Meinestadt.de - Herscheid - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | ||||
| Kreis: | Märkischer Kreis | ||||
| Höhe: | 250–663 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 58,92 km² | ||||
| Einwohner: | 7467 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 127 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 58849 | ||||
| Vorwahl: | 02357 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | MK | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 62 020
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| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Plettenberger Straße 27 58849 Herscheid |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Lothar Schütz (parteilos) | ||||
| Lage der Gemeinde Herscheid im Märkischen Kreis | |||||
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Herscheid (westfälisch: Hiärschge) ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Märkischen Kreis.
Inhaltsverzeichnis |
Herscheid liegt in der hügeligen Landschaft des Sauerlandes am Rande des Rheinischen Schiefergebirges. Die Gemeinde gehört zum Märkischen Kreis, die Nachbarstädte sind Werdohl (im Norden), Plettenberg (im Osten), Attendorn (im Südosten), Meinerzhagen-Valbert (im Süden) und Lüdenscheid (im Westen). Südlich der Gemeinde erhebt sich die Nordhelle, der höchste Berg im Naturpark Ebbegebirge. Dort entspring der Oesterbach der an der östlichen Ortsgrenze zur Oestertalsperre aufgestaut wird. Die Verse- und Fürwiggetalsperre liegen westlich von Herscheid. Im Nordwesten fließt die Schwarze Ahe, die in Werdohl in die Verse mündet. Leicht außerhalb des Herscheider Zentrums fließt der Bruchbach, der im Naturschutzgebiet „Auf dem Roten Schlote“ entspringt, östlich vom Zentrum in die Weisse Ahe mündet und in Hüinghausen in die Else fließt.
Herscheid wird im Jahr 904 als Herisceithe erstmals urkundlich erwähnt. Seinerzeit wurde es Besitz der Abtei Kaiserswerth. 1072 übereignete der Kölner Erzbischof Kirche und Ort dem neu gegründeten Kloster Grafschaft. In der Folge verbündete sich Herscheid gegen den Erzbischof mit den Grafen von der Mark und erhielt dafür Privilegien wie ein eigenes Richteramt, Holz-, Jagd- und Fischereirechte. Der Ort wurde Sitz eines Freigerichtes, welches bisweilen auch mit weit überregional bedeutsamen Verfahren befasst war. Im Dreißigjährigen Krieg und zwei großen Dorfbränden, 1686 und 1862, wurde die ältere Bausubstanz weitgehend vernichtet. Teilweise verschont blieb lediglich die massive heutige Apostelkirche. Folglich wurde auch der Wiederaufbau nach 1862 überwiegend in Massivbauweise vorgenommen. Neben der Landwirtschaft in den zahlreichen Weilern besaß im Gemeindegebiet seit jeher die Erzgewinnung und Metallverarbeitung Bedeutung. Davon zeugen etwa am Silberg alte Bergbaustollen und im Ahe- und Elsetal die traditionellen Gewerbestandorte in der Nachfolge vor- und frühindustrieller Produktionsstätten wie des Schwarze-Ahe-Hammers.
Herscheid liegt seit jeher abseits großer Verkehrswege. Immerhin wurde schon 1832 eine regelmäßige Postkutschenverbindung mit Lüdenscheid und Plettenberg hergestellt. 1846/1847 wurde die Straße zwischen beiden Nachbarstädten über Herscheid als Chaussee ausgebaut.[1] Die Errichtung der Bahnstrecke Herscheid-Plettenberg erfolgte erst bis 1915. Beabsichtigt war der Weiterbau bis Lüdenscheid, um so eine Bahnverbindung zwischen Lenne- und Volmetal zu gewinnen. Da es dazu jedoch aus finanziellen Gründen nicht kam, blieb die Frequentierung des fertiggestellten Teilstückes bis zur Stilllegung für den Personenverkehr 1965 gering.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen vor allem die Siedlungsschwerpunkte Herscheid-Dorf und Hüinghausen stark. Größere Einfamilienhausgebiete entstanden, und durch einen verbesserten Straßenausbau wurde Herscheid auch für in Lüdenscheid oder Plettenberg tätige Berufspendler als Wohnort interessant.
Wahl vom 26. September 2004 (Wahlbeteiligung: 58,8 %):
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Blasonierung Beschreibung |
Vom Ortsteil Hüinghausen aus verkehrt die Märkische Museums-Eisenbahn nach Plettenberg-Köbbinghauser Hammer.
Durch die hügelige Landschaftsform ist begrenzt Wintersport möglich. Im Sommer laden die nahe gelegenen Talsperren zum Inline-Skaten, Radfahren und Spazieren gehen ein. Herscheid hat weiterhin ein sehr schönes Warmwasserfreibad.
Seit der Stilllegung des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke Plettenberg–Herscheid im Jahr 1965 (für den Güterverkehr 1969) ist Herscheid im öffentlichen Nahverkehr nur noch per Bus erreichbar. Der Anbindung erfolgt überwiegend durch die Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG), außerdem auch durch einen Bürgerbus. Mit der Linie 54 sind die Nachbarstädte Plettenberg und Lüdenscheid in jeweils ca. 20-30 Minuten erreichbar. Die B 229 verläuft im Versetal in unmittelbarer Nähe des Gemeindegebietes. Nächstgelegene Autobahnabfahrt mit einer Ausschilderung Herscheids ist Lüdenscheid-Süd an der A 45.
Im Ortsteil Hünghausen befindet sich der sogenannte Flugplatz Plettenberg-Hüinghausen.
Die Hauptschule Herscheid ist die einzige Schule am Ort, an der sämtliche Abschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zur Fachoberschulreife mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe möglich sind. Ferner gibt es in Herscheid zwei Grundschulen. Die Volkshochschule Volmetal bietet in Herscheid eine große Anzahl Kurse in den Räumen der Hauptschule an.
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