Meinestadt.de - Heinsen - 24.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Holzminden | |
| Samtgemeinde: | Polle | |
| Höhe: | 90 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,63 km² | |
| Einwohner: | 932 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 50 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 37649 | |
| Vorwahl: | 05535 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HOL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 55 019 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Weserstr. 22 37649 Heinsen |
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| Bürgermeister: | Gerhard Halling (SPD) | |
Die Gemeinde Heinsen ist eine Gemeinde im Landkreis Holzminden in Niedersachsen (Deutschland). Sie gehört zur Samtgemeinde Polle.
Inhaltsverzeichnis |
Heinsen liegt an der Oberweser an einer landschaftlich hervorragenden Stelle des Weserberglands. Vom zum Ortsgebiet gehörenden Stollenberg aus kann man mehrere Weserschlingen überblicken. Weitere kleinere Erhebungen in der Umgegend sind Waul, Wilmeröder Berg, Hopfenberg und das Bruchholz. Nicht weit entfernt ist der Köterberg, der höchste Berg des Weserberglands.
Zu Heinsen gehört ein recht großes Waldgebiet, das in 2 Jagdbereiche eingeteilt ist. Begrenzt wird das Gebiet durch die Wälder die zu Stahle, Bödexen, Polle und Hummersen gehören.
Die Gemeinde Heinsen grenzt an die Orte Polle, Stahle, Forst, Bödexen und Hummersen.
Heinsen wurde im Jahre 832 als Higenhusen erstmals urkundlich erwähnt, später als Heienhusen bezeichnet. Prägend für das Dorf waren über die Jahrhunderte, neben den alteingessenen Bauernfamilien, Schifffahrt, Fischfang und Flößerei. Daraus leitet sich auch das Wappen ab, in dem Anker abgebildet ist.
1889 wird ein Schützenverein und 1919 ein Turn- und Sportverein (Tuspo) gegründet.
Im Zweiten Weltkrieg war in Heinsen ein kleiner Militärflugplatz sowie ein Leuchtturm in Betrieb.
Im Zuge der Gebietsreform kam Heinsen am 1. Januar 1973 vom Landkreis Hameln-Pyrmont zum Landkreis Holzminden.
Seit 2003 besteht ein Förderverein Personenfähre Heinsen e. V., der seit 2005 den Fährbetrieb in alter Tradition wiederaufleben ließ.
Von 1968 bis 2004 nahm die Bevölkerungszahl in Heinsen um 13,9 Prozent ab. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung betrug 41,8 Jahre (Stand 2003).
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Liborius
Bürgermeister von Heinsen ist Gerhard Halling (SPD).
Zwei Heinser Laienspielgruppen "Die Wittenburger" und "Simsalabim" führen seit Herbst 2004 jährlich Theaterstücke auf.
Die Wittenburger spielen meist schwarze Komödien wie "Arsen und Spitzenhäubchen" oder "Jerry ist tot!" und das neueste "Der eingebildete Kranke". Die Gruppe ist seit 2005 ein selbstständiger Verein.
Simsalabim führt Theater für Kinder auf, auch Kulturveranstaltungen, wie Karneval oder Mottoevents (Livekonzerte, Retroparty etc.) gehören zu den Angeboten des Vereins, der seit 2005 existiert.
Im Heimat- und Schifffahrtsmuseum wird eine Dokumentation der Geschichte des Ortes, der Entwicklung der bäuerlichen und handwerklichen Erwerbskultur, einer sehr frühen Kirchentradition und einer der damit verbundenen Schule sowie in einem Sonderteil eine Ausstellung zur Bedeutung der Schifffahrt für Heinsen gezeigt.
Die Liboriuskirche wurde um 1300 erbaut. Ein neuer hölzerner Turm wurde Ende des 16. Jahrhunderts erstellt und weitere Umbauten folgten bis ins 20. Jahrhundert.
Der Kalkofen ist eines der bedeutenden Bauwerke des Ortes und wurde in der Zeit zwischen 1999 und 2002 von einer achäologischen Schülergruppe des Campe-Gymnasiums in Holzminden, unter Mithilfe des Heimat- und Kulturvereins, des Arbeitervereins, der Gemeinde Heinsen, der Kreisarchäologie sowie der Jugenwerkstatt Holzminden restauriert und ist heute als Industriedenkmal geschützt. Der Kalk, der in Heinsen gebrannt worden ist, fand u. a. in Stadtmauern Verwendung und wurde bis nach Bremen auf der Weser von Heinser Schiffern verschifft. Früher gab es in Heinsen noch mehr Kalköfen, diese sind aber heute nicht mehr erhalten.
