Meinestadt.de - Hövelhof - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||||
| Kreis: | Paderborn | ||||
| Höhe: | 106 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 70,67 km² | ||||
| Einwohner: | 15.900 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 225 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahlen: | 33155–33161 | ||||
| Vorwahlen: | 05257 05294 Hövelhof-Espeln |
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| Kfz-Kennzeichen: | PB | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 74 024
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| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | ||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Schloßstr. 14 33161 Hövelhof |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Michael Berens (CDU) | ||||
| Lage der Gemeinde Hövelhof im Kreis Paderborn | |||||
Hövelhof ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Paderborn.
Inhaltsverzeichnis |
Hövelhof liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens, in der Mitte Ostwestfalen-Lippes (Regierungsbezirk Detmold) und im Norden des Kreises Paderborn. Naturräumlich liegt die Gemeinde in der Senne, der östlichen Teillandschaft der Westfälischen Bucht. Das Gemeindegebiet ist überwiegend eben.
Vorherrschendes Gewässer der Gemeinde ist die Ems, deren Quellen unmittelbar nördlich der Gemeindegrenze auf Stukenbrocker Gebiet liegt. Weitere Fließgewässer, welche auf dem Gemeindegebiet entspringen oder es durchqueren sind der Haustenbach, der Krollbach, der Schwarzwasserbach, der Furlbach, der Holtebach und der Hallerbach. Der Ortskern von Hövelhof befindet sich auf 109 m Höhe über NN.
Siehe auch: Naturräume in OWL, Gewässer in OWL
Das Gemeindegebiet liegt in der „großen Emsterrasse“, die hier oberflächennah aus einer Folge von Kiesen, Sanden und Schluffen der Weichseleiszeit besteht. In zunehmender Tiefe liegen oft Vorschüttsande und Beckentone der Saalekaltzeit, die durch Schmelzwasserablagerungen entstanden sind, oder Sedimente der ausgehenden Holstein-Warmzeit. An der Oberfläche selbst finden sich häufig Uferwälle, Flugsande, Dammbetten, Dünen und Moore der ausgehenden Weichseleiszeit und der Nacheiszeit.
Unter den durch das Eiszeitalter gebildeten Schichten befindet sich Festgesteinsuntergrund, der aus leicht nach Westen geneigten Tonmergelsteinen („Emscher-Mergel“), Kalkmergel-, Mergelkalk- und Kalksteinen des Erdmittelalters besteht. Darunter befindet sich ein Sockel aus gefalteten Gesteinen des Erdaltertums (Devon, Karbon).
Grundwasser kommt in den Lockergesteinen des Eiszeitalters mäßig vor, in den Rinnen der Emsterrasse auch in größeren Mengen. Der oberste Grundwasserstock wird in den Lockergesteinen gebildet. Zwischen diesen und dem zweiten Grundwasserstock in Festgesteinen der tieferen Oberkreide treten lokal geringdurchlässige Einlagerungen auf. In diesem zweiten Grundwasserstock ist Wasser von Nordosten nach Südwesten zunehmend versalzt. Sand und zum Teil auch Kies sind in den Ablagerungen der Ems und ihrer Zuflüsse reichlich vorhanden und sind zur Nutzung als Mauer- und Füllsand geeignet.
Die Böden im Gemeindegebiet bestehen aus grundwasserbeeinflussten Böden (Gleye, Niedermoore) und etwa fünf bis zehn Meter höher gelegenen, trockeneren Terrassensande des Pleistozäns. Hier ist ein häufiger Wechsel zwischen Böden aus nacheiszeitlichen Fluss- und Bachablagerungen und Böden aus Geschiebelehm und Flugsanden anzutreffen. Diese Wechsel verleihen der Landschaft ein leicht welliges Profil. An Standorten mit Grundwasserständen zwischen 60 und 100 cm unter der Oberfläche entstanden in nährstoffarmen Sanden Podsol-Gleye, in denen sich verfestigte, und daher für die Landwirtschaft nachteilige, Horizonte aus Raseneisenstein oder Ortstein gebildet haben. Eine landwirtschaftliche Nutzung war erst nach Brechen dieser Schichten und zum Teil Plaggenauftrag und Entwässerung möglich. An Standorten mit Grundwasserständen zwischen 100 und 200 cm unter der Oberfläche bildeten sich stark podsolierte Gley-Podsole, bzw. Podsole, sofern kein Grundwasseranschluss vorhanden ist. Diese Standorte ermöglichen nur ertragsarmen und dürregefährdeten Ackerbau[1].
