Meinestadt.de - Großenhain - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Meißen | |
| Höhe: | 122 m ü. NN | |
| Fläche: | 43,97 km² | |
| Einwohner: | 15.652 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 356 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 01558 | |
| Vorwahl: | 03522 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MEI (alt: RG, GRH) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 27 060 | |
| Stadtgliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptmarkt 1 01558 Großenhain |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Burkhard Müller (CDU) | |
Großenhain früher als Hayn bezeichnet, ist eine Große Kreisstadt in Sachsen an der Großen Röder im Landkreis Meißen. Der Bekanntheitsgrad der freundlichen Stadt im Grünen wurde durch die Landesgartenschau 2002 gesteigert.
Inhaltsverzeichnis |
Alle angrenzenden Gemeinden befinden sich im Landkreis Meißen: Ebersbach, Lampertswalde, Nünchritz, Priestewitz, Wildenhain und Zabeltitz.
Stadtteile: Zschieschen (1961), Mülbitz (1913), Großraschütz (1960), Kleinraschütz (1950), Naundorf (1937)
Ortsteile: Folbern (1999), Rostig (1995), Skassa (1994), Weßnitz (1995), Zschauitz (1994).
Großenhain liegt im Klimaeinflussbereich des Elbtales mit relativ milden Wintern und warmen Sommern. In Großenhain gibt es unterdurchschnittlich wenig Niederschlag, was dazu führte, dass der Großenhainer Flugplatz im Dritten Reich zum Ausweichflugplatz von Dresden ausgebaut wurde.
Großenhain wurde 1205 erstmals urkundlich erwähnt. Dabei wird das Getreidemaß mensura Haynensis genannt, das als Maßeinheit für Zinszahlungen mehrerer Dörfer festgelegt wird. Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte Großenhain eine wirtschaftliche Blütezeit vor allem aufgrund der vielen ansässigen Tuchmacher, die Waren für den Fernhandel produzierten. [2]
1828 gründete Karl Benjamin Preusker in Großenhain die erste Volksbücherei Deutschlands, die vaterländische Bürgerbibliothek. Zwei Jahre später rief er die gewerbliche Sonntagsschule ins Leben, aus der die heutige Berufsschule hervorgegangen ist. Außerdem legte Preusker privat eine der ersten ur- und frühgeschichtlichen Sammlungen in Sachsen an und vermachte sie dem späteren Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden. Damit gehört er zu den Begründern der sächsischen Archäologie. [3]
Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts war Großenhain fast ständig mit Garnisonen belegt, zuerst vor allem Infanterie, seit dem 19. Jahrhundert durchgängig Kavallerie, für die ab 1875 die Kaserne errichtet wurde. Das 1. Husaren-Regiment "König Albert" Nr. 18 war hier stationiert, dessen letzter Ehrenoberst König Friedrich August III. war, der in diesem Regiment auch seinen Militärdienst ableistete. Zwischen den Weltkriegen waren zwei Schwadronen Reichswehrkavallerie stationiert und während des zweiten Weltkrieges wurde eine Remonteschule eingerichtet. Das NVA-Panzer-Regiment 16 war bis 1992 in Großenhain stationiert.
Am 15. November 1913 wurde im Auftrag des Militärs der Bau eines Flugplatzes begonnen. Auf diesem landete bereits am 21. Februar 1914 das erste Flugzeug - eine in Leipzig gebaute DFW-Taube mit der Militärzulassungsnummer A 183.13. Seit 1914 gab es in Großenhain einen Militärflugplatz mit der „Flieger-Ersatz-Abteilung 6", die Piloten und Beobachter ausbildete. Zwischen 1914 und 1918 erfolgte hier die Ausbildung von ca. 60.000 Mann (andere Schätzungen gehen eher von 6.000 aus) zum Beobachter oder Piloten. Auch der berühmte Manfred von Richthofen wurde unter anderem hier zum Beobachter ausgebildet. Seither wurde der Flugplatz als Militärfliegerstation, Not- und Verkehrslandeplatz, Fliegerhorst der Luftwaffe, sowjetischer Militärflugplatz (Standort der 105. Jagdbomberdivision der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland, bis 1991) und danach bis heute wieder als Zivilflugplatz genutzt.
Im November 1918 wurde in Großenhain der erste Arbeiter- und Soldatenrat Sachsens gebildet.
Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt von Kampfhandlungen verschont. Am 22. April 1945 wurde Großenhain kampflos von der Roten Armee befreit.
