Meinestadt.de - Heppenheim/Bergstraße - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Hessen | ||
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | ||
| Landkreis: | Kreis Bergstraße | ||
| Höhe: | 122 m ü. NN | ||
| Fläche: | 52,14 km² | ||
| Einwohner: | 25.422 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 488 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahlen: | 64629–64646 | ||
| Vorwahl: | 06252 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | HP | ||
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 31 011
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Großer Markt 1 64646 Heppenheim |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Gerhard Herbert (SPD) | ||
| Lage der Stadt Heppenheim (Bergstraße) im Kreis Bergstraße | |||
| Datei:Heppenheim in HP.png | |||
Heppenheim (Bergstraße) ist die Kreisstadt des Kreises Bergstraße und liegt an der Bergstraße am Rande des Odenwaldes.
Inhaltsverzeichnis |
Heppenheim ist die südlichste Kreisstadt Hessens und liegt an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Das Stadtgebiet selbst befindet sich unterhalb der mittelalterlichen Starkenburg. Charakteristisch für das Stadtbild ist neben der Burg auch St. Peter, der „Dom der Bergstraße“ – so die volkstümliche Bezeichnung der großen, am 1. August 1904 eingeweihten katholischen Kirche, die kein Bischofssitz ist. Heppenheim liegt zentral an B 3, B 460 und A 5/A 67, fast auf halber Strecke zwischen Heidelberg und Darmstadt (Entfernung je etwa 29 km). Der größte See in Heppenheim ist der Bruchsee.
Die offizielle Bezeichnung der Stadt lautet „Heppenheim an der Bergstraße“. Im heimischen südhessischen Dialekt wird die Stadt auch Hepprum genannt.
„Bergstraße“ ist sowohl die Bezeichnung der von Darmstadt nach Heidelberg am Westrand des Odenwaldes bzw. Ostrand der Rheinebene verlaufenden Straße (heutige Bundesstraße 3), als auch der Landschaft in ihrer näheren Umgebung. Sie zeichnet sich durch ein außerordentlich mildes und sonniges Klima mit besonders früher Baumblüte aus.
Im Bereich des Stadtteils Ober-Laudenbach existiert eine hessenweit einzigartige Grenzkuriosität: Innerhalb des Gemeindegebietes finden sich zwei baden-württembergische Enklaven, von denen sich in einer eine weitere hessische Enklave befindet.
Heppenheim grenzt im Norden an die Stadt Bensheim, im Nordosten an die Gemeinde Lautertal sowie an die Stadt Lindenfels, im Osten an die Gemeinden Fürth, Rimbach, Mörlenbach und Birkenau (beide wie Fürth und Rimbach im Weschnitztal gelegen), im Süden an die badische Gemeinde Laudenbach (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg), im Südwesten an die südhessischen Städte Viernheim und Lampertheim sowie im Westen an die Stadt Lorsch.
Neben der Kernstadt besteht Heppenheim aus den Stadtteilen Unter- und Ober-Hambach, Kirschhausen (mit Ortsteil Igelsbach), Erbach, Sonderbach, Wald-Erlenbach, Mittershausen-Scheuerberg und Ober-Laudenbach, die im Zuge der hessischen Verwaltungsgebietsreform mit Wirkung zum 1. Januar 1972 nach Heppenheim eingemeindet wurden.
Heppenheim wurde 755 erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt war damals Mittelpunkt einer fränkischen Mark. Im Jahre 773 ging die Mark Heppenheim aufgrund einer Schenkung Karls des Großen in den Besitz des Reichsklosters Lorsch über, zu dessen Schutz im Jahre 1065 die Starkenburg über Heppenheim errichtet wurde. Das Kloster stand im Range eines Fürstentums. Heppenheim entwickelte sich im Laufe der Zeit zum verwaltungsmäßigen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Klostergebietes, verlor aber mit dem Niedergang des Klosters im 11./12. Jahrhundert wieder an Bedeutung. Im Jahr 1229 unterstellte Kaiser Friedrich II. die Starkenburg, 1232 auch Kloster Lorsch mit Heppenheim der Verwaltung der Erzbischöfe von Kurmainz. Unterbrochen durch eine kurpfälzische Pfandherrschaft von 1461 bis 1623 blieb Heppenheim bis zum Reichsdeputationshauptschluss des Jahres 1803 Mainzer Besitz; sodann wurde es hessisch (zunächst Hessen-Darmstadt, seit 1948 Bundesland Hessen).