Hövelhof eignet sich mittelmäßig bis sehr gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte).
Die als „große Landgemeinde“ klassifizierte Gemeinde Hövelhof bedeckt eine Fläche von 70,67 km², davon gehören 19,72 km² zum Truppenübungsplatz und 3,34 km² sind Gemeindeforst. Den größten Flächenanteil nehmen Landwirtschafts- und Waldfläche mit zusammen ca. 78,4 % ein[2]. Die größte Ausdehnung in Nordsüdrichtung ist ca. 9,8 km, in Ostwestrichtung ca. 13,2 km.
| Fläche nach Nutzungsart |
Landwirt- schaftsfläche |
Wald- fläche |
Gebäude-, Frei- und Betriebsfläche |
Verkehrs- fläche |
Wasser- fläche |
Sport- und Grünfläche |
sonstige Nutzung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fläche in km² | 33,88 | 21,57 | 6,19 | 3,73 | 0,96 | 1,12 | 3,27 |
| Anteil an Gesamtfläche | 47,91 % | 30,50 % | 8,75 % | 5,28 % | 1,36 % | 1,58 % | 4,62 % |
Hövelhof grenzt, beginnend im Nordwesten im Uhrzeigersinn, an die Gemeinde Verl (Kaunitz) und die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock des Kreises Gütersloh, die Gemeinden Augustdorf und Schlangen des Kreises Lippe und die Städte Bad Lippspringe, Paderborn und Delbrück des Kreises Paderborn.
Historisch bedingt gliedert sich Hövelhof in die Ortsteile Klausheide, Staumühle, Espeln, Riege, Hövelriege und Hövelsenne. Die Hauptsatzung der Gemeinde unterscheidet diese Ortsteile jedoch nicht. Im Zuge der Erweiterung des Truppenübungsplatzes Senne musste fast der gesamte erst ab Mitte des 17. Jahrhundert in Form von Riegen (Reihendorf) entstandene im Osten von Hövelhof gelegene Ortsteil Hövelsenne ab 1939 geräumt werden. Einschließlich der aus dem Jahr 1800 stammenden Schule (1966) und der erst 1923 errichteten St. Josefskirche (1974) mussten 135 Häuser und Höfe geräumt werden.
Der Name der Gemeinde leitet sich ab von einem gleichnamigen alten Vollmeierhof, der mindestens auf das Jahr 1000 zurückgeht.
In Hövelhof gibt es die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk mit Pfarrvikarieämtern in Herz Jesu in Hövelriege und Herz Jesu in Espeln sowie die evangelische Johannes-Kirchengemeinde mit der Johannes-Kirche an der Breslauer Straße.
Ein Indiz für die Verteilung der Religionen kann die konfessionelle Zugehörigkeit der Hövelhofer Schüler sein. Demnach sind rund 62 % der Schüler katholisch, 20 % evangelisch und 3 % islamisch. 8 % geben an, einer sonstigen Konfession anzugehören, 6 % rechnen sich keiner Konfession zu.[4]
1731 gründete sich in Hövelhof eine Bruderschaft von der Todesangst Christi, die für einen gnädigen Tod für sich und seine Mitbrüder betete.
Klausheide gehört seit der Gründung der Gemeinde im Jahr 1807 zu Hövelhof. 1959 werden die Kreissiedlung, Bentlake und Alkenbrink aus der Gemeinde Ostenland im Amt Delbrück in Hövelhof eingemeindet.
