Meinestadt.de - Herbertingen - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Sigmaringen | |
| Höhe: | 562 m ü. NN | |
| Fläche: | 38,64 km² | |
| Einwohner: | 4948 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 128 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 88516–88518 | |
| Vorwahl: | 07586 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SIG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 37 044 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Holzgasse 6 88518 Herbertingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Schrenk | |
| Lage der Gemeinde Herbertingen im Landkreis Sigmaringen | ||
| Datei:Karte Herbertingen.png | ||
Herbertingen ist eine Gemeinde im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Durch die Gemarkung der Gemeinde Herbertingen fließt die Donau und die Schwarzach, ein Nebenfluss der Donau. Der Ort Herbertingen wird über den Krähenbach entwässert.
Der tiefste Punkt des Landkreises Sigmaringen liegt mit 541 Meter über Normalnull bei Herbertingen.
Die Gemeinde setzt sich aus dem Kernort Herbertingen und den Teilorten Hundersingen, Marbach und Mieterkingen zusammen.
| Wappen | Ortsteil | Einwohner | Fläche |
|---|---|---|---|
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Herbertingen (Kernort) | 3207 | 1785 ha |
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Hundersingen | 942 | 965 ha |
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Marbach | 559 | 737 ha |
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Mieterkingen | 218 | 377 ha |
Die Ersterwähnung von Herbertingen stammt aus einer Urkunde des Königs Ludwig des Deutschen vom Jahr 854, wodurch die Streitigkeiten zwischen dem Kloster St. Gallen und dem Bischof von Konstanz beigelegt werden. Es wird darin zum Gau Goldineshuntare der Ort „Heriprehtinga“ gezählt, wo das Kloster eine Hube (Gehöft) des Bistums Konstanz abtritt, in comitatu Udalrici comitis, in pagello Goldineshuntare, in villa Heriprehtinga .[2] Möglicherweise war Herbertingen sogar der Hauptort der Goldineshuntare.
Die Oberhoheit kam 1282 von den Grafen von Nellenburg an die Habsburger, das Dorf teilte in der Folgezeit die Geschicke der Grafschaft Friedberg-Scheer.[3]
Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden am 1. Januar 1975 die drei bis dahin selbstständigen Gemeinden Hundersingen, Marbach und Mieterkingen nach Herbertingen eingemeindet.
Seit 1983 ist die Altdeponie Marbach komplett verfüllt, geschlossen und renaturiert. Die umzäunte Deponie befindet sich in der sogenannten „Nachsorgephase“, das heißt die Deponie wird begangen und in regelmäßigen Abständen werden Bodenproben entnommen. Sie kann zwischen 30 und 100 Jahre dauern.[4]
Das Wappen von Herbertingen zeigt, in Blau gehalten, einen auf einem grünen Dreiberg aufgerichteten goldenen Hirsch, im Maul einen im Wechsel silbern und rot befiederten schwarzen Pfeil haltend.
Herbertingen pflegt seit 1997 eine Partnerschaft mit Saint-Paul-en-Jarez im französischen Département Loire.
In den frühen 1970er Jahren wurde im Schwarzachtal Kies abgebaut, so dass in der Folge insgesamt fünf große Grundwasserseen entstanden sind, von denen zwei, der heutige Bade- und der Wassersportsee, vollständig renaturiert wurden. Heute sind diese Seen das Erholungs- und Freizeitzentrum Schwarzachtalseen, ein Zweckverband der Gemeinden Herbertingen und Ertingen.
Herbertingen ist ein kleiner regionaler Eisenbahnknoten, an dem die Donautalbahn von Ulm nach Donaueschingen erstmals auf die Zollernalbbahn von Tübingen nach Aulendorf trifft. Der Bahnhof Herbertingen liegt außerhalb des Teilortes Herbertingen und ist vor allem als Umsteigebahnhof von Bedeutung. Zentraler liegt der Haltepunkt Herbertigen Ort an der Zollernalbbahn. Herbertingen ist dem Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) angegliedert.
Durch Herbertingen führen die Bundesstraße 311 von Ulm nach Donaueschingen und die Bundesstraße 32 von Ravensburg nach Sigmaringen. Der mit bis zu 25.000 Fahrzeugen am Tag stark befahrene Kreuzungspunkt der Bundesstraßen befindet sich in der Mitte des Ortes. Eine 27 Millionen Euro teure Umgehungsstraße der B 311 in Richtung Ertingen ist geplant, der Bau wurde am 4. Dezember 2008 von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee genehmigt. Der Spatenstich erfolgte am 30. April 2009, als Bauzeit sind etwa vier Jahre veranschlagt.
Zwischen Herbertingen und Mengen liegt der Verkehrslandeplatz Mengen-Hohentengen mit der ICAO-Kennung EDTM.
In Herbertingen befindet sich ein Werk der Zollern-Gruppe. Am Ortseingang aus Richtung Mengen befindet sich nahe dem Bahnhof die Schredderwerke Herbertingen GmbH, ein Unternehmen mit großem Schredderwerk, auf dessen Schrotthalde am 30. August 2007 ein Großbrand ausbrach. Im Verlaufe des Feuers breitete sich eine Rauchgaswolke über den Landkreis Sigmaringen aus, die Blausäurespuren in geringer Konzentration enthielt. Die Bewohner vieler Gemeinden im Landkreis mussten Türen und Fenster geschlossen halten, die Bundesstraßen 32 und 311 mussten stundenlang gesperrt werden[7]. Erst nach über 24 Stunden waren die Flammen vollkommen unter Kontrolle, 650 Einsatzkräfte waren an der Löschaktion beteiligt, Löschschaum musste aus ganz Baden-Württemberg und sogar aus der Schweiz nach Herbertingen gebracht werden[8]. Die Staatsanwaltschaft Ravensburg klagte im November 2008 vier leitende Mitarbeiter an. Den Verantwortlichen werden Verstöße gegen die Vorschriften zur Last gelegt, die bei der Lagerung ausrangierter Fahrzeuge zu beachten sind. Deshalb habe sich der Schrott selbst entzündet.[9]
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