Meinestadt.de - Goldberg - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Parchim | |
| Amt: | Goldberg-Mildenitz | |
| Höhe: | 48 m ü. NN | |
| Fläche: | 27,36 km² | |
| Einwohner: | 3508 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 128 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 19399 | |
| Vorwahl: | 038736 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PCH | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 60 026 | |
| Stadtgliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Lange Straße 67 19399 Goldberg </br> |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peer Grützmacher | |
| Lage der Stadt Goldberg im Landkreis Parchim | ||
| Datei:Goldberg in PCH.PNG | ||
Goldberg ist eine Stadt im Landkreis Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist Sitz des Amtes Goldberg-Mildenitz, dem weitere sieben Gemeinden angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt an der Mildenitz am Rande der Sternberger Seenlandschaft. Die Stadt wird flankiert durch den Goldberger See im Osten, den Dobbertiner See im Nordwesten sowie den Großen Medower See im Süden. Goldberg ist dreiseitig vom Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide umgeben. Südlich der Stadt liegt die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide. Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Dobbertin, Neu Poserin, Wendisch Waren, Diestelow, Langenhagen und Techentin.
Zu Goldberg gehören die Ortsteile Lüschow, Medow, Rummelsberg und Steinbeck.
Das Gebiet um Goldberg war bereits in der Steinzeit besiedelt. Auch in der Bronze- und Eisenzeit sind durch Funde Siedlungen belegt. Bis in das 12. Jahrhundert war die Gegend von Wenden bevölkert. Im Jahr 1248 wurde dem Ort Goltberch das Stadtrecht durch Fürst Pribislaus verliehen, nachdem 1227 der Ort erstmals als Gols urkundlich erwähnt wurde. Die Goldberger Kirche wurde 1290 in gotischem Stil errichtet; der eckige Westturm stammt jedoch erst aus dem 15. Jahrhundert. 1316 erbaute Fürst Johann III. von Mecklenburg in Goldberg ein Schloss. Nach dessen Tod erlosch das Geschlecht, und das Besitzrecht ging an die Fürsten der Linie Werle-Güstrow über. Bereits 1331 ist eine Schule bezeugt.
Ein Großbrand im Jahre 1500 vernichtete Goldberg völlig. Die wiederaufgebaute Stadt blieb auch von den Wirren und Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges nicht verschont; sie musste Einquartierungen und die Pest über sich ergehen lassen. 1643 brannte die Kirche nach einem Blitzschlag aus; sie wurde aber bis 1650 unter Verwendung alter Steine wieder errichtet. Am Anfang des 18. Jahrhunderts war die Stadt oft Tagungsort bei regionalen Streitigkeiten. 1806 wurden tausende Preußen und Franzosen in Goldberg einquartiert (die Stadt hatte damals etwa 1000 Einwohner).
Eine Phase des Aufschwunges erlebte die Stadt nach 1817, als sich Goldberg nach der Erschließung einer eisenhaltigen Quelle als Kurbad (Stahlbad Goldberg) etablierte. Nach einigen Jahrzehnten starken Wachstums kam der Kurbetrieb nach 1900 jedoch wieder zum Erliegen.
Das Rathaus wurde 1828 errichtet, die Synagoge 1845. 1859 wütete eine Cholera-Epidemie in der Stadt. Bis 1870 war Goldberg an das Straßennetz nach Karow, Lübz und Crivitz angeschlossen. Der Bau der Bahnlinie von Wismar über Sternberg und Goldberg zum Knotenpunkt Karow 1887 erschloss neue Gewerbemöglichkeiten (1996 wurde der Personenverkehr eingestellt). Die größte Einwohnerzahl erreichte die Stadt 1948: 5140, darunter viele Umsiedler. Goldberg war von 1963 bis 1997 Garnisonsstadt. Von 1963 bis 1985 entstand eine größere Wohnsiedlung mit 768 Wohnungen in Plattenbauweise.
