Dienstag, 18.06.2013


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Höchberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Höchberg
Höchberg
Deutschlandkarte, Position von Höchberg hervorgehoben
49.7830555555569.8816666666667280Koordinaten: 49° 47′ N, 9° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 280 m ü. NN
Fläche: 7,55 km²
Einwohner: 9436 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 1250 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97204
Vorwahl: 0931
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 147
Adresse der Marktverwaltung: Hauptstraße 58
97204 Höchberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Peter Stichler (SPD)

Höchberg ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Höchberg grenzt im Osten direkt an Würzburg. Es besteht aus zwei Ortsbereichen: Dem Altort und dem Ortsteil Hexenbruch.

Geschichte

Höchberg wurde erstmals im Jahr 748 urkundlich erwähnt.

Mindestens seit Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts waren jüdische Familien im Ort ansässig. Sie legten einen Jüdischen Friedhof an und errichteten 1721 eine Synagoge, die beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern ausgeraubt wurde und seit 1951 als evangelische Kirche dient. Eine Gedenktafel am Kircheneingang und ein Gedenkstein am Jüdischen Friedhof erinnern heute an diese Vorgänge.[1]

Als Teil des Hochstiftes Würzburg (Stift Burkard) wurde Höchberg 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Am 27. Juli 1990 bekam die Gemeinde das Prädikat „Markt“ vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren verliehen.

Im Ortsteil Hexenbruch wurde die letzte vermeintliche „Hexe“ verbrannt. In den 1950er Jahren begann die Bebauung des Ortsteils. Vorher wurde das Gebiet militärisch genutzt. Außerdem wurde im alten, mittlerweile zugeschütteten Steinbruch weit bis ins Neunzehnte Jahrhundert Muschelkalk abgebaut. Seitdem trägt dieser Teil des Ortes den Namen Hexenbruch.


Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 5.449, 1987 dann 8.761 und im Jahr 2000 9.500 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Peter Stichler (SPD).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 369.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 15.000 €.

Verkehr

Durch Höchberg führen die Bundesstraßen B 8 und B 27, teilweise als ortsumgehende Ausbaustrecke. Nächste Autobahnanschlussstelle ist Würzburg-Kist an der A 3.

Außerdem ist Höchberg von Würzburg aus gesehen der zweite Ort an der Romantischen Straße. Durch Höchberg führen der Radweg Romantische Straße sowie der Aalbach-Radweg, der Würzburg mit Wertheim verbindet.

An der Haltestelle Karwinkel, die an der Hauptstraße liegt, halten viele Buslinien, die in den westlichen und südlichen Landkreis Würzburg fahren.
Nach Höchberg selbst fahren vom Würzburger Busbahnhof die Buslinien 17 und 18, die im Taktverkehr von 20 bzw. 30 Minuten verkehren.

Siehe dazu auch: Omnibusverkehr im Raum Würzburg

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert sind nicht nur der Ortskern mit einem künstlich angelegten Wasserlauf und einer Brunnenanlage im Altort, sondern auch die historische katholische Kirche Mariä Geburt.

Im historischen Gebäudekomplex des Gasthaus Lamm befindet sich der kleine Veranstaltungsraum „Kulturstüble“.

Im oberen Bereich des künstlichen Wasserlaufs der Brunnengasse befindet sich eine (Stand 2005) frisch renovierte, ehemalige jüdische Präparandenschule.

Im Ortsteil Hexenbruch steht für Sport-, Musik und Medien-Veranstaltungen die Mainlandhalle zur Verfügung. In unregelmäßigen Abständen finden Veranstaltungen mit zum Teil deutschlandweit bekannten Künstlern statt. Das Gelände um die Mainlandhalle bietet auch einen öffentlich nutzbaren, eingezäunten Sportbereich mit Fußballtoren und Basketball-Körben.

Ein Mischwaldgebiet grenzt an die Nachbargemeinden Waldbüttelbrunn, Kist und Zell am Main an. Einmal im Jahr findet der Höchberger Grenzweg-Wandertag statt.

In Höchberg gibt es eine eigene Bibliothek. Diese hat im Ranking der Bibliotheksorte mit weniger als 15.000 Einwohner einen 6. Platz belegt. Seit kurzem kann das Angebot auch online eingesehen werden.

An der alten Würzburger Straße nach Höchberg befindet sich ein Kreuzweg, der sich über mehrere Kilometer erstreckt und aus sieben in Sandsteinen gehauenen, altarähnlichen Bildstöcken besteht. Die ersten drei Stationen des Kreuzweges befinden sich noch auf dem Stadtgebiet Würzburgs, die Stationen Nummer 4 bis 7 auf dem Gebiet der Marktgemeinde Höchberg.

