Meinestadt.de - Großenkneten - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Oldenburg | |
| Höhe: | 37 m ü. NN | |
| Fläche: | 176,17 km² | |
| Einwohner: | 13.756 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 78 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 26197 | |
| Vorwahlen: | 04435, 04487 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 58 007 | |
| Gemeindegliederung: | 19 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Markt 3 26197 Großenkneten |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Volker Bernasko (CDU) | |
Großenkneten ist eine große Flächengemeinde im Landkreis Oldenburg (Deutschland) und liegt zwischen den Flüssen Hunte und Lethe. Physiogeografisch wird sie der Wildeshauser Geest zugeordnet. Der Ort selbst - bestehend aus den Gemeindeteilen Ahlhorn, Huntlosen, Sage, Haschenbrok und Großenkneten - ist stark agrarisch geprägt, ist aber ebenfalls ein immer beliebter werdender Ort zum Wohnen für Auspendler nach Oldenburg.
Besonderheiten sind die in einem ausgedehnten Waldstück gelegenen Ahlhorner Fischteiche, deren Ufer auch dem Rohrkolben (auch Narrenkolben, Lampenputzer, Trommelschlegel genannt) eine Heimat bieten, sowie zahlreiche über das Gemeindegebiet verstreute Hünengräber.
Inhaltsverzeichnis |
Besiedelt war das Gebiet der heutigen Großgemeinde Großenkneten bereits zur Zeit des Neolithikums (8.000 - 2.000 v. Chr.). Aus dieser Zeit sind im Gemeindegebiet sogenannte Hünengräber der Megalithkultur erhalten. Zu nennen sind etwa das Großsteingrab Bakenhus zwischen Ahlhorn und Großenkneten, das Hügelgrab Huntlosen südöstlich von Huntlosen, das Großsteingrab Wittenhöge westlich von Huntlosen und das Hügelgräberfeld Hespenbusch östlich von Großenkneten. Weitere Hünengräber wurden entweder zerstört oder liegen auf Privatgrundstücken.
Die Ortschaften wie Großenkneten, Huntlosen, Döhlen und Sage wurden bereits im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt. 1933 wurde die damalige Gemeinde Huntlosen in die Gemeinde Großenkneten eingegliedert. Dadurch erhält Großenkneten seine heutige Ausdehnung.
Zwischen 1952 und 1957 betrieb Karl Poggensee und der von ihm gegründete Verein DAFRA (= Deutsche Arbeitsgesellschaft für Raketenangelegenheiten) nahe dem Gehöft Hespenbusch einen Startplatz für kleine Versuchsraketen mit einer Gipfelhöhe von einigen Kilometern. 1957 wurde das zur Verfügung stehende Areal zu klein und die Startaktivitäten nach Cuxhaven verlegt.
Im Gemeindeteil Sage befindet sich eine der weltgrößten, modernsten und umweltfreundlichsten Erdgasaufbereitungsanlagen. Hier wird das in Norddeutschland häufig vorkommende Sauergas gereinigt, indem der Schwefelwasserstoff entzogen wird. Betrieben wird sie von der Firma Exxon Mobil.
In den 1980er Jahren wurde Großenkneten überregional bekannt, als die ortsansässige Gruppe Trio auf ihre erste LP ihre Privatadresse in Großenkneten druckte ("Trio, Regenterstr. 10a, 2907 Großenkneten 2").
Am 10. September 1930 um 14:15 Uhr schlug im Ortsteil Bissel ein Meteorit ein. Es ist ein Teil des Meteorit Oldenburg, der in etwa 4 km Höhe oberhalb der Ortschaft Döhlen in mindestens zwei Hauptteile zerbrach, die in Bissel und Beverbruch (Gemeinde Garrel) niedergingen. Das Fragment 'Bissel' mit einem Gewicht von 4,84 kg befindet sich heute im Museumsdorf Cloppenburg, ist dort aber nicht öffentlich ausgestellt.
Großenkneten besteht aus den 20 Ortsteilen Ahlhorn, Amelhausen, Bakenhus, Bissel, Döhlen, Großenkneten, Hagel, Halenhorst, Haschenbrok, Hengstlage, Hespenbusch-Pallast, Hosüne, Huntlosen, Husum, Regente, Sage, Sage-Haast, Sannum, Steinloge, Westrittrum.
Die Gemeinde ist über die Bahnhöfe Huntlosen, Großenkneten und Ahlhorn an die Bahnstrecke Oldenburg–Osnabrück angeschlossen.
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