Donnerstag, 24.05.2012



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Hohenfels (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Hohenfels
Hohenfels (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Hohenfels hervorgehoben
49.211.85390Koordinaten: 49° 12′ N, 11° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neumarkt in der Oberpfalz
Höhe: 390 m ü. NN
Fläche: 137,1 km²
Einwohner: 2173 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92366
Vorwahl: 09472
Kfz-Kennzeichen: NM
Gemeindeschlüssel: 09 3 73 134
Marktgliederung: 4 Ortsteile: Hohenfels, Großbissendorf, Markstetten, Raitenbuch
Adresse der Marktverwaltung: Pfarrer-Ertl-Platz 3
92366 Hohenfels
Webpräsenz:
Bürgermeister: Bernhard Graf (Unabhängige Parteifreie Wählergemeinde)

Hohenfels ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Hohenfels ist die östlichste Gemeinde im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Regensburg. Die Gemeinde gehört zur Metropolregion Nürnberg.

Es existieren folgende Gemarkungen: Großbissendorf, Hohenfels, Markstetten und Raitenbuch. Weitere Gemeindeteile sind Ammelacker, Ammelhof, Baumühle, Blechmühle, Buchhausen, Effenricht, Effersdorf, Fichten, Friesmühle, Fuchsmühle, Granswang, Gunzenhof, Haarziegelhütte, Harrhof, Hausraitenbuch, Hitzendorf, Holzheim, Kleinbissendorf, Kleinmittersdorf, Kuglhof, Lauf, Loch, Pillmannsricht, Röschenberg, Schönheim, Stallhof, Stetten, Unterwahrberg, Vogelherd, Wendlmannthal und Winklmühle.

Geschichte

Auf einem Bergrücken im Ortskern liegt die Ruine der Burg Hohenfels aus dem 12. Jahrhundert.

Der Markt Hohenfels war seit 1383 Teil der Kurpfalz und bis 1799 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts der Herrschaft Hohenfels. Hohenfels besaß ein Marktgericht mit weitgehenden Eigenrechten. Er wurde 1799 vollständig mit Bayern vereinigt. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

In den Baracken des Truppenübungsplatzes richtete die US-Militäradministration 1945 ein Lager für „Displaced Persons“ (DP) ein, in dem ehemalige Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter bis zu ihrer Heimkehr in ihre Ursprungsländer untergebracht wurden. Seit 1946 erinnert ein Gedenkstein an ihre Befreiung, ebenso seit 1948 das „Polenkreuz“, das von Häftlingen des Lagers Hohenfels-Lechow im Ortsteil Nainhof aufgerichtet wurde.[1]

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2381, 1987 dann 2095 und im Jahr 2000 2119 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Bernhard Graf (UPW), Vorgänger war Heinrich Boßle (CSU/Unabhängige Frauen und Männer).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 625 000 €, davon Gewerbesteuereinnahmen (netto) 133 000 €.

Wappen

"In Blau ein silberner Felsenberg mit hoher Spitze, an die sich in gekrüpfter Stellung ein linksblickender, rot gezungter goldener Löwe klammert." Das Wappen ist seit 1560 bekannt und wurde 1743 erneut bestätigt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 34 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 32 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 491. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 37 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 630 ha. Davon waren 72 ha Ackerfläche und 558 ha Dauergrünfläche.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 73 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 6 Lehrern und 119 Schülern

Sonstiges

Bei Hohenfels liegt einer der größten Truppenübungsplätze in Bayern, der hauptsächlich von der US-Armee benutzt wird.

Einzelnachweise

  1. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 148

Weblinks

Commons Commons: Hohenfels – Bilder, Videos und Audiodateien
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