Meinestadt.de - Hachenburg - 24.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Westerwaldkreis | |
| Verbandsgemeinde: | Hachenburg | |
| Höhe: | 350 m ü. NN | |
| Fläche: | 21,43 km² | |
| Einwohner: | 5759 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 269 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 57627 | |
| Vorwahl: | 02662 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 43 229 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Gartenstraße 11 57627 Hachenburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeister: | Peter Klöckner (SPD) | |
| Lage der Stadt Hachenburg im Westerwaldkreis | ||
| Datei:Hachenburg im Westerwaldkreis.png | ||
Hachenburg ist eine Stadt im Westerwald in Rheinland-Pfalz.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Koblenz und Siegen. Hachenburg ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.
Das Schloss, ehemaliger Sitz der Grafen von Sayn, wurde gegründet um 1180 durch den Grafen Heinrich II. von Sayn.
Der Bau der Burg wurde 1212 vollendet unter Graf Heinrich III., Sohn des Gründers. Derselbe wird auch als erster Besitzer von Stadt und Burg Hachenburg erwähnt. Unter ihm erfolgte gleichzeitig der Bau des benachbarten Zisterzienserklosters Marienstatt.
1314 erhielt Hachenburg, dessen Namen sich von einem, durch ein Dorngebüsch geschützten Burgberg herleitet, das Stadtrecht. Die ursprüngliche Siedlung lag nicht am 390 mNN. liegenden Burgberg, sondern im etwa 1,5 km entfernten, 100 Meter tiefer liegenden Tal des Rothbaches, an der Stelle des heutigen Ortsteiles Altstadt, das erstmals 1343 (zur Abgrenzung gegen das jüngere Hachenburg) urkundlich erwähnt wurde. Die dortige, um 1200 entstandene, romanische St. Bartholomäuskirche (heute eine evangelische Kirche), ist das älteste noch erhaltene Bauwerk Hachenburgs, gefolgt vom Steinernen Haus (Zur Krone) am Alten Markt im Stadtzentrum, aus dem 15. Jahrhundert. Die Schlosskirche entstand erst im späten 15. Jahrhundert und erlebte mehrere Umbauten bis zum 18. Jahrhundert. Die katholische Kirche Maria Himmelfahrt war zunächst die Kirche eines Franziskanerklosters aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die 1813 Pfarrkirche wurde. Im Mittelalter lag die Bevölkerungszahl Hachenbugs wohl nicht bei mehr als 500-1000 Bewohnern, im 17. und 18. Jahrhundert zwischen 1000 und 1500, erst nach dem 2. Weltkrieg erreichte die kleine Stadt zunächst 3000 und heute sogar eine Einwohnerzahl von fast 6000 Einwohnern.
Am 13. Oktober 1654 brannte beim einem großen Stadtbrand - neben großen Teilen der Innenstadt - auch die Burg nieder. Graf Salentin von Manderscheid und Graf Georg Friedrich von Sayn-Hachenburg bauten Stadt und Burg (nun aber als Barock-Schloss) wieder auf. Die Innenstadt hat noch heute die von ihnen angeordnete Gestalt. Die meisten der schönen Fachwerkhäuser der Friedrichstraße, der Herrnstraße, des Alten Marktes, der Perlgasse, der Mittelstraße, der Judengasse und der Wilhelmstraße stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das weitläufige Barockschloss wurde nach den Plänen des Architekten Julius Ludwig Rothweil in den Jahren 1715 bis 1746 erbaut. Es hat im 20. Jahrhundert mehrmals den Besitzer gewechselt. Seit einigen Jahrzehnten ist es nun aber Sitz der Ausbildungsstätte und Fachhochschule der Deutschen Bundesbank.
Im 2. Weltkrieg von Schäden weitgehend verschont hatte Hachenburg in früheren Jahrhunderten, beispielsweise durch mehrere Großfeuer(1400, 1439, 1484, 1541, 1594 und 1654) und durch Kriegseinwirkungen, vor allem im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) und in den beiden so genannten Koalitionskriegen (1792-1797 und 1799-1802) sehr zu leiden.
1799, nach dem Tode des letzten Burggrafen, fiel die Grafschaft an Nassau-Weilburg und Hachenburg verlor seinen Status als Residenzstadt.
Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Altstadt nach Hachenburg eingemeindet.
Der Judenfriedhof wurde erstmals 1587 als Judenkirchhof erwähnt. Noch heute sind 83 Gräber zu finden, darunter auch Doppelgräber. Die meisten der noch erhaltenen Grabstätten wurden vom Hachenburger Steinmetz und Bildhauer Wilhelm Sax (16. August 1891 - 26. Juni 1955) angefertigt. Weitere Steinmetzarbeiten stammen von Albert Mai (31.Dezember 1891 - 15.März 1976) und dessen Sohn Herbert Mai (geb. 5.März 1925), dem späteren Schwiegersohn von Wilhelm Sax. 1913 lebten in Hachenburg 126 Juden, 1932 waren es noch 99.
Der Stadtrat aus Hachenburg setzt sich aus 23 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeisters.
| SPD | CDU | Grüne | FDP | FW | Gesamt | |
| 2004 | 7 | 8 | 1 | 1 | 5 | 22 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)
Hachenburg gilt als die heimliche Kulturhauptstadt des Westerwalds. Zu diesem Ruf haben Einrichtungen wie das Landschaftsmuseum Westerwald und die hervorragend ausgestattete Stadtbücherei ebenso beigetragen wie die Veranstaltungen des Kulturkreis Hachenburg e.V., des Marienstatter Musikkreises und der kommunalen "Hachenburger KulturZeit".
Das Landschaftsmuseum Westerwald gehört zu einem Museumsdorf aus translozierten Westerwälder Häusern des 17., 18. und 19. Jahrhunderts. Die Gebäude und Sammlungen des Museums sollen über die Geschichte des Westerwaldes und seiner Bewohner informieren. Zu den Häusern gehören die Schule aus Obermörsbach inklusive einer komplett im Stil des 19. Jahrhunderts eingerichteten Schulstube, sowie eine Scheune aus Sainscheid, ein Mühlenwohnhaus und eine Ölmühle aus Frickhofen sowie ein Backhaus.
Hachenburg liegt an der Oberwesterwaldbahn nach Limburg und Au (Sieg). Von dort sind die Städte Köln, Siegen, Koblenz, Frankfurt am Main und Wiesbaden direkt zu erreichen.
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