Nach dem Sauerland/Paderborn-Gesetz, dass die kommunale Neuordnung um 1. Januar 1975 regelt, wurde das Amt Schloß Neuhaus aufgelöst und Hövelhof wurde selbständige Gemeinde mit eigener Verwaltung. Der Ortsteil Espeln und die Klausheider Siedlung werden aus der Gemeinde Ostenland im Amt Delbrück der Gemeinde Hövelhof zugeordnet.
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¹ Volkszählungsergebnis
Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den jeweiligen Gebietsstand der Gemeinde.
Der Gemeinderat in Hövelhof besteht derzeit aus 34 Sitzen. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:
| [5][6] | 2004 | 1999 | 1994 | 1989 | 1984 | 1979 | 1975 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % |
| CDU | 24 | 71,99 | 25 | 73,47 | 21 | 60,29 | n/v | 60,13 | n/v | 65,53 | n/v | 73,63 | n/v | 77,53 |
| SPD | 9 | 25,34 | 7 | 19,20 | 9 | 26,09 | n/v | 24,16 | n/v | 19,93 | n/v | 20,73 | n/v | 17,77 |
| FDP | 1 | 2,67 | - | - | 0 | 4,00 | n/v | 8,54 | n/v | 7,54 | n/v | 5,64 | n/v | 4,70 |
| Grüne | - | - | 2 | 7,33 | 3 | 9,64 | n/v | 7,17 | n/v | 7,00 | - | - | - | - |
| Gesamt 1 | 34 | 100 | 34 | 100 | 33 | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 |
| Wahlbeteiligung | 56,84 | 52,90 | 82,21 | 63,93 | 68,63 | 73,13 | 88,72 | |||||||
1ohne Berücksichtigung von Rundungsfehlern
Der Gemeinde Hövelhof ist mit Urkunde des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen vom 25. Juni 1962 das Recht verliehen worden, ein Wappen und ein Siegel mit diesem Wappen zu führen.
Bedeutung:
Das Wappen der Gemeinde Hövelhof zeigt geschichtliche und geographische Symbole:
Siegelbeschreibung:
Des Weiteren ist der Gemeinde Hövelhof mit Urkunde des Regierungspräsidenten Detmold vom 16. September 1971 das Recht verliehen worden, ein Banner zu führen.
Bannerbeschreibung:
Seit 1971 pflegt die Gemeinde Hövelhof eine Städtepartnerschaft mit Verrières-le-Buisson in Frankreich. Jährlich wechselnd finden Besuche an Pfingsten in den befreundeten Gemeinden statt. Auch Schüleraustausche der beiden Gemeinden werden jährlich durchgeführt.
Seit dem 16. August 2007 führen die Gemeinde Hövelhof und das 4./Panzerbataillon 203 der Panzerbrigade 21 aus dem benachbarten Augustdorf ebenfalls eine Partnerschaft.
Im Ortsteil Riege findet sich das Dorfschulmuseum. Es ist in einer 200 Jahre alten Schule, die unter Denkmalschutz steht, untergebracht. Auf dem Dach findet sich noch eine Schulglocke und der Garten ist auch noch unverändert. Über 1200 historische Schulbücher und Geräte und Arbeitsmittel aus dem Unterricht werden ausgestellt. Bei Malerarbeiten 1950 konnte ein Goldenes ABC aus dem 19. Jahrhundert freigelegt werden, welches 24 Lebensregeln zu den Buchstaben vermittelt.
Das Heimatzentrum OWL setzt sich aus dem Heimathaus und dem Haus des historischen Handwerks zusammen. Letzteres wurde 2005 in ehrenamtlicher Arbeit errichtet und dort werden verschiedene alte Handwerke, wie Korbmacher, Seiler und Dorfschmied gezeigt. Das Heimathaus ist ein für Hövelhof typisches Gebäude. Hier ist auch eine Backstube eingerichtet, so dass bei verschiedenen Veranstaltungen eigenes Brot gebacken wird. Die gesamte Anlage ist nach telefonischer Absprache zu besichtigen.
