Meinestadt.de - Großschwabhausen - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Weimarer Land | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Mellingen | |
| Höhe: | 319 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,16 km² | |
| Einwohner: | 1066 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 88 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99441 | |
| Vorwahlen: | 036454 036425 im OT Hohlstedt |
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| Kfz-Kennzeichen: | AP | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 71 025 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Am Hohlstedter Weg 3 99441 Großschwabhausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Jürgen Schaffarzyk | |
| Lage der Gemeinde Großschwabhausen im Landkreis Weimarer Land | ||
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Großschwabhausen ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Mellingen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Ersterwähnung von „Suabehusen“ findet sich in einem vor dem Jahr 815 anzusetzenden Hersfelder Güterverzeichnis. 876 wird „Svabohus“ im Ingelheimer Protokoll wegen des Zehntstreits in Thüringen genannt. Grundherr war im Mittelalter die Adelsfamilie Schwabhausen, deren Burg jedoch fast völlig verschwunden ist. 1350 fiel der Ort mit der Kirchbergschen Herrschaft Kapellendorf an die Stadt Erfurt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort schwer zerstört. Wirtschaftlichen Aufschwung brachte die 1876 erfolgte Eröffnung der Weimar-Geraer Eisenbahn.
Im Ort lebten in den 1930er-Jahren mehrere Familien, die der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas angehörten. Diese wurden 1935 wochenlang von aufgezogenen SA-Trupps diffamiert und terrorisiert. Einige wurden in der Folge vor Gericht gestellt und wegen „fortgesetzter staatsfeindlicher Tätigkeit“ zu Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt.[1]
Am 11. April 1945 wurde ein letzter Transportzug mit Häftlingen aus dem KZ Buchenwald auf dem Bahnhof des Ortes von US-Flugzeugen beschossen. Die SS-Wachmannschaft brachte sich in Sicherheit, während einige der Häftlinge erschossen wurden. Fünf von ihnen wurden auf dem Ortsfriedhof bestattet und später mit einem Gedenkstein geehrt. Die übrigen Häftlinge trieb die SS auf einem Todesmarsch weiter in Richtung Jena.
Am 1. Dezember 2007 wurde die im Jahr 958 erstmals als „Haholtestat“ erwähnte Gemeinde Hohlstedt mit ihrem Ortsteil Kötschau eingemeindet.
Südwestlich des Ortes befindet sich der so genannte Hain, ein geschützter Laubwald. Im Frühjahr finden sich hier vor dem Laubaustrieb flächendeckende Bestände des Märzenbechers (Leucojum vernum), vermischt mit Wald-Bingelkraut (Mercurialis biennis), Haselwurz (Asarum europaeum), Schlüsselblume (Primula elatior), später auch Türkenbund (Lilium martagon).
Im Wald befindet sich seit 1962 die Sternwarte Großschwabhausen, eine Außenstelle des Astrophysikalischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Diese steht auf einer Hochfläche und besitzt ein 90-cm-Spiegelteleskop vom VEB Carl Zeiss Jena.
Eine Stele aus dem Jahr 1984 an der Döbritscher Straße erinnert an die KZ-Häftlinge eines Todesmarsches aus dem KZ Buchenwald, die im April 1945 durch den Ort getrieben wurden.
Die Handballer des SV Fortuna Großschwabhausen konnten in der Saison 2006/2007 Erfolge aufweisen und neben dem Aufstieg in die Landesliga (Staffel 1), auch das Halbfinale des Thüringenpokals erreichen.
Die Fußballer konnten nach dem Aufstieg in die Bezirksliga im Jahr 2005 den Klassenerhalt sichern und sich im Mittelfeld der Liga etablieren. Vor Beginn der Saison 2007/2008 mussten sie in eine andere Staffel (Staffel 3) wechseln.
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