Meinestadt.de - Gerstungen - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Wartburgkreis | |
| Höhe: | 205 m ü. NN | |
| Fläche: | 75,51 km² | |
| Einwohner: | 6194 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 82 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99834 | |
| Vorwahl: | 036922 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WAK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 63 097 | |
| Gemeindegliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Wilhelmstr. 53 99834 Gerstungen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Hartung | |
| Lage der Gemeinde Gerstungen im Wartburgkreis | ||
| Datei:Gerstungen in WAK.png | ||
Gerstungen ist eine Gemeinde im Wartburgkreis, Thüringen, Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Gerstungen liegt an der Grenze zu Hessen an der Werra und der A 4 zwischen dem Richelsdorfer Gebirge im Westen und dem Naturpark des Thüringer Walds im Osten.
Für die Frühgeschichte Gerstungens liegen keine schriftlichen Nachweise vor. Die Endung -ungen deutet, wie die ähnliche Endung -ingen, auf eine germanische Gründung hin, doch lässt sich diese nicht sicher nachweisen. Eine im Codex Eberhardi, welcher aus dem 12. Jahrhundert stammt, erwähnte Schenkung Gerstungens an das 744 gegründete Kloster Fulda durch den fränkischen König Karlmann gilt als erste urkundliche Erwähnung. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde vom Bistum Fulda das Amt Gerstungen geschaffen. In Folge eines Brandes musste die Katharinenkirche 1588 erneuert werden, ihr Vorgängerbau an gleicher Stelle gelegen, diente auch als Burgkirche.
Während des Zweiten Weltkrieges mussten 550 Kriegsgefangene aus der Sowjetunion beim Bau der Autobahnbrücke über das Richelsdorfer Tal Zwangsarbeit verrichten. Weitere 90 Arbeitskräfte waren bei kleineren Firmen und in der Landwirtschaft eingesetzt. 53 Arbeitskräfte mussten in Oberellen zwangsarbeiten. An 107 Todesopfer der Zwangsarbeit erinnert seit 1977 ein Mahnmal auf dem Friedhof von Untersuhl.[2]
Gerstungen hatte von 1952 an den drittgrößten Grenzbahnhof der DDR.
Das teilweise redende Bild ist seit dem 18. Jahrhundert in den Siegeln der Gemeinde zu finden. Das Gerstunger Wappentier - der Storch - horstet von Alters her in Gerstungen auf dem Schloss. Außerdem symbolisiert er die typische Pflanzen-Tier-Gemeinschaft (Flussniederung mit Lachen). Der Halm im Schnabel des Vogels ist Gerste, diese ist im Ortsnamen enthalten und wird, seitdem hier Ackerbau betrieben wird, angebaut. Stroh steht für das Storchennest auf dem Schloss; der grüne Grund symbolisiert die Werraniederung und das Wellenband die Werra - das Wellenband soll die Ortsteile Neustädt und Sallmannshausen vertreten [3]
(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2005)
Gerstungen war früher innerdeutscher Grenzbahnhof an der Thüringer Bahn. Bis der Grenzbahnhof 1990 außer Betrieb genommen wurde, verfügte dieser über mehr als 25 Gleise, mehrere überdachte Bahnsteige sowie ein Bahnbetriebswerk mit drei Lokschuppen und Wasserturm.
Seit Dezember 2006 befährt die cantus Verkehrsgesellschaft die Regionallinie Eisenach–Gerstungen–Bebra.
Gerstungen liegt an der Bundesautobahn 4 Frankfurt am Main-Dresden mit einer nach dem Ort benannten Auffahrt. Wegen der unvollendeten Talbrücke bei Wommen konnte der Verkehr im Abschnitt Gerstunger Zipfel erst Anfang der 1990er Jahre aufgenommen werden, zuvor wurde dafür auf hessischer Seite die B 400 als Umgehungsstraße genutzt.
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