Das Stadtrecht besteht mindestens seit 1318, das Marktrecht vermutlich schon seit der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Von 1265 (evtl. früher) bis 1803 war Heppenheim Sitz des Kurmainzer Amtes (Oberamtes) Starkenburg. Mit dem Erwerb durch Hessen-Darmstadt wurde das Oberamt Starkenburg aufgelöst. Heppenheim war nunmehr zunächst Sitz eines (stark verkleinerten) Amtes, seit 1821 Sitz des Landratsbezirkes Heppenheim und ab 1832 Kreisstadt des Kreises Heppenheim. Zwischenzeitlich, von 1848 bis 1852 Sitz des Regierungsbezirkes Heppenheim und ab 1938 Kreisstadt des Kreises Bergstraße, dem neben dem Kreis Heppenheim große Teile des damals aufgelösten Kreises Bensheim, nach dem Zweiten Weltkrieg auch die rechtsrheinischen Teile des Landkreises Worms zugeteilt wurden.
In den Jahren 1369 und 1693 (zuletzt aufgrund der französischen Verwüstungen im Pfälzer Erbfolgekrieg) wurde Heppenheim durch Stadtbrände fast völlig zerstört. Die beiden Weltkriege überstand die Stadt bis auf geringe Schäden beim Einmarsch der Amerikaner im März 1945 unversehrt.
Die „Heppenheimer Versammlung“, ein Treffen führender Liberaler am 10. Oktober 1847 im Hotel „Halber Mond“, war Auftakt der deutschen Revolution der Jahre 1848/49. Aufgrund dieses historischen Bezuges wurde die Freie Demokratische Partei (FDP) am 11. Dezember 1948 in Heppenheim gegründet.
In Heppenheim lebten jüdische Personen bereits im Mittelalter. Da die Stadt von 1232 bis 1803 zum Erzbistum Mainz gehörte, gab es immer wieder kirchliche Verfolgungsmaßnahmen gegen Juden. Bei der Judenverfolgung während der Pestzeit 1348/49 wurde das jüdische Leben in der Stadt vernichtet. Die Entstehung der neuzeitlichen Gemeinde geht in das 17. Jahrhundert zurück. Um 1900 lebten etwa 40 jüdische Familien mit 200 bis 300 Personen in der Stadt. Danach ging die Zahl durch Aus- und Abwanderung bis auf 113 Personen 1933 zurück. Der bekannteste Jude war der Honorarprofessor für Religionswissenschaft an der Frankfurter Universität und Zionist Martin Buber. Im Februar 1938 sah er sich zur Auswanderung gezwungen und emigrierte mit der Familie nach Jerusalem. Beim Novemberpogrom 1938 wurde sein Haus geplündert und dabei die 3.000 Bücher umfassende Bibliothek zerstört. Im Mai 1939 lebten noch 37 jüdische Personen am Ort. Im September 1942 wurden die letzten jüdischen Einwohner Heppenheims deportiert. Am Standort der ehemaligen Synagoge (Gedenkstätte) befindet sich eine Steinplatte mit den Umrissen der 1938 zerstörten Synagoge. Sie trägt die Inschrift: Hier stand die 1900 erbaute und 1938 zerstörte Synagoge. Auf einer Zusatz-Tafel „Im Gedenken an die Ermordeten“ werden 29 Namen ehemaliger Heppenheimer Juden genannt. Die psychiatrische Einrichtung in Heppenheim war an den nationalsozialistischen "Euthanasie"-Verbrechen beteiligt, und zwar als sogenannte "Sammelanstalt" für jüdische Psychiatriepatienten, d. h. als Zwischenstation auf dem Weg in die Gaskammer (neben Heppenheim auch Gießen). Darüber hinaus als Anstalt, aus denen Patienten in Mordanstalten oder in KZs verlegt wurden (neben Heppenheim auch Eichberg, Weilmünster, Herborn, Kalmenhof, Marburg, Merxhausen, Haina, Heppenheim, Gießen, Goddelau).
