Mittwoch, 23.05.2012



Lexikon Suche


Geroda (Unterfranken)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Geroda
Geroda (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Geroda hervorgehoben
50.2830555555569.9442Koordinaten: 50° 17′ N, 9° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bad Brückenau
Höhe: 442 m ü. NN
Fläche: 16,79 km²
Einwohner: 933 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97779
Vorwahl: 09747
Kfz-Kennzeichen: KG
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 126
Marktgliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Marktverwaltung: Kirchberg 2
97779 Geroda
Webpräsenz:
Bürgermeister: Manfred Emmert (FWG)

Geroda ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Geroda liegt im Naturpark Bayerische Rhön, im Thulbatal, an den südlichen Ausläufern der so genannten Schwarzen Berge.

Gemeindegliederung

Geroda teilt sich in den Ort Geroda und in den Ortsteil Platz, der bis in die 70er Jahre hinein selbständig war. Im Zuge der Bayerischen Gemeindereformen 1972 ging das Marktrecht des ehemaligen Marktes Platz auf die neue Gemeinde Geroda über.

Geschichte

Der Name "Geroda" kommt vom Frühneuhochdeutschen "Ger" für Speer und "Roda" für Rodung und beschreibt eine keilförmige Rodung. Im 12. Jahrhundert wurde eine erste Kirche gebaut. Im Spätmittelalter war das Dorf in zwei Hälften geteilt, die Fuldaer Bischöfe belehnten eine Hälfte an die Familie von Bibra, die andere wechselte den Besitz zwischen Mainz, Thüngen und von der Tann. Durch seine Lage an einer Handelsstraße wurde es in Kriegen wie dem Dreißigjährigen Krieg immer wieder von durchziehenden Armeen heimgesucht.

Mindestens seit dem 19. Jahrhundert waren jüdische Familien im Ort ansässig, welche im Jahre 1907 eine Synagoge errichteten. Diese wurde beim Novemberpogrom 1938 durch SA-Männer verwüstet, woran heute eine Gedenktafel erinnert.[1]

Politik

Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat von Geroda hat 9 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

Freie Wählergemeinschaft Geroda Parteilose Wählergemeinschaft Platz Gesamt
2008 6 3 9 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen

Blasonierung
Durch eine eingeschweifte silberne Spitze, darin ein schwebendes schwarzes Tatzenkreuz, gespalten von Blau und Rot; vorne ein mit drei Ringen belegter silberner Schrägbalken, hinten ein gekrümmter silberner Fisch.

Wappengeschichte
1971 wurde aus der ehemaligen Gemeinde Geroda und dem Markt Platz die Marktgemeinde Geroda gebildet. Geroda gehörte his 1803 zur Abtei Fulda, worauf im Wappen das fuldische Tatzenkreuz hinweist. Die Marktgemeinde Platz gehörte dagegen zum Hochstift Würzburg. Die Grundherrschaft in beiden Gemeinden gehörte dem Würzburger Juliusspital. Dieses veranlasste 1802 die Markterhebung der Gemeinde Platz. Im Wappen weist auf das Juliusspital der silberne Schrägbalken in Blau mit den drei blauen Ringen hin. Das Wappen des Spitals ist auch das Wappen seines Gründers Bischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573 - 1617). Der silberne Fisch ist dem Familienwappen der Freiherrn von der Tann entnommen.
Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 10. Dezember 1980 verliehen

Regelmäßige Veranstaltungen

Mitte Juni findet immer die Geröder Droohdeseldour und der "Geröder Walking Lauf" statt. Der Weblink dazu: droohdeseldour

Einzelnachweise

  1. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 142

Weblinks

Commons Commons: Geroda – Bilder, Videos und Audiodateien
en:Geroda

eo:Geroda (Malsupra Frankonio) id:Geroda it:Geroda (Baviera) nl:Geroda (Neder-Franken) pl:Geroda (Bawaria) ro:Geroda (Unterfranken) ru:Герода (Нижняя Франкония) vo:Geroda (Bayern)