Nach 1990 wurden einige Gewerbebetriebe gegründet, viele Eigenheime gebaut, Wohnungen wurden saniert und einiges zur Erhaltung der Altbausubstanz getan. Innenstadt und Rathaus wurden im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert. Die Einwohnerzahl reduzierte sich von 1996 bis 2003 um über 800. Nicht nur die Schließung des Bundeswehrstandortes im Jahr 1997, sondern auch der Rückgang an Arbeitsplätzen in Landwirtschaft, Gewerbe und im Dienstleistungsbereich ließen die Arbeitslosenquote auf 18 bis 20 Prozent ansteigen. Das Unterzentrum Goldberg liegt landschaftlich sehr attraktiv und hat daher ein großes Potential an touristischen Entwicklungsmöglichkeiten.
Am 1. Januar 2005 fusionierte die vormals amtsfreie Stadt Goldberg mit dem ehemaligen Amt Mildenitz zum neuen Amt Goldberg-Mildenitz.
Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin festgelegt und unter der Nr. 160 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „In Gold auf grünem Hügel, dessen Seiten mit je einem grünen Kleeblatt besteckt sind; eine vierfach gezinnte rote Mauer mit zwei dreifach gezinnten Seitentürmen nebst je zwei betagleuchteten Fenstern; zwischen den Seitentürmen ein hersehender, gold gekrönter schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maul und schwarzen Hörnern.“
Das Wappen wurde 1998 von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick neu gezeichnet.
Die Flagge der Stadt Goldberg ist längsgestreift von Gold (Gelb), Rot und Gold (Gelb). Die goldenen (gelben) Streifen nehmen jeweils ein Sechstel der Höhe des Flaggentuchs ein. Der rote Streifen nimmt zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs ein und ist in der Mitte mit dem Stadtwappen belegt. Die Höhe des Wappenschildes verhält sich zur Höhe des Flaggentuchs wie 4:9. Höhe und Länge des Flaggentuchs verhalten sich zueinander wie 3:5.
Auf dem 45 Hektar großen ehemaligen Kasernengelände am Goldberger See am nördlichen Rand der Stadt soll mit einer Gesamtinvestition von ca. 125 Mio. Euro der Freizeitpark Discoveryland entstehen. Man hofft auf über dreihundert neu geschaffene Arbeitsplätze.
Über die Anschlüsse Krakow am See in 27 und Malchow in 23 Kilometern Entfernung ist Goldberg an die Bundesautobahn 19 (Berlin–Rostock) angebunden. Durch die Stadt führen die Bundesstraße 192 sowie weitere überregionale Straßen. Somit bestehen gute Verbindungen zu den Nachbarstädten Krakow am See, Lübz, Sternberg und Plau am See sowie zu den Städten Parchim, Güstrow und Schwerin. Die nächsten Bahnhöfe einer im Personenverkehr bedienten Bahnstrecke liegen im 15 Kilometer entfernten Karow und im 14 Kilometer entfernten Lübz an der Bahnstrecke Parchim–Waren. Der Personenverkehr auf der Wismar-Karower Eisenbahn von Blankenberg über Goldberg in Richtung Karow wurde 1996 eingestellt. Über den Regionalbusverkehr ist Goldberg an Parchim, Sternberg, Schwerin und Güstrow angebunden.
Der Friedhof der Jüdischen Gemeinde in Goldberg existiert nicht mehr. Er befand sich an der Güstrower Straße. Bis 1920 fanden Beisetzungen statt. Die Friedhofsfläche umfasste 7,42 ar. 1950 verkaufte die Jüdische Landesgemeinde das Grundstück an die Stadt. Wegen seines angeblich schlechten Erhaltungszustandes wurde der Friedhof 1953 eingeebnet und das Gelände als Garten verwendet.
In Goldberg gibt es eine Ortsgruppe des Naturschutzbund Deutschland (NABU), die sich neben Pflanzaktionen besonders der Fledermaus-Erfassung und -Quartierbetreuung verschrieben hat.
Im Jahr 2003 hat sich der Goldberger Altstadtverein e.V. gegründet. Er setzt sich für die Erhaltung der historischen Goldberger Altstadt ein.
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