Heppenheim war seit 28. Mai 1942 Außenlager des Hauptlagers Dachau/KZ Natzweiler-Struthof. Die Schließung erfolgte am 18. Dezember 1942. Neueröffnung als Außenlager Heppenheim war am 15. Juni 1943, die endgültige Schließung erfolgte dann am 27. März 1945, mit der Besatzung durch US-amerikanische Truppen (Kriegsende Hessen). Die internierten Häftlinge übten in Heppenheim Tätigkeiten in der (SS-eigenen) Einrichtung Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung aus (Kommando Dachau).
Vom 18. bis 27. Juni 2004 war Heppenheim Ausrichter des alljährlichen Hessentages.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1666 | 1.066 |
| 1806 | 3.190 |
| 1861 | 4.599 |
| 1900 | 5.779 |
| 1925 | 7.693 |
| 1939 | 9.350 |
| 1950 | 13.111 |
| 1971 | 17.411 |
| 1975 | 23.793 |
| 2003 | 25.457 |
| 2008 | 26.792 |
Der starke Zuwachs zwischen 1971 und 1975 beruht auf den Eingemeindungen im Zuge der hessischen Verwaltungsgebietsreform im Jahre 1972.
1948 wurde in Heppenheim die Freie Demokratische Partei FDP gegründet [1][2].
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| 'Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 39,7 | 15 | 48,3 | 18 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 35,9 | 13 | 32,0 | 12 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 7,5 | 3 | 6,1 | 2 |
| GLH | Grüne Liste Heppenheim | 7,0 | 3 | 7,1 | 3 |
| FWHPINI | Freie Wähler Heppenheim PINI | 5,9 | 2 | 6,5 | 2 |
| WASG | Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative | 4,0 | 1 | – | – |
| gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 48,6 | 53,0 | |||
Bei der Stichwahl am 10. April 2005 konnte sich Gerhard Herbert (SPD) [3] gegen den Amtsinhaber Ulrich Obermayr (CDU) durchsetzen. Herbert übernahm das Amt des Bürgermeisters am 1. September 2005 von Obermayr, der 18 Jahre amtierte.
Die Heppenheimer Bürgermeister seit Erlass der Hessischen Gemeindeverfassung 1821:
| Amtszeit | Bürgermeister |
|---|---|
| 1821–1842 | Gottfried Piersch |
| 1843–1852 | Georg Neff |
| 1853–1863 | Gottfried Piersch |
| 1864–1869 | Georg Hamel |
| 1870–1874 | Johann Friedrich Weis |
| 1874–1887 | Lorenz Keßler |
| 1887–1910 | Wilhelm Höhn |
| 1910–1913 | Ludwig Lorenz Kohl |
| 1914–1924 | Anton Philipp Wiegand |
| 1925–1937 | Dr. Karl Schiffers (Zentrum/NSDAP)1 |
| 1937–1945 | Dr. Walter Köhler (NSDAP)2 |
| 1945 | Dr. Gustav König3 |
| 1945–1946 | Jakob Fleck (SPD)3 |
| 1946–1948 | Karl Hagen (CDU) |
| 1948–1954 | Otto Holzamer (FDP) |
| 1954–1973 | Wilhelm Metzendorf (parteilos) |
| 1973–1987 | Hans Kunz (CDU) |
| 1987–2005 | Ulrich Obermayr (CDU) |
| seit 1. September 2005 | Gerhard Herbert (SPD) |
1 Dr. Schiffers trat 1933 zur NSDAP über, um der neuen Entwicklung Rechnung zu tragen, bekam aber bald Schwierigkeiten mit der Partei und verlor deshalb 1937 sein Bürgermeisteramt.