Auch einige ältere Fachwerkhäuser stehen unter Denkmalschutz. Außerdem führt die Familie Söffge seit rund 1000 Jahren eine Mühle in Heinsen.
Beliebtes Wanderziel ist die "Dicke Buche" im Bereich des "Bürstenkempen". Eine große Bank zur Rast ist direkt vor der Buche vorhanden, ein Pfad führt zu ihr, so dass man sie auch wirklich findet. Viele Heinser haben sich bereits in ihrer Rinde verewigt.
Die Grundlose: Teich im Ortsgebiet, der einer Sage nach grundlos ist. Versuche, sie auszuloten, sollen ein schlimmes Ende gefunden haben. An ihrem Zufluss trafen sich bis in die 1950er Jahre die Mädchen des Dorfes, um Wäsche zu waschen, Dorfklatsch auszutauschen und alte Geschichten weiter zu geben.
Findling am Ortsausgang in Richtung Wilmeröder Berg, aufgestellt anlässlich der 1150 Jahrfeier von Heinsen.
Weserpromenade mit Brotbackofen, Café und Personenfähre
Hier wäre an erster Stelle der TuSpo Heinsen 1919 e. V. zu nennen. Ein eigener Fußballbereich wurde vor einigen Jahren zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit aufgegeben und so bildete sich eine Spielgemeinschaft Wesertal heraus, die aus versch. Orten der Samtgemeinde Polle zusammengesetzt ist.
Der zweitgrößte Verein ist der Schützenverein von 1889 eV. Heinsen. Statistisch gesehen ist hier jeder 10. Einwohner Mitglied. Traditionelle Veranstaltungen: Königsschießen, Anbringen der Königsscheiben, Königs- und Sommerball, Schützenfest.
Herbstball, Königsball,Osterfeuer, Dorfturnier (Fußball erstes Wochenende im Juli), Weihnachtsmarkt an wechselnden Terminen.
Die Rathmann Elektrobau GmbH wurde 1925 von dem Klempnermeister Moritz Rathmann in Heinsen gegründet. 1952 übernahm sein Sohn der Elektromeister Friedrich Rathmann (+ 2004) das Unternehmen. Mit der Übernahme des Betriebes durch Dipl.-Ing. Friedrich Wilhelm Rathmann ab 1987 erfolgte die Firmenleitung in Händen der dritten Generation. Unter seiner Regie erfolgte die weitere Ausdehnung des Aufgabenfeldes der industriellen Anwendung und kooperiert eng mit der Symrise-Tochtergesellschaft Tesium und der OKAL Haus GmbH. Das mittelständische Unternehmen beschäftigt 30 Mitarbeiter.
Die Dipl.-Ing. Helfried Busche Bauunternehmen GmbH wurde 1984 gegründet.
Die Bundesstraße 83 verbindet Heinsen mit Holzminden und Bodenwerder.
Der Radweg R99 verläuft durch Heinsen und wurde im Zuge der Dorferneuerung, an der Heinsen teilnimmt, ausgebaut.
An der Fährstelle der ehemaligen Personenfähre an der Weser gibt es seit 2005 eine motorbetriebene Fähre für Personen und Fahrräder. Der Fährbetrieb wird von April bis Oktober vom Förderverein sichergestellt.
Ein kirchlicher Visitationsbericht (Kontrollbesuch nach der Reformation) erwähnt 1588 eine Küsterschule mit 10 Knaben in Heinsen. Die alte Küsterei an der Weser musste 1796 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Im Jahr 1795 gingen noch 64 Knaben und 75 Mädchen zur Schule. An der gleichen Stelle wurde ein neues Gebäude errichtet, das heute das Gemeindebüro beherbergt. Ab 1869 kam ein weiteres Schulgebäude für das 5. bis 8. Schuljahr gegenüber der Kirche mit einer Lehrerwohnung hinzu. 1870 wurden 223 Schüler unterrichtet. 1912 bis 1913 wurde am westlichen Ortsausgang Heinsens eine neue Schule gebaut und eine dritte Lehrstelle eingerichtet. Das Gebäude wird heute an der Hauptstraße 8 als Grundschule genutzt.
In und um Heinsen herum sind einige interessante Sagen entstanden, zu nennen wären da diese: Der Teufel auf der Wittenburg, der Klüngelhund, Grundlose, Der Schatz im Schäferskampe, Die weißen Frauen im Bruchholz.
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