Wissenswert ist weiterhin, dass ein Teil der Wasserversorgung der Festung Marienberg in Würzburg in früheren Zeiten von einer Quelle am oberen Ende der Brunnengasse (bzw. im Bereich der Sonnemannstraße schräg gegenüber der ehemaligen Präparandenschule) erfolgte.

Freizeitgestaltung

Höchberg bietet verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Im Ortsteil Hexenbruch findet sich z.B. das „Mainlandbad“ (Hallen- und Freibad mit Saunaanlage). Daneben befindet sich eine 18-Loch-Minigolfbahn. Des weiteren gibt es einen Sportplatz mit Tartarnbahn und für Hobbyfußballspieler einen Waldsportplatz. Für nicht vereinsgebundene Fußballspieler bietet sich der sogenannte „Bolzplatz“ auf der Scheckertswiese an. Auf dem Sportplatzgelände finden sich auch vier Tennisplätze.

Der bekannteste Wanderweg auf Höchberger Gemarkung ist der „Naturpfad“. Er führt vom Kloster Oberzell durch den Staats- und Gemeindewald bis zum Erbachshof im Nachbarort Kist. Auf der Wanderung kommt man an sechs kleinen Seen vorbei.

Wanderwege sind auch die Wege zur Frankenwarte und in das Steinbachtal. Ausgangspunkt ist das „Kreuzle“, welches am Ende der Straße „Weg zum Kreuz“ steht.

Nicht nur für Weinkenner ist der „Weinwanderweg“ interessant, der als Natur- und Weinwanderweg am Parkplatz Waldstraße beginnt und über den Alleeweg und den Hexenbruchweg durch die Weinberge unterhalb der Festung Marienberg bis zur Burkarder Kirche führt.

Weiterhin gibt es einen Steinbruch, der für Mountainbike-Fans mit kleinen bis mittleren Ansprüchen kleine Trails und Swingin'-Ramps bietet.

In den Sommerferien gibt es auf einem Feld in der Nähe der Scheckertswiese für Kinder und Jugendliche jährlich ein Hüttendorf. Aus Paletten und Brettern wird der sogenannte Ferienspielplatz meist unter einem Motto abgehalten. Betreut werden die heranwachsenden Bastler mitunter von Freiwilligen aus dem Höchberger Jugendzentrum.

Neben der Mainlandhalle existiert eine weitere Sporthalle im Ort. Die TGH-Halle (Turngemeinde Höchberg). Sie befindet sich im Altort in der Jahnstraße und wird im Volksmund auch Jahnsporthalle genannt.

Weitere Einrichtungen, Vereine und Verbände

In Höchberg gibt es ein lebhaftes Vereinsleben. Es gibt unter anderen einen

  • Fußballverein
  • Faschingsverein (Helau Krakau)
  • Tennisverein
  • Handballverein
  • Junge Union
  • Kunstradverein
  • Radballverein
  • Trachtenverein
  • Schützenverein
  • Schwimmverein
  • Geflügelzüchterverein
  • Verschönerungsverein
  • Ministranten Gemeinschaft Höchberg
  • Musikverein
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Budo e.V. ( Judo - TKD - JuJutsu )

Es sind weit über 80 aktive Vereine im Rathausbuch vermerkt.

Maskottchen

Das Maskottchen der Marktgemeinde Höchberg ist ein Rabe, der den Namen „Krack“ trägt. Die Höchberger Bürger werden im mainfränkischen Sprachgebrauch auch als „Höchberger Krack'n“ bezeichnet.

Kirchen

Mariä Geburt
Kirche Sankt Norbert am Hexenbruch
  • Katholische Pfarrei „Mariä Geburt“
  • Kath. Pfarrgemeinde St. Norbert
  • Evangelische Kirchengemeinde „St. Matthäus“

Schulen

  • Höchberger Volksschule
  • Leopold-Sonnemann Realschule am Rudolf-Harbig-Platz
  • Sonderschule des Landkreises Würzburg „Rupert-Egenberger-Schule“

Kindergärten

  • Katholische Kindertagesstätte Mariä Geburt
  • St. Norbert
  • St. Matthäus
  • Kindergarten im Wiesengrund
  • Kinderkrippe Pusteblume

Partnergemeinden

Einzelnachweise

  1. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 147

Weblinks

Commons Commons: Höchberg – Bilder, Videos und Audiodateien
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