Donnerstag, 24.05.2012



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Hartmannsdorf-Reichenau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hartmannsdorf-Reichenau
Hartmannsdorf-Reichenau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hartmannsdorf-Reichenau hervorgehoben
50.81666666666713.575569Koordinaten: 50° 49′ N, 13° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Pretzschendorf
Höhe: 569 m ü. NN
Fläche: 28,31 km²
Einwohner: 1187 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01762
Vorwahl: 037326
Kfz-Kennzeichen: PIR
Gemeindeschlüssel: 14 6 28 150
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Unter Dorfstraße 82
01762 Hartmannsdorf-Reichenau
Bürgermeister: Reinhard Pitsch (parteilos)

Hartmannsdorf-Reichenau ist eine Gemeinde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen. Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Hartmannsdorf und Reichenau. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Pretzschendorf.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ortsteil Reichenau vom Frauensteiner Schloss

Hartmannsdorf liegt im östlichen Erzgebirge, etwa 35 km von Dresden entfernt, in der Nähe der Stadt Frauenstein. In der Nähe des Dorfes befindet sich die Wilde Weißeritz und die Talsperre Lehnmühle. Weitere Nachbarorte sind Hennersdorf, Röthenbach und der Geburtsort von Gottfried Silbermann, Kleinbobritzsch.

Geschichte

Hartmannsdorf wurde im 13. Jahrhundert von Bauern unter Führung eines sogenannten Lokators gegründet. Dieser warb "Deutsche Bauern aus Franken und Thüringen an, die dann unter dessen Leitung mit Weib und Rind auf ihren ochsen- und pferdebespannten Planwagen Einzug in unsere Heimat hielten ... nach diesem Lokator, hier demnach Hartmann, bekam der neue Ort in den meisten fällen seinen Namen" (Ortschronik von H.O.Schleinitz , 1931)

Ab 1346 gehörte es unter dem Namen Hartmannsdorf minor dem Bistum Meißen an. Auch wurde es als Hartendorf oder Kleinhartmannsdorf bezeichnet. Erst am 3. Juli 1860 erfolgte die endgültige Namensgebung durch eine Verordnung des Ministeriums des Inneren. Seitdem ist Hartmannsdorf amtlich Hartmannsdorf.

Im Jahr 1429 während des Hussitenkrieges, lagerten diese ein ganzes Jahr auf einer Erhöhung im Dorf. Dadurch blieb Hartmannsdorf im Gegensatz zu umliegenden Dörfern von der Zerstörung verschont. Der Berg trägt heute den Namen Hisselberg. 1542 gab es eine Heuschreckenplage: "Diese sind in großen Schwärmen, gleich dichten Wolken über das Land gezogen, sich auf den Feldern niedergelassen und Laub, Gras, Kraut, Getreide abgefressen und überall Flecken rot wie Blut zurückgelassen." Durch ein Erdbeben, den Dreißigjährigen Krieg und die Pest wurde die Bevölkerung um 1634 auf nur 33 Leute dezimiert. Von 1926 bis 1932 wurde die Talsperre Lehnmühle errichtet, die heute das Wappen der Gemeinde ziert.

Persönlichkeiten

  • Johann Christoph Arnold (* 10. März 1763 in Hartmannsdorf b. Frauenstein; † 6. August 1847 in Dresden), Buchhändler, Verleger

Gedenkstätten

Sehenswürdigkeiten

Ausflugsziele

In einem Nachbartal Hartmannsdorfs liegt die 1932 errichtete Talsperre, welche aufgrund ihrer geraden Gewichts-Staumauer eine Besonderheit darstellt. Sie dient dem Hochwasserschutz, sowie der Trinkwasserversorgung der Umgebung und auch für Dresden. Ihr Stauinhalt liegt bei 23 Millionen Kubikmetern. Die Staumauer ist 50m hoch und 520m lang.

  • Hartmannsdorfer Schweiz

Unterhalb der Talsperre befinden sich bis zu 20 m hohe Felsen, in welchen sich Teile der Dorfbevölkerung im Zweiten Weltkrieg versteckte.

  • Alte Schanze im Weißeritztal

Die alte Schanze (Name: Schanze der Zukunft) war noch vor 50 Jahren der Treffpunkt der Dorfjugend im Winter. Sie wurde innerhalb mehrerer Jahre von Hans Neubert aus Frauenstein erbaut, der diese mit anderen fleißigen Helfern und Skisprungbegeisterten in den Berg grub.

  • St.-Laurentiuskirche Hartmannsdorf

Die Kirche ist wahrscheinlich gleich bei der Besiedelung um 1200 als hölzernes Bauwerk errichtet worden, als schlichtes rechteckiges Gebäude und später dann in Stein ausgeführt. Die Kirche wurde bei Gründung des Ortes sofort mit in den Bebauungsplan aufgenommen, da sie mit in die Reihe der Hufen eingegliedert wurde. 1346 erste urkundliche Erwähnung in einem Matrikel des Bistums Meißen. 1512 Anbau der Apsis. 1743 und 1850 Anbau der Vorhallen.

  • Technisches Museum Weicheltmühle im Ortsteil Reichenau

Sport

Die Umgebung rund um Hartmannsdorf ist wie geschaffen zum Wandern. Es gibt viel zu entdecken, wie zum Beispiel das malerische Weißeritztal. Es gibt auch viele Strecken zum Freeride-Mountainbiken. Im Winter sind teilweise Langlaufloipen gespurt.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung

en:Hartmannsdorf-Reichenau eo:Hartmannsdorf-Reichenau nl:Hartmannsdorf-Reichenau ro:Hartmannsdorf-Reichenau ru:Хартмансдорф-Райхенау sv:Hartmannsdorf-Reichenau vo:Hartmannsdorf-Reichenau