Meinestadt.de - Hattorf am Harz - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||||
| Landkreis: | Osterode am Harz | ||||
| Samtgemeinde: | Hattorf am Harz | ||||
| Höhe: | 176 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 29,19 km² | ||||
| Einwohner: | 4391 (30. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 150 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 37197 | ||||
| Vorwahl: | 05584 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | OHA | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 56 008
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| Adresse der Verbandsverwaltung: | Otto-Escher-Str. 12 37197 Hattorf am Harz |
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| Webpräsenz: | |||||
Hattorf am Harz ist eine Gemeinde im Landkreis Osterode am Harz in Niedersachsen (Deutschland). Sie ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Hattorf am Harz mit den Gemeinden Elbingerode, Hattorf am Harz, Hörden am Harz und Wulften am Harz.
Hattorf am Harz liegt am südwestlichen Rand des Harzes bzw. am nördlichen des Rotenbergs und wird in Ost-West-Richtung von der Oder durchflossen, in die innerhalb der Ortschaft die von Nordosten kommende Sieber einmündet.
Im Jahre 952 wurde die Gemeinde erstmals in einer Urkunde des Klosters Pöhlde urkundlich erwähnt: König Otto I. der Große bestätigte in einer Urkunde die Stiftung des Klosters Pöhlde und schenkte diesem "tertiam partem villae Hattorpp" ("den dritten Teil des Dorfes Hattorpp"). Nach dem Tode des letzten Sachsenkaisers Lothar III. wurde Konrad, der Herzog von Franken, 1138 zum neuen Deutschen König gewählt, somit wurde die Herrschaftsdynastie der Hohenstaufer begründet. 1157 belehnte Kaiser Friedrich I. Barbarossa seinen Vetter Heinrich den Löwen mit dem Amt und Schloss Herzberg, damit begann auch für Hattorf die Herrschaft der Welfen, die bis in das Jahr 1866 andauerte. Später gab es ein in Hattorf ansässiges Geschlecht, genannt die Herren von Hattorf. Viel ist über diese aber nicht bekannt. Bekannt ist nur, dass am 29. November 1312 in einer Urkunde des Jacobi-Klosters zu Osterode ein Ritter namens Gunzelin Letgast den Brüdern Werner und Eckbert von Hattorf für eine Mark eine Wiese namens "Viehtrift" verkaufte. Diese besagte Wiese befindet sich in der Hattorfer Feldmark. Der Stammvater dieser Herren hieß ebenfalls Eckbert von Hattorf und wurde erstmalig 1241 urkundlich genannt. Dieser hatte zwei Söhne, Eckbert und Conrad von Hattorf, genannt werden sie 1263 und 1296. Eckbert war ein Ritter und hielt sich oft bei Herzog Heinrich von Braunschweig auf, sein Bruder Conrad aber war als Advokat auf der Burg Grona bei Göttingen angestellt. Als Söhne Conrads werden Conrad der Jüngere und Eckbert genannt. Conrad hatte den Rang eines „sacerdos“ ( Priesters) und sein Bruder Eckbert den eines „miles“ (Ritters) inne. In Erscheinung treten beide als Zeugen bei Beurkundungen 1304 und 1332 auf. Der Wohnsitz der Herren war eine Burg, die sich auf der Anhöhe gegenüber dem Petersberg befand. Bei Grabungen und Ausschachtungen wurden dort mehrmals Brandschutt und andere kleinere Artefakte gefunden. Auch in den frühen Kirchenbüchern wird eine "Pipesburgk" erwähnt, dieses könnte mit dem althochdeutschen und englischen Ausdruck "to peep" – Ausschau halten – zusammenhängen. Das Geschlecht der Herren von Hattorf verläuft sich in den späteren Jahrhunderten und wird erst im 18. und 19. Jahrhundert wieder erwähnt.
Das Wappen Hattorfs besteht seit 1952. Aus Anlass der Tausendjahrfeier wurde ein komplett neues Wappen erstellt und in diesem sollte das dörfliche Leben sowie die örtliche Wirtschaftsstruktur bildlich vereint sein. Nach den strengen heraldischen Regeln sind nur bestimmte Formen und Farben erlaubt. Die erlaubten Farben sind Rot, Blau, Grün und Schwarz sowie die beiden "Metalle" Gold und Silber (als Farben Gelb und Weiß). Um ein neues Wappen zu bekommen wurde ein Preisausschreiben beschlossen, mit dem Ziel, neue Entwürfe zu sammeln. Dies führte aber zu wenig Erfolg, so begab sich der Rat des Dorfes nach Alfeld zu einem Historiker, wo schließlich die Bestandteile des Wappens gewählt wurden:
Es gab aber bereits im 13. Jahrhundert ein Wappen, dieses wurde von den Herren von Hattorf getragen. Bestanden hat es aus einem roten Herz und darüber zwei oder drei Sternen. Leider sind davon keine Zeichnungen oder Bilder erhalten und überliefert worden.
Hattorf am Harz liegt in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 27, die von Göttingen in Richtung Braunlage führt. Ebenfalls ist Hattorf über die Bundesstraße 243 zu erreichen. Darüber hinaus liegt Hattorf mit eigenem Bahnhof direkt an der Südharzstrecke Göttingen (bzw.Northeim)–Nordhausen.
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