In den Gemeinden Hövelhof und Hövelriege werden Kirchenchöre unterhalten. Die Kolpingsfamilie Hövelhof hat einen Chor à la carte, in Hövelsenne und Espeln gibt es Männergesangvereine.
In Hövelhof gibt es ein Akkordeonorchester, ein Jagdhornbläsercorps und ein Blasorchester. Im Ortsteil Hövelriege gibt es eine Blaskapelle und ein Schützen-Tambour-Corps.
In Hövelhof gibt es den Park Verrières, der nach der Partnerstadt in Frankreich benannt worden ist. Von den Bürgern werden zur Erholung die Wanderwege in der Moosheide und im Hövelhofer Forst genutzt. Rund um den Ramselhof gibt es einen kleinen nichtöffentlichen Park.
Das Naturschutzzentrum Senne, eine Einrichtung der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne [9] betreut das Naturschutzgebiet Moosheide. Dünen und trockene Heide kennzeichnen dieses 440 Hektar große Gebiet. Darüber hinaus gibt es hier Sandmagerrasen und einen Mischwald auch Eichen und Birken. Etwa 285 Hektar liegen in Hövelhof, der übrige Teil in Schloß Holte-Stukenbrock
Der Ramselbruch ist ein 55 Hektar großes Naturschutzgebiet nordwestlich von Hövelhof. Es besteht aus Waldbeständen, die für den Raum der Senne typisch sind. Weiterhin gibt es Heidemoore, Dünen und Feuchtwiesen. Das Gebiet gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten in Ostwestfalen Lippe.
Das Naturschutzgebiet Rixelbruch besteht aus einem Erlenbruchwald auf sandigem Untergrund in der Niederung des Furlbachs nördlich des Ortsteils Riege und umfasst etwa 5,2 Hektar.
Das Naturschutzgebiet Apelteich erstreckt sich von der Salvatorstraße bis zur Autobahn A33 und ist 48 Hektar groß. Der 2,3 Hektar große ältere Teil besteht aus einem Heideweiher, einem feuchten sennetypischen Erlenbruchwald, sowie einer Sanddüne mit einem Eichen-Birkenwald. Es stellt den Rest einer ursprünglichen Sennelandschaft vor dem Eindringen der Kiefer dar, die seit den letzten 300 Jahren die Sennelandschaft prägt.
In Hövelhof gibt es über 20 Vereine, die der Bevölkerung sportliche Aktivitäten bieten. Neben den klassischen Ballsportarten wie Fußball, Handball, Volleyball, Tennis und Tischtennis gibt es Angebote wie Badminton, Reiten oder die Kampfsportart Ju-Jutsu. Radsport, ein Schwimmverein, eine DLRG-Ortsgruppe und integrativer und Rehabilitationssport runden den sportlichen Bereich ab. Die HSG Augustdorf/Hövelhof ist ein Zusammenschluss der Handballabteilungen der TuSG Augustdorf und des HC Hövelhof und spielt derzeit in der Oberliga Westfalen. Der größte Erfolg der Mannschaft ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga zur Saison 2002/03.
Der mit Abstand mitgliederstärkste Verein ist die St. Hubertus Schützenbruderschaft Hövelhof e.V. mit 1.990 Mitgliedern (Stand 2008). Untergliedert ist das Bataillon in fünf Kompanien, mit jeweiligen Zügen und Gruppen, aus denen wiederum eine Schießsportabteilung, die Jungschützenabteilung, die Fahnenschwenkergruppe, eine Blaskapelle, ein Spielmannszug und die fürstbischöflichen Böllerschützen hervorgehen. Vom 11. bis zum 13. September 2009 richtet die Hövelhofer Schützenbruderschaft das Bundesschützenfest 2009 aus. Erwartet werden 30.000 Schützen im Hövelhofer Ortszentrum.
