Meinestadt.de - Herrnhut - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Görlitz | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Herrnhut | |
| Höhe: | 344 m ü. NN | |
| Fläche: | 19,87 km² | |
| Einwohner: | 2774 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 140 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 02747 | |
| Vorwahl: | 035873 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GR | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 26 180 | |
| Stadtgliederung: | 2 Ortsteile/Stadtbezirke | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Löbauer Straße 18 02747 Herrnhut |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Willem Riecke (HL) | |
| Lage der Stadt Herrnhut im Landkreis Görlitz | ||
| Datei:Herrnhut in GR.png | ||
Herrnhut (sorbisch Ochranow) ist eine sächsische Landstadt im Landkreis Görlitz in der Oberlausitz. Zentral zwischen den Städten Löbau und Zittau gelegen, ist sie erfüllende Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Herrnhut, der als weitere Gemeinden Großhennersdorf, Strahwalde und Berthelsdorf angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Die durchschnittliche Lufttemperatur in Herrnhut beträgt 7,7 °C, der jährliche Niederschlag 688 Millimeter.
Die Gründung von Herrnhut verdankt sich der Großzügigkeit und des persönlichen Engagements von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf. Er hatte 1722 Böhmischen Brüdern, Glaubensflüchtlingen aus Mähren, Aufnahme auf seinem Gut Berthelsdorf gewährt.
Doch die Geschichte Herrnhuts beginnt viel früher. 1457 entstand eine der ersten evangelischen Kirchen in Böhmen, die Unitas Fratrum oder Brüder-Unität. Die "Böhmischen Brüder" beriefen sich auf den Reformator Jan Hus, der 1415 in Konstanz als Ketzer verbrannt wurde. Für ihre Gemeinschaft sollten einzig und allein die Aussagen der Bibel gelten. In Folge der Gegenreformation kamen sie Anfang des 18. Jahrhunderts als Glaubensflüchtlinge auf das Gut von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf in der Oberlausitz. Er gewährte ihnen Asyl. Ihrer ausgeprägten Religiosität entsprechend stellten sie ihre Gemeinschaft unter die „Obhut des Herrn“ und nannten ihre Kolonie Herrnhut.
Die Ausstrahlung dieser neuen Arbeits- und Lebensgemeinschaft erreichte in kürzester Zeit Menschen aus anderen Kirchen. Dies beruht nicht zuletzt auf den besonderen Gaben des Grafen Zinzendorf, der seine vom Pietismus geprägte Theologie weiterentwickelte. Nach seinem Tod 1760 vererbte er den Brüdern das Schloss und das Gut.
Wegen Zuzugs wurde Herrnhut noch im 18. Jahrhundert eine administrative Gemeinde. Sie erlangte 1895 Selbständigkeit und erhielt 1929 das Stadtrecht. 1995 wurde die Nachbargemeinde Ruppersdorf mit ihren Ortsteilen Schwan und Ninive eingemeindet.
Größte Religionsgemeinschaft ist die evangelische Kirchgemeinde Ruppersdorf. Herrnhut ist der Hauptsitz der Herrnhuter Brüdergemeine (Evangelische Brüder-Unität), die als Kirche unter dem Namen Moravian Church in 30 Ländern vertreten ist und auch heute noch tätige Missionsarbeit betreibt. Seit einigen Jahren gibt es auch Jugend mit einer Mission in Ruppersdorf (Ortsteil von Herrnhut), welche an die Missionsgeschichte der Brüdergemeine anknüpfen wollen. Darüber hinaus ist auch die katholische Kirche in Herrnhut vertreten.
Abraham-Dürninger-Stiftung als bedeutendstes Wirtschaftsunternehmen
Es besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Bad Boll in Baden-Württemberg.
Herrnhut ist auch wegen der Herrnhuter Sterne bekannt, die seit 150 Jahren hergestellt werden und mittlerweile eine beliebte Weihnachtsdekoration darstellen.
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