Meinestadt.de - Höchstberg - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Vulkaneifel | |
| Verbandsgemeinde: | Kelberg | |
| Höhe: | 516 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,85 km² | |
| Einwohner: | 355 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 73 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56767 | |
| Vorwahl: | 02657 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DAU | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 33 215 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Dauner Straße 22 53539 Kelberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Wilhelm Leichsenring (parteilos) | |
Die Ortsgemeinde und Fremdenverkehrsgemeinde Höchstberg (Eifel) liegt im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Die drittgrößte Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Kelberg hat ein reges Vereinsleben: Schützenverein, Junggesellenverein, Freizeitmannschaft (Fußball) und Freiwillige Feuerwehr Höchstberg. Bei den von den Vereinen durchgeführten Festen, zum Beispiel das alljährliche Dorffest Ende August, kann man die fröhliche Lebensart einer Eifeler Dorfgemeinschaft kennenlernen. Zahlreiche Ferienwohnungen, die örtliche Gaststätte und die einmalige, ursprüngliche Natur laden zu einem Kurzbesuch ein.
Inhaltsverzeichnis |
Der Jahresniederschlag beträgt 799mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 63% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monate ist der April, die meisten Niederschläge fallen im November. Im November fallen 1,4 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 0% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Hügelgräber und die Überreste eines römischen Bauernhofes lassen vermuten, dass sich bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. Menschen in der Umgebung des Ortes niedergelassen haben. Die erste urkundliche Erwähnung ist allerdings erst auf das Jahr 1389 datiert. Inhalt der Urkunde ist ein schlichter Pachtvertrag: Tilgin von Daun verpachtet den in Husen bei Uersfeld gelegenen Hof an den Burgmann und Verwalter Peter von Nürburg.
Anlass für eine Erwähnung im Jahre 1620 ist ein spektakulärer Mordprozess: Ansässigen Bauern wird vorgeworfen durchreisende spanische Reiter gemeuchelt und ausgeraubt zu haben. Die Bauern sind später gehängt bzw. gerädert worden. Liest man heute die damaligen Akten und Urkunden genau, wird dagegen aber klar, dass die Bauern lediglich Opfer eines Schauprozesses wurden: Die aus damaliger Sicht wohl gerechtfertigte Tötung der Spanier stellte im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigem Krieg einen politischen Skandal dar und die zum Tode Verurteilten waren sprichwörtliche Bauernopfer, um die politischen Intrigen und Ränke im Reich zu sichern.
Im Rahmen der französischen Revolution wurde das Rheinland zur Fränkischen Republik und im Raum Kelberg lagerte 1794 ein französisches Korps (ca. 10.000 Mann), für dessen Versorgung die umliegenden Gemeinden aufzukommen hatten. Höchstberg zählte zu dieser Zeit 69 Einwohner.
Der französische Einfluss wich 1815 mit dem Wiener Kongress: Das Rheinland wurde preußisch. Im Zusammenhang mit dem Bau der Eifelquerbahn von Mayen nach Gerolstein und dem Abbau von Schwerspat kam es Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.
Im Jahre 1934 erhielt Höchstberg seinen heutigen Namen. Der ursprüngliche Name Hausen hätte zu Verwechslungen mit dem bei Mayen gelegenen Hausen (bei Mayen) führen können.
(zusammengefasst von S. Gundert)
Das 1988 eingeführte Wappen von Höchstberg zeigt von Silber über Schwarz geteilt, oben ein schwarzes Balkenkreuz (auf silbernem Grund), unten links ein silbern gefasstes, rotes Buch mit goldenem Kreuz, rechts eine weiße Feder. Das schwarze Balkenkreuz nimmt Bezug auf die einstige Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln. Buch und Federkiel symbolisieren den Evangelisten Markus, der Kirchen- und Ortspatron von Höchstberg ist.
| Blühendes Rapsfeld |
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Schützenkönig 2006: Erhard Adams
Schützenkönig 2007: Volker Fischenich
Ein blühendes Rapsfeld im Nordosten von Höchstberg. Im Hintergrund ist der Hochkelberg zu erkennen. Das Rapsfeld ist insoweit betrachtenswert, da in der Vergangenheit hauptsächlich Getreide und Feldfrüchte angebaut wurden, und nun erstmals weiträumig Raps.
Mayer, Alois und Mertes, Erich, Höchstberger Chronik, 1989 ISBN 3-926233-03-6
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