Meinestadt.de - Griesheim - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Darmstadt-Dieburg | |
| Höhe: | 96 m ü. NN | |
| Fläche: | 21,41 km² | |
| Einwohner: | 25.769 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1204 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 64347 | |
| Vorwahl: | 06155 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DA | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 32 008 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Wilhelm-Leuschner-Straße 75 64347 Griesheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Norbert Leber (SPD) | |
| Lage der Stadt Griesheim im Landkreis Darmstadt-Dieburg | ||
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Griesheim ist eine Stadt in Hessen, westlich der Großstadt Darmstadt gelegen.
Inhaltsverzeichnis |
Griesheim grenzt im Osten an die kreisfreie Stadt Darmstadt und nord-westlich an den Landkreis Groß-Gerau mit der Stadt Riedstadt im Westen, der Stadt Groß-Gerau im Nordwesten und der Gemeinde Büttelborn im Norden. Ebenfalls nördlich von Griesheim liegt die Stadt Weiterstadt, südlich die Stadt Pfungstadt, die beide wie Griesheim selbst zum Kreis Darmstadt-Dieburg gehören.
Griesheim bestand ursprünglich nur aus dem eigentlichen Stadtkern, wurde jedoch 1977 durch die Angliederung des ehemaligen Darmstädter Stadtteils St. Stephan erweitert.
Griesheim wurde am 14. Juni 1165 erstmals mit eigenem Namen urkundlich erwähnt; in älteren (Schenkungs-)Urkunden ist von Ansiedlungen in diesem Gebiet bereits als nicht namentlich bezeichnetem „Zubehör“ zum Königshof Groß-Gerau die Rede.
Eine wichtige Einnahmequelle Griesheims war in früheren Zeiten der Weinanbau. Durch den Dreißigjährigen Krieg litt dieser jedoch heftig, und wurde im 18. Jahrhundert letztmalig erwähnt. Die Kriege im Mittelalter hinterließen in Griesheim ihre Spuren ebenso wie die Pest. Dies führte schließlich fast zur Ausrottung Griesheims. 1635 wurden nur noch 37 Einwohner gezählt.
Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelten sich Gewinnung von und Handel mit Tannensamen zu einem wichtigen Gewerbe in Griesheim.
1874 schloss die Gemeinde mit dem preußischen Kriegsministerium einen Vertrag über die Einrichtung eines Artillerie-Schießplatzes im Südwesten Griesheims. Im nördlichen Teil des Truppenübungsplatzes Griesheim errichtete August Euler 1908 den ersten Flugplatz Deutschlands, was im Jahre 1937 dazu führte, dass dieses Gelände nach Darmstadt ausgemeindet wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Griesheim durch vier Luftangriffe zu über 60% zerstört, und zahlreiche Zivilisten kamen ums Leben oder wurden verletzt. Nach dem Krieg stand Griesheim praktisch vor einem Nichts. Unter den Bürgermeistern Daniel Müller und Georg Bohl wurde die Stadt wieder aufgebaut.
Nach erfolgreichem Wiederaufbau bekam Griesheim am 12. September 1965 von der Hessischen Landesregierung die Stadtrechte verliehen.
Aktuelle Einwohnerzahl (Stand: Juni/Juli 2007) [1]:
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 59,6 | 22 | 64,6 | 24 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 28,2 | 10 | 27,6 | 10 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 7,4 | 3 | – | – |
| WGG | Wählergemeinschaft Griesheim | 4,8 | 2 | 7,7 | 3 |
| gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 44,0 | 49,7 | |||
Der derzeitige Bürgermeister ist Norbert Leber (SPD).
| Johannes Massing | 1882–1900 |
| Heinrich Zöller | 1901–1909 |
| Philipp Kunz | 1909–1917 |
| Georg Schüler | 1920–1929 |
| Philipp Feldmann | 1930–1938 |
| Friedrich Seibert | 1938–1945 |
| Daniel Müller | 1945–1952 |
| Georg Bohl | 1953–1967 |
| Hans Karl | 1968–1987 |
| Norbert Leber | seit 1987 |
Das Wappen besteht aus einem rotfarbenden Gerichtssiegel, das ein Hufeisen und darin eine Blumenblüte und einen Gänsefuß enthält. Der Gänsefuß hat sich aus der pfeilförmigen Tyr-Rune entwickelt. Die darüber dargestellte Blume ist eine Gerichtsrose, woraus geschlossen werden kann, dass Griesheim schon früh eine eigene Gerichtsbarkeit hatte.
Griesheim unterhält Städtepartnerschaften mit dem französischen Bar-le-Duc (seit 1975), mit dem ungarischen Gyönk (seit 1990) und mit dem sächsischen Wilkau-Haßlau (seit 1990). Am 18. Juni 2008 wurde die Partnerschaft mit Pontassieve (Toskana / Italien) besiegelt.
Direkt neben dem August-Euler-Flughafen liegt das Gelände der 1945 aufgelösten Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug (DFS). Hier stehen noch mehrere, seither ungenutzte Gebäude aus dieser Zeit.
Alljährlich findet in Griesheim einmal der Griesheimer Zwiebelmarkt statt. Zum ersten Mal fand dieses Volks-, bzw. Stadtfest damals noch unter dem Namen „Griesheimer Woche“, im Juli 1977 statt, um Alt- und Neubürger einander näher zu bringen und um alte Griesheimer Traditionen zu pflegen und darzustellen. Neben Kulinarischem und Attraktionen wird an vielen Ständen auch Livemusik geboten. Mittlerweile findet das Fest während des letzten oder vorletzten Septemberwochenende in der Griesheimer Innenstadt zwischen Waagenhalle und Hans-Karl-Platz statt. Ergänzend zur traditionellen Kirchweih (Kerb), an der neben dem alten Brauchtum vor allem kommerziell Interessierte, professionelle Schausteller mitwirken, geht man in Griesheim mit dem Zwiebelmarkt neue Wege. Ein Zusammenschluss verschiedener kleiner und großer Vereine sorgt in jedem Herbst für eine die gesamte Innenstadt durchziehende Amüsiermeile mit lokalen Spezialitäten und viel internationalem Flair.
Die B26 durchquert Griesheim der Länge nach. Sie bildet die verkehrstechnische Hauptachse der Stadt und verbindet sie insbesondere mit Darmstadt. Ein schmalspurige dampfbetriebene Nebenbahn nach Darmstadt wurde am 30. August 1886 in Betrieb genommen. Ab 1926 folgte der elektrische Straßenbahnbetrieb. Heute führen die Straßenbahnlinien 4 und 9 an der B26 entlang in die Darmstädter Innenstadt sowie in die unmittelbare Nähe des Darmstädter Hauptbahnhofs. An der Grenze zwischen Griesheim und Darmstadt liegt das Darmstädter-Kreuz, das die B26 mit der BAB 5 und der BAB 67 verbindet. Außerdem fahren die Buslinien 45 und 46 ab Griesheim in Richtung Riedstadt, Gernsheim, Groß-Gerau und Trebur. Die Bahnstrecke von Goddelau-Erfelden über Griesheim nach Darmstadt wurde 1869 eröffnet, 1901 zweigleisig ausgebaut und 1975 stillgelegt.
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