißenberg gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schongau des Kurfürstentums Bayern.
Am 8. Mai 1837 begann der staatliche Pechkohlenbergbau im Peißenberger Raum mit dem Anschlag des Hauptstollens im Ortsteil Brandach. Um Kohle vom Unterbauschacht bis zur Kohlenwäsche am Tiefstollen in Peißenberg transportieren zu können, gab es von 1898 bis 1928 eine 3,6 km lange Seilbahn. Der Abbau in der Peißenberger Mulde wurde erst 1968, in Peiting, bis 1971 eingestellt.
Durch eine Neugliederung der Gemeinden im Landkreis Weilheim-Schongau vom 12. April 1976 kam zur Gemeinde Hohenpeißenberg im Jahre 1978 ein größerer Anteil der aufgelösten Gemeinde Ammerhöfe hinzu, auch von Peiting wurde kleines Gebiet übernommen.[1]
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.986, 1987 dann 3.231 und im Jahr 2000 3.984 Einwohner gezählt.
| Amtszeit | Bürgermeister | Partei |
|---|---|---|
| 1948–1960 | Konrad Heiß | ? |
| 1960–1978 | Ludwig Regau | SPD |
| 1978–2008 | Karl Graf | CSU |
| seit 2008 | Thomas Dorsch | CSU |
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 437.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 41.000 €.
Auf der Südseite der Ortes läuft die B 472, die von Irschenberg nach Marktoberdorf verläuft, durch. Derzeit ist eine Umgehungsstraße im Bau, die südlich am Ort vorbeilaufen wird. Diese Umgehung wird eine Verlängerung der bereits fertiggestellten Umgehungen von Peißenberg und Peiting – Schongau. Ebenfalls auf der Südseite des Hohen Peißenbergs befindet sich ein kleiner Bahnhof an der Bahnstrecke Weilheim–Schongau.
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