An jedem Donnerstagvormittag ist auf dem Marktplatz Hövelmarkt an der Kirche Wochenmarkt. Am 30. April und am 1. Mai wird auf dem Hövelmarkt das Frühlingsfest gefeiert. Ende Juni findet das jährliche Schützenfest der St. Hubertus Schützenbruderschaft Hövelhof statt. Die St. Libori-Bürgerschützen Hövelriege-Liemke feiern ihr Schützenfest Anfang August. Ebenfalls im August feiert die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne das Heideblütenfest auf dem Gelände der Heidschnuckenschäferei in der Senne. Im September veranstaltet der Espelner Bürgerverein das Heimat- und Erntedankfest in Espeln. Am ersten Wochenende im Oktober richtet der Verkehrsverein Hövelhof das traditionelle Volksfest Hövelmarkt aus und im Dezember den Weihnachtsmarkt im Ortskern von Hövelhof.
Als regionale Spezialität darf das Hövelhofer Sennebier gelten, welches in einigen örtlichen Gaststätten ausgeschenkt wird und bei den lokalen Getränkelieferanten erhältlich ist. Gebraut wird das Sennebier in Detmold von der Brauerei Strate.
Der Bahnhof Hövelhof und der Haltepunkt Hövelriege liegen an der Senne-Bahn (KBS 403). Die Strecke wird von der gleichnamigen Regionalbahn 74 Bielefeld–Schloß Holte–Paderborn bedient. Ein weiterer Haltepunkt in Klausheide wird nicht mehr genutzt. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der NordWestBahn mit Dieseltriebwagen vom Typ Bombardier Talent.
Im Straßenpersonennahverkehr verkehren Regionalbusse nach Paderborn, Gütersloh und Stukenbrock (mit Umsteigemöglichkeit nach Bielefeld-Brackwede). Der Hövelhofer Ortsbus (HOB) verbindet seit 1997 alle Ortsteile miteinander. Der Ortsbus hat in Hövelhof den Schulbus abgelöst. Alle Fahrten wurden öffentlich und es wurden weitere Fahrten in den Ferien und am Nachmittag eingeführt. Der Ortsbus in Hövelhof könnte für zahlreiche kleinere Kommunen Modellcharakter bekommen, um mit wenig Aufwand eine preiswerte Grundversorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu schaffen.[10] Am Wochenende und vor ausgewählten Feiertagen fährt ein Nachtbus von Paderborn.
Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif des Nahverkehrsverbunds Paderborn-Höxter, in Richtung Bielefeld ein Übergangstarif zum Verkehrsverbund OstWestfalenLippe und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Die Autobahn A 33 Bielefeld-Bad Wünnenberg durchquert das Gemeindegebiet mit zwei Abfahrten (Stukenbrock-Senne und Paderborn-Sennelager) in unmittelbarer Nähe zum Ort.
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt liegt in etwa 29 km Entfernung in Büren-Ahden.
Hövelhof ist Ausgangspunkt des Emsradweges. Darüber hinaus verlaufen der Europaradwanderweg R1 und der Senne-Radweg durch die Gemeinde.
In Hövelhof sind zwei regionale Tageszeitungen vertreten. Zum einen die Neue Westfälische aus Bielefeld mit Regionalteil, zum anderen eine Lokalausgabe des Westfälischen Volksblatts, eine regionale Bezeichnung des Westfalen-Blatts. Beide Zeitungen beziehen ihren Mantel von ihren jeweiligen Mantelredaktionen aus Bielefeld.
Monatlich erscheint das Magazin Hövelhofer Rundschau. Herausgeber ist der Verkehrsverein Hövelhof. Ähnliche Magazine aus den Nachbargemeinden Verl und Schloß Holte-Stukenbrock sind in Hövelhof ebenfalls erhältlich.
Hövelhof gehört zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR und von Radio Hochstift, das es in der Berichterstattung als Lokalradio mit abdeckt.
In der Freiwilligen Feuerwehr Hövelhof sind über 80 Feuerwehrmänner aktiv. Die Jugendfeuerwehr besteht aus 23 Jugendlichen im Alter von 12–17 Jahren.