2 Dr. Köhler übte das Bürgermeisteramt nur bis 1941 aus und wurde dann zur Wehrmacht eingezogen. Die Amtsgeschäfte führte während seiner Abwesenheit der Beigeordnete Franz Keil. Trotz Parteimitgliedschaft galt Dr. Köhler nicht als fanatischer Nationalsozialist, sondern als korrekter Bürgermeister.
3 Dr. König und Jakob Fleck wurden nach dem Einmarsch der Amerikaner 1945 jeweils kommissarisch zum Bürgermeister bestellt.
Seit 1924 (ab der Amtszeit von Karl Schiffers) wird das Bürgermeisteramt von einem Berufsbürgermeister ausgeübt.
Unter den Bürgermeistern sind besonders Wilhelm Höhn, Karl Schiffers und Wilhelm Metzendorf hervorzuheben, die die Stadt jeweils entscheidend vorangebracht haben.
Das Wappen ist geteilt und unten gespalten. Es zeigt oben den rot-silber gestreiften hessischen Löwen, wachsend nach rechts gewandt auf blauem Grund, mit goldener Krone und goldbegrifftem silbernem Schwert in der rechten Pranke. Im unteren rechten Feld befindet sich das rote Lorscher Nagelspitzkreuz auf silbernem Grund, unten links das Mainzer Rad, sechsspeichig silber auf rotem Grund.
Das der Stadt am 30. August 1913 durch Großherzog Ernst Ludwig verliehene Wappen symbolisiert die historischen Herrschaftsverhältnisse (Lorscher Besitz von 773 bis 1232, Mainzer Besitz bis 1803, seitdem hessisch), allerdings ohne Berücksichtigung der kurpfälzischen Pfandherrschaft von 1461 bis 1623. Das alte historische Wappen (z. B. auf dem 1645 veröffentlichten Merian-Stich dargestellt) zeigte einen sitzenden Bischof als Symbol der kurmainzer Herrschaft.
Partnerschaften bestehen mit folgenden Städten:
Seit 1956 besteht gemeinsam mit der Stadt Bubenreuth eine Patenschaft über Schönbach/Eger, Sudetenland.
Heppenheim hat derzeit (Stand 30.April 2008) 408 unter Denkmalschutz stehende Kulturdenkmäler. Eine Übersicht über alle Kulturdenkmäler der Stadt bietet die Liste der Kulturdenkmäler in Heppenheim. Eine Auswahl sei an dieser Stelle aufgeführt:
Heppenheim verfügt über einen weitgehend erhaltenen, in sich geschlossenen malerischen Altstadtkern mit einer Fläche von rund 6 ha, in dem sich bis auf die Starkenburg alle oben aufgeführten Sehenswürdigkeiten befinden. Die Altstadt ist von Fachwerkbebauung geprägt, die überwiegend im Zuge des Wiederaufbaues in den ersten Jahrzehnten nach der Zerstörung Heppenheims im Pfälzer Erbfolgekrieg 1693 auf den Überresten der mittelalterlichen Stadt entstanden ist. Von den in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weitgehend niedergelegten Stadtmauern sind allerdings nur Fragmente erhalten.
Wichtige jährlich wiederkehrende Veranstaltungen sind:
Die Heppenheimer Starkenburg-Sternwarte, eine Amateur-Sternwarte auf dem Schlossberg nahe der Starkenburg, hat sich auch überregional einen Namen in der Kleinplanetenforschung gemacht.
Heppenheim zählt zum wirtschaftlich starken Rhein-Neckar-Dreieck und ist zusammen mit verschiedenen Nachbarstädten und -gemeinden (u. a. Bensheim, Lorsch und Lautertal) im südhessischen Regionalplan als Mittelzentrum ausgewiesen.
Es verfügt über günstige Wirtschaftsdaten, auch im Verhältnis zu den ohnehin günstigen Daten des Rhein-Neckar-Raumes und der Region Starkenburg (überdurchschnittliche Erwerbstätigenquote und besonders hoher Akademikeranteil bei überdurchschnittlich hoher Kaufkraft der Wohnbevölkerung).