Als Folge der Beschlüsse des Wiener Kongresses verlor das Kursächsische Amt Hayn (Großenhain) große Teile seines Gebietes. Das Amt zerfiel in Gerichtsbezirke, welche erst 1874 mit der Bildung der Amtshauptmannschaft Großenhain wieder vereint von Großenhain aus verwaltet wurden. 1939 erhielt die Amtshauptmannschaft Großenhain die reichseinheitliche Bezeichnung Landkreis.
Bei der Verwaltungsneugliederung und faktischen Auflösung der Länder in der DDR im Jahre 1952 wurde der Kreis Großenhain aus dem Ostteil des ehemaligen Landkreises Großenhain gebildet. Großenhain wurde die Kreisstadt.
Noch vor der Wiedervereinigung 1990 wurde der Kreis Großenhain ein Landkreis nach Maßgabe der neuen Kommunalverfassung der DDR vom 17. Mai 1990, die am 3. Oktober 1990 nach den Vorschriften des Einigungsvertrages zu sächsischem Landesrecht wurde.
Am 1. August 1994 entstand durch Zusammenlegung der Landkreise Riesa und Großenhain der Landkreis Riesa-Großenhain. Großenhain blieb weiterhin Kreisstadt. Am 1. August 2008 wurde der Kreis zusammen mit dem Landkreis Meißen (1996–2008) zum neuen Landkreis Meißen vereint, dessen Kreisstadt Meißen ist. Großenhain verlor nach über fünfzig Jahren den Kreisstadtstatus.
(ab 1960 31. Dezember):
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1834 bis 1960
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1981 bis 2002
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2003 bis 2007
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1 29. Oktober
2 31. August</small>
Großenhain ist mit seinen 16.500 Einwohnern eine Kleinstadt, die konservativ geprägt ist (starke CDU). Die größte politische Vereinigung ist mit ca. 60 Mitgliedern die CDU, gefolgt von der PDS und der SPD. Als neue politische Kraft trat zur letzten Stadtratswahl im Juni 2004 der von einem ehemaligen SPD-Mitglied angeführte Arbeitslosenverband. Während die CDU 47,4 % und 11 Mandate (+1) erzielte, verloren PDS (28,1 %, 6 Mandate (-1)) und SPD (8,1 %, 2 Mandate (-2)). Die FDP verbesserte sich zwar auf stattliche 6,8%, erzielte damit aber nur 1 Sitz. Der Arbeitslosenverband erhielt überraschend 9,6 % und 2 Mandate.
Oberbürgermeister (bis 31. Juni 2008 Bürgermeister) Burkhard Müller (CDU) amtiert seit 1993 (1. Direktwahl 1994) und wurde im Jahr 2008 mit über 81,7 % erneut bestätigt.
Großenhain unterhält eine Städtepartnerschaft mit Öhringen in Baden-Württemberg und Kecskemét in Ungarn.
Großenhain liegt an der Berlin-Dresdner Eisenbahn, der Cottbus-Dresdner Eisenbahn und an den Bundesstraßen B 98 und B 101.
Den ersten Eisenbahnanschluß stellte 1862 die Großenhainer Zweigbahn zur Leipzig-Dresdener Eisenbahn her. 1870 wurde die Strecke Strecke Cottbus – Senftenberg – Großenhain der Cottbus-Großenhainer Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet.
In Stadtgebiet von Großenhain befinden sich zwei Bahnhöfe, jedoch wird nur noch Großenhain Cottb Bf als Reisezughalt benutzt. Dort wurde auch eine moderne Übergangsstelle zum Stadt- und Regionalbusverkehr geschaffen. Die Strecke nach Ruhland über Lampertswalde und Ortrand wurde zwischen 1868 und 1870 gebaut und am 20. April 1870 eröffnet. Zwischen 1873 und 1875 wurde die Strecke zwischen Dresden und Elsterwerda über Großenhain Berl Bf gebaut am 17. Juni 1875 eröffnet. Am gleichen Tag wurde auch die Verbindungsbahn zwischen dem Cottbuser und dem Berliner Bahnhof eröffnet.
Nahverkehrslinien :
RE 15 Dresden Hbf – Großenhain Cottb Bf – Ruhland – Hosena – Hoyerswerda
RE 18 Dresden Hbf – Dresden-Neustadt – Großenhain Cottb Bf – Ruhland – Senftenberg – Cottbus
RB 31 Dresden Hbf – Großenhain Cottb Bf – Elsterwerda
Busverbindungen : neben zahlreichen Busverbindungen in die umliegenden Gemeinden gibt es auch Verbindungen nach Dresden, Riesa und Meißen
Gymnasium Großenhain, seit 2001 nach Werner von Siemens benannt |
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