Meinestadt.de - Handewitt - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | ||
| Kreis: | Schleswig-Flensburg | ||
| Höhe: | 43 m ü. NN | ||
| Fläche: | 77,73 km² | ||
| Einwohner: | 10.595 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 136 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahlen: | 24976, 24983 | ||
| Vorwahlen: | 04608, 04630, 0461 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | SL | ||
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 59 183
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| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 9 24983 Handewitt |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Arthur Christiansen (CDU) | ||
| Lage der Gemeinde Handewitt im Kreis Schleswig-Flensburg | |||
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Handewitt (dänisch: Hanved) ist eine amtsfreie Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.
Sie entstand am 1. März 2008 aus der Fusion der amtsangehörigen Gemeinden Handewitt und Jarplund-Weding und trat damit an die Stelle des gleichzeitig aufgelösten Amts Handewitt.
Inhaltsverzeichnis |
Die südschleswigsche Gemeinde Handewitt liegt 7 km westlich von Flensburg unmittelbar an der Staatsgrenze zu Dänemark. Das Gemeindegebiet umfasst die Ortschaften und Ansiedlungen Ellund, Ellundfeld, Gottrupel, Handewitt, Handewitt Kolonie, Handewitt West, Handewittfeld, Haurup, Hoffnung, Hüllerup, Jarplund, Timmersiek, Unaften, Weding und Westerlund.
Die ehemalige amtsangehörige Gemeinde Handewitt entstand 1974 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Handewitt, Ellund, Gottrupel, Timmersiek, Haurup und Hüllerup.
Handewitt wurde 1231 erstmals als Hanaewith (als Wald, in dem Hähne sind oder Wald des Hani interpretiert) erwähnt. Handewitt liegt am Heerweg, der Jütland in nord-südlicher Richtung durchquerte, was jedoch auch zu zahlreichen Überfällen auf das Gemeindegebiet führte.
Die Kirche, die weithin sichtbar auf dem Langberg steht, wurde im 13. Jahrhundert erbaut und 1883/84 nach einem Blitzschlag im neugotischen Stil erneuert. 1965 schuf Charles Crodel das Turmfenster und ein Kreuzigungsfenster für die evangelische Kirche.
Der Ortsteil Handewitt-Kolonie entstand 1761, als König Friedrich V. Menschen aus der Pfalz und Hessen im Ort ansiedelte, nachdem seine Ländereien zerstört worden waren.
Blasonierung: „Von Gold und Grün erhöht geteilt. Oben ein schreitender rot bewehrter, silbern bezahnter blauer Löwe, unten ein aus acht nach außen gestellten Blättern geflochtener goldener Eichenkranz.“[1]
Der Löwe verdeutlicht die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Kreis Schleswig-Flensburg und die Nähe zu Dänemark. Er wurde mit gleicher Bedeutung bereits im Wappen der alten Gemeinde Handewitt geführt. Die Farbgebung entspricht des des Kreises.
Der achtblättrige Eichenkranz symbolisiert die Vereinigung der acht ehemaligen Gemeinden, die die heutige Gemeinde Handewitt bilden. Die Farbgebung Grün und Gold und die Figur des Eichenblattes sind dem Wappen der ehemaligen Gemeinde Jarplund-Weding entnommen.
Blasonierung: „Auf dem in einen schmäleren gelben Streifen oben und einen breiteren grünen Streifen unten geteilten Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tinktur.“[1]
Die bis zum 29. Februar 2008 bestehende Gemeinde Handewitt führte seit 1988 ein Wappen mit folgender Blasonierung: „Von Gold und Blau erhöht geteilt. In verwechselten Farben oben ein schreitender Löwe, unten sechs mit den Halmen aneinander gestellte begrannte Getreideähren, die Halme überdeckt mit einem Hufeisen, dessen Stollen nach oben gekehrt sind.“[2]
Der Löwe und die Farbgebung versinnbildlichten die Zugehörigkeit zum Kreis Schleswig-Flensburg und dem ehemaligen Herzogtum Schleswig. Die sechs Ähren repräsentierten die Gemeinden aus denen die Gemeinde Handewitt 1974 in der damaligen Form gebildet wurde.
Das Hufeisen sollte an die frühere Existenz von Vieh- und Pferdemärkten in Handewitt erinnern und die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft der Gemeinde ausdrücken.
Seit 1994 führte Handewitt auch eine Flagge, deren Beschreibung wie folgt lautete: „Auf einem, in einen schmaleren gelben Streifen oben und einen breiteren blauen Streifen unten waagerecht geteilten Flaggentuch die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tingierung, etwas aus der Mitte zur Stange hin verschoben.“[2]
Handewitt unterhält seit 2004 (damals noch gemeinsam mit der ehemaligen Gemeinde Jarplund-Weding) eine Partnerschaft mit Salacgriva in Lettland.
Die wirtschaftliche Struktur ist nicht homogen. Ellund, Gottrupel, Haurup und Hüllerup sind vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, Timmersiek ist eher auf Wohnbebauung ausgerichtet. Aber auch die Zahl der Gewerbebetriebe und Dienstleistungsangebote im Gemeindegebiet steigt. Seit 1993 besteht die Wirtschaftsentwicklungsgemeinschaft Flensburg/Handewitt (WEG), ein Zweckverband, im Rahmen dessen die Stadt Flensburg und die Gemeinde Handewitt bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben zusammenarbeiten: Ein Gewerbegebiet auf Handewitter Boden wird partnerschaftlich aufgebaut und vermarktet.
Im Ortsteil Handewitt sind eine dänische Grundschule sowie eine Grund- und Hauptschule mit Förderzentrum und multifunktionaler Versammlungshalle ansässig. Weiterhin ist Handewitt Standort dreier Kindergärten, darunter ein dänischer, sowie einer öffentlichen Seniorenwohnanlage mit Sozialstation und zweier privater Seniorenwohnstätten.
Die Gemeinde ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt unmittelbar westlich der Bundesautobahn 7 (Flensburg–Haderslev), die das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung durchquert. Die Anschlussstelle Flensburg/Harrislee als letzte Ausfahrt vor der dänischen Staatsgrenze, ebenfalls im Gemeindebereich gelegen, ist etwa 3 km vom Ortsteil Handewitt entfernt. Nördlich verläuft die Bundesstraße 199 mit Verbindungen nach Schafflund und Flensburg.
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