Heppenheim ist durch mehrere Buslinien mit Jugenheim, Grasellenbach und Mörlenbach verbunden. Der Bahnhof Heppenheim befindet sich mit zwei Gleisen der Main-Neckar-Bahn in der Stadtmitte und wird dadurch mit Heidelberg und Frankfurt am Main verbunden. Der Segelflugplatz liegt südwestlich der Stadt.
1899 wurde eines der ersten Elektrizitätswerke Europas in Heppenheim erbaut. Zwei Dampfmaschinen lieferten ab 1900 Strom für Heppenheim und Bensheim. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Industriebetriebe angesiedelt, etwa aus den Bereichen Maschinenbau (KLN Ultraschall AG ), Bergbau (Granitwerke Röhrig im Stadtteil Sonderbach), Textil- und Lebensmittelproduktion (u. a. große Produktionsstätte der Langnese-Iglo GmbH), analytische Industrie (WICOM). Später wurde das produzierende Gewerbe durch Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Marketing und Dienstleistungen ergänzt. An der B 3 befindet sich Nahe der Landesgrenze der seit 1932 bestehende Mineralbrunnenbetrieb Odenwald-Quelle.
Heppenheim ist eine Weinstadt, die zum Weinbaugebiet Hessische Bergstraße gehört. Mit etwa 450 ha Rebfläche war es ursprünglich das kleinste – seit der deutschen Wiedervereinigung das zweitkleinste –eigenständige Weinbaugebiet Deutschlands. Allein 230 ha Rebfläche – also rund die Hälfte – entfallen auf Heppenheim einschließlich der Stadtteile Hambach und Erbach. Sie werden unter der Großlagenbezeichnung „Heppenheimer Schlossberg“ mit den Einzellagen Centgericht, Stemmler, Steinkopf, Schlossberg, Maiberg und Eckweg verkauft (bis 2004 gab es auch noch die Einzellagenbezeichnung Guldenzoll).
Aufgrund des besonders günstigen Klimas und guter Bodenverhältnisse an der Bergstraße werden qualitativ sehr hochwertige, überwiegend trocken und halbtrocken ausgebaute Weine erzeugt. Hauptrebsorte ist der Riesling. Größter Produzent des Weinbaugebietes ist die Winzergenossenschaft „Bergsträßer Winzer eG“ mit Sitz in Heppenheim, die zugleich den größten Weinkeller Hessens besitzt. Das Bergsträßer Staatsweingut mit Sitz in Bensheim unterhält in Heppenheim den Hessischen Rebmuttergarten, eine frühere Rebzuchtanlage, deren Ziel die Bekämpfung der aus Amerika eingeschleppten, an der Bergstraße selbst allerdings erst 2005 aufgetretenen Reblaus durch Aufpropfen reblaussicherer Hybridenunterlagen auf edle Rebsorten war. An der Bergsträßer Winzer eG beginnt auch der 6,9 km lange „Erlebnispfad Wein und Stein“, der mit über 30 Stationen (webcam, Vino-Kino) durch die Weinlagen führt.
Im Stadtteil Ober-Hambach befindet sich die Odenwald-Schule. Sie ist die älteste deutsche Gesamtschule nach einem reformpädagogischen Konzept. Sie wurde 1910 von Edith Geheeb und Paul Geheeb eröffnet. Sie sollte Hand- und Kopfarbeit verbinden. Im Internat sind heute bis zu 250 Schüler vorübergehend beheimatet.
Das Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim wird von über ca. 1200 Schülern besucht.
Abtsteinach | Bensheim | Biblis | Birkenau | Bürstadt | Einhausen | Fürth | Gorxheimertal | Grasellenbach | Groß-Rohrheim | Heppenheim (Bergstraße) | Hirschhorn (Neckar) | Lampertheim | Lautertal (Odenwald) | Lindenfels | Lorsch | Mörlenbach | Neckarsteinach | Rimbach | Viernheim | Wald-Michelbach | Zwingenberg
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