Mittwoch, 23.05.2012



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Grävenwiesbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grävenwiesbach
Grävenwiesbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grävenwiesbach hervorgehoben
50.3858333333338.4566666666667326Koordinaten: 50° 23′ N, 8° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Hochtaunuskreis
Höhe: 326 m ü. NN
Fläche: 43,16 km²
Einwohner: 5232 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61279
Vorwahl: 06086
Kfz-Kennzeichen: HG
Gemeindeschlüssel: 06 4 34 004
Adresse der Gemeindeverwaltung: Bahnhofsweg 2a
61279 Grävenwiesbach
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hellwig Herber (FWG)

Grävenwiesbach ist eine Gemeinde im Hochtaunuskreis im Bundesland Hessen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Grävenwiesbach liegt in 300 bis 600 Meter Höhe nördlich des Taunuskammes. Nächste größere Städte sind Wetzlar (20 km) im Norden, Limburg (32 km) im Westen und Frankfurt am Main (40 km) im Süden.

Nachbargemeinden

Grävenwiesbach grenzt im Norden an die Gemeinden Weilmünster (Landkreis Limburg-Weilburg) und Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis), im Osten an die Städte Butzbach (Wetteraukreis), und Usingen, im Süden und Westen an die Gemeinde Weilrod (beide im Hochtaunuskreis).

Gliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Grävenwiesbach, Heinzenberg, Hundstadt, Laubach, Mönstadt und Naunstadt.

Geschichte

Ortsteil Hundstadt

Grävenwiesbach wurde im Jahre 1280 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1326 gehörte der Ort zur Grafschaft, später Fürstentum Nassau-Weilburg mit dem es 1806 zum neu geschaffenen Herzogtum Nassau kam. 1866 wurde Grävenwiesbach preußisch.

Politik

Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,0 6 25,5 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 25,0 6 30,6 7
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,8 2 7,6 2
FDP Freie Demokratische Partei 3,2 1 2,5 0
FWG Freie Wählergemeinschaft Grävenwiesbach 37,0 8 33,9 8
Gesamt 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 49,6 57,6

Partnerschaften

Grävenwiesbach unterhält seit dem 6. September 1980 partnerschaftliche Beziehungen zu Wuenheim im Elsass.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bahnhof

Am 1. Juni 1909 erreichte die Taunusbahn von Bad Homburg über Usingen und weiter über die Weiltalbahn nach Weilburg auch Grävenwiesbach und schaffte so über die Homburger Bahn direkten Anschluss nach Frankfurt. Nachdem in Grävenwiesbach ab 1. November 1912 die Strecke nach Wetzlar (Solmsbachtalbahn) abzweigte, war der Bahnhof Grävenwiesbach ein kleiner Knotenpunkt geworden. Das war der Anfang einer bescheidenen Industrialisierung sowie der Beginn der Umorientierung hin zum Wirtschaftsraum Rhein-Main.

Auf der Strecke nach Weilburg wurde der Personenverkehr 1969 eingestellt, nach Wetzlar 1985. Auf einem Stück der Strecke nach Wetzlar wurde 1999 wegen der zu erwartenden guten Nachfrage der Betrieb bis Brandoberndorf wieder aufgenommen.

Heute ist Grävenwiesbach ein Betriebsmittelpunkt der von der Hessischen Landesbahn GmbH betriebenen Taunusbahn Bad Homburg–Usingen–Brandoberndorf, in den Zügen gelten die Fahrkarten des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).

Was den Straßenverkehr betrifft, so führt die Bundesstraße 456 direkt durch Grävenwiesbach, die Autobahn A5 Frankfurt – Kassel ist in ungefähr 25 km Entfernung über die Anschlußstelle Ober-Mörlen zu erreichen.


Bildung

In Grävenwiesbach gibt es lediglich eine Grundschule. Haupt- und Realschule sowie Gymnasium stehen in Usingen zur Verfügung.

Jugendherberge

Am Rande von Grävenwiesbach liegt die Richard-Schirrmann-Jugendherberge, eine von drei Jugendherbergen im Hochtaunuskreis. Bereits im Jahre 1937 wurde diese Jugendherberge geplant. Aber erst nachdem die Stadt Rüsselsheim ein Fünftel der Baukosten bereitstellte um einen Teil der Herberge als Schullandheim zu nutzen, konnte der Bau am 5. August 1964 eröffnet werden. Heute stehen 162 Betten in Zwei- bis Acht-Bettzimmern zur Verfügung.[1] Grävenwiesbach beheimatet zudem das Richard Schirrmann Privatmuseum, welches dem Gründer des deutschen Jugendherbergswerks, der in Grävenwiesbach seinen Lebensabend verbrachte, gewidmet ist. Nach Richard Schirrmann wurde auch eine Straße benannt, die Richard-Schirrmann-Straße.

Literatur

  • So war es einst. Grävenwiesbach im Wandel der Zeiten. Herausgeber: Heimatverein Grävenwiesbach e.V., ISBN 3-00-010271-X
  • Unsere Bahn. Herausgeber: Heimatverein Grävenwiesbach e.V.

Weblinks

Quellen

  1. Gudrun Schirrmann: Unsere Jugendherbergen; in: Ingrid Berg: Heimat Hochtaunus; Frankfurt 1988; ISBN 3-7829-0375-7, Seite 486
en:Grävenwiesbach

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