Seit 1972 unterhält die Gemeinde Hövelhof ein eigenes Hallenbad mit einem 25-Meter-Becken. Alle Hövelhofer Grundschüler erwerben im Hallenbad das Schwimmabzeichen Seepferdchen. Jährlich wird es von etwa 53.000 Badegästen besucht[11].
Das Kinder- und Jugendzentrum der Gemeinde, genannt Haus der Jugend - HOT Hövelhof, ist etwa 900 Quadratmeter groß und hat ein Cafe, einen Computerraum, Krabbelräume, verschiedene Spielgeräte wie Kicker, etc. und ein großes Außengelände mit Skateanlage, Minifußballfeld und Grillmöglichkeit. Von montags bis samstags können sich Kinder- und Jugendliche in ihrer Freizeit dort aufhalten.
Die Gemeinde unterhält eine eigene Bücherei mit über 19.000 Medien.
Die Justizvollzugsanstalt Hövelhof wurde im Ortsteil Staumühle als offener Jugendstrafvollzug 1948 gegründet und wurde 1993 um eine Pflegeabteilung erweitert. Die Unterbringung der jugendlichen Gefangenen erfolgt üblicherweise in Wohneinheiten mit 2–3 Bewohnern, allerdings stehen auch 40 Einzelhafträume zur Verfügung. Die räumlich getrennte Pflegeabteilung hat 31 Haftplätze.
Im Ortsteil Riege hat die Biologische Station Kreis Paderborn - Senne ihrem Sitz[9]. Diese betreibt an der Grenze des Truppenübungsplatzes eine Heidschnuckenschäferei.
Das Salvator-Kolleg ist ein Jugendheim der Caritas im Erzbistum Paderborn für stationäre Kinder- und Jugendhilfe für Jungen ab dem 12. Lebensjahr mit Hauptsitz in Hövelhof.
In Hövelhof gibt es fünf kommunale Kindergärten und drei Kindergärten in katholischer Trägerschaft. Darüber hinaus gibt es drei Grundschulen, von denen zwei - die Mühlenschule und die Kirchschule - katholische Bekenntnisschulen sind. Die Krollbachschule ist eine Ganztagsschule und auf ihr wird Hauptschulunterricht erteilt. Angrenzend an die Hauptschule ist die Franz-Stock-Realschule. Gymnasien befinden sich in den unmittelbaren Nachbargemeinden in Verl, Schloß Holte-Stukenbrock, Rietberg, Delbrück, Schloß Neuhaus und Paderborn.
Das Volksbildungswerk Hövelhof e.V. ist Träger der Erwachsenenbildung und vielfältiger kultureller Veranstaltungen.
Im Jahr 2007 wurden an den Schulen der Gemeinde mit 95 Lehrkräften insgesamt 1573 Schüler unterrichtet, davon 46,9 % an den Grundschulen, 20,7 % an der Hauptschule, 31,3 % an der Realschule, sowie 1,1 % an der Förderschule[2].
Hövelhofer Unternehmen sind in folgenden Branchen vertreten: Maschinenbau, Metallverarbeitung, Verpackungen und Kartonagen, Kunststoffe, Pharmazie und Nahrungsmittelergänzung, Lichtwerbung, Möbel, Vertrieb von Kaffeeautomatensystemen. Zusätzlich finden sich die typischen Handwerksbetriebe.
Altenbeken | Bad Lippspringe | Bad Wünnenberg | Borchen | Büren | Delbrück | Hövelhof | Lichtenau | Paderborn | Salzkotten
Alfen | Altenbeken | Bad Lippspringe | Benhausen | Buke | Dahl | Delbrück | Dörenhagen | Elsen | Hagen | Hövelhof | Kirchborchen | Marienloh | Neuenbeken | Nordborchen | Ostenland | Paderborn | Sande | Schloß Neuhaus | Schwaney | Stukenbrock | Westenholz | Westerloh | Wewer
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