Meinestadt.de - Germaringen - 23.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Ostallgäu | |
| Höhe: | 654–718 m ü. NN | |
| Fläche: | 22,88 km² | |
| Einwohner: | 3800 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 166 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 87656 | |
| Vorwahl: | 08341 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OAL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 77 130 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Gemeinde Germaringen Westendorfer Str. 4a 87656 Germaringen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Kaspar Rager (Freie Wgem. Untergermaringen) | |
Germaringen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu.
Inhaltsverzeichnis |
Germaringen liegt in der Planungsregion Allgäu (Landkreis Ostallgäu)
Es existieren folgende Gemarkungen: Ketterschwang, Obergermaringen, Untergermaringen, Schwäbishofen.
Ortsteile sind (in Klammern: Einwohner am 31. Dezember 2007): Obergermaringen (2504), Untergermaringen (789), Ketterschwang (410), Schwäbishofen (17) und Riederloh (53)
Zur nahe gelegenen Stadt Kaufbeuren sind es 7 km, nach Bad Wörishofen 15 km, der nächstgelegene Autobahnanschluss zur A 96 Lindau – München bei Buchloe ist 14 km und die Stadt Buchloe selbst ist 18 km entfernt. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Kaufbeuren mit Anschlüssen nach München, Lindau und Oberstdorf.
Germaringen gehörte zur Freien Reichsstadt Kaufbeuren. Zu Germaringen gehörten die Gemeindeteile Ober- und Untergermaringen sowie das Riederloh. Ketterschwang kam im Jahr 1803 durch die Säkularisation der Reichsabtei Irsee (der der gesamte Ort bis auf den Weiler Schwäbishof gehörte) an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden. Durch die Gebietsreform in Bayern wurden Germaringen und Ketterschwang zusammengelegt.
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden gezählt:
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* 31. Dezember 2007; vor 1970 ohne Schwäbischhofen und Riederloh; Quelle: Gemeinde Germaringen
Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Bei der Gemeinderatswahl vom 2. März 2008 ergab sich folgende Sitzverteilung:
| Bürgerblock Obergermaringen | 10 Sitze |
| Freie Wählergemeinschaft Untergermaringen | 4 Sitze |
| Freie Wählergemeinschaft Ketterschwang | 2 Sitze |
Quelle: Gemeinde Germaringen
Bürgermeister ist Kaspar Rager (Freie Wählergemeinschaft Untergermaringen).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2006 umgerechnet 1.600 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.243 T€. Im Jahr 2007 lag die Pro-Kopf Verschuldung bei 351 Euro/Einwohner.
Germaringen hat mit der französischen Gemeine La Verrie in der Vendée 1992 bzw. 1994 einen Partnerschaftsvertrag geschlossen. Doch schon seit 1976 finden regelmäßige Besuche im 4-Jahres-Rhythmus der Gemeinden statt. Im Jahre 2000 wurde das Partnerschaftsdenkmal in Germaringen offiziell eingeweiht. 2001 wurde die 25-jährige Freundschaft gefeiert. Beim Besuch im Jahr 2008 wurde am Gemeindeamt die Skultpur der Partnerschaft (Titel: Freundschaft überwindet Grenzen) feierlich eingeweiht. Die Skulptur besteht aus zwei geschungenen Stehlen, welche für die gemeinsame Geschichte der beiden Länder Deutschland und Frankreich stehen. Die französische Säule ist blau und die deutsche ist golden, beides Farben der Landesflaggen. Beide Staaten schufen durch ihre Aussöhnung das Fundament für die europäische Einigung und haben jeweils drei entscheidende Begriffe als Wahlspruch formuliert, die immer Gültigkeit haben werden. Für Frankreich steht: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. In Deutschland heißt es: Einigkeit, Recht, Freiheit. Diese fundamentalen Worte stehen als Grundlage des Miteinander auf der dreiseitigen Granitplatte, welche die Skulptur der Partnerschaft trägt.
Das Landschafts- und Ortsbild ist wesentlich von den Kirchen mitgeprägt. Nennenswert sind St. Georg auf dem Georgiberg in Untergermaringen und St. Wendelin in Obergermaringen.
Zur St. Georgskirche pilgerten noch vor einigen Jahrzehnten Gläubige am Georgifest (23. April) aus der Umgebung, der Zugangsweg auf den Berg ist gesäumt von alten Linden und sechs gemauerten Wegstationen aus dem 17. Jahrhundert.
Mauern und der Apsis der Kirche sind aus Tuffquadern stammen aus der Welfenzeit um 1180. Der Satteldachturm in Ziegelsichtbauweise wurde erst im 15. Jahrhundert. errichtet. Der Bau wurde 1966-1970 umfassend renoviert und weitgehend in den ursprünglichen romanischen Baustil mit entsprechender Ausstattung zurückgeführt. Dabei wurde ein romanisches Apsisfresco mit einem Christus umgeben von einer spitzen Mandorla freigelegt.
St. Wendelin in Obergermaringen wird bereits im 16. Jahrhundert als Wallfahrtskirche zum Hl. Wendelin schriftlich erwähnt. An Stelle der ursprünglichen Kapelle wurde 1697 mit dem Bau einer Barockkirche begonnen. Der Bauplan stammt wahrscheinlich von dem Wessobrunner Baumeister und Stukkateur Johann Schmuzer. 1727 wurde der Bau mit zwei Kuppeltürmen fertiggestellt.
Im Inneren der Kirche sind eine Fülle von Wand- und Deckengemälden sowie reichhaltige Stukkaturen von Wessobrunner Meistern erhalten. An den Wänden sind zahlreiche Fresken mit Darstellungen aus dem Leben und der Legende des Hl. Wendelins. Die Gewölbefelder schmücken Gemälde mit Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament, umrahmt von üppigen Stuckornamenten.
In der Kirche bewahrt wird eine Reliquie des Hl. Wendelins. Noch heute kommen Pilger zu Wallfahrten. Der traditionelle Wendelinsritt wurde wieder ins Leben gerufen und findet alle drei Jahre statt. Der erste große Nachweisbare Umritt mit Pferden und Gespannen fand am 12. Juni 1924 zum 1.300-jährigen Todestag des Viehpatrons statt. Jedes Jahr zum Wendelinsfest im Oktober (Dienstag nach Kirchweih) finden auch Viehsegnungen statt. Der Heilige Wendelin wird nach wie vor von der Obergermaringer Kirchengemeinde sehr verehrt. Dazu finden Wallfahrten und Hirtenfeste statt. Immer am Ostermontag findet zu Ehren des Heiligen Wendelin ein Festgottesdienst mir Reliquienverehrung statt.
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 25, im Produzierenden Gewerbe 387 und im Bereich Handel und Verkehr 128 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 115 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.139. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 69 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.993 ha. Davon waren 625 ha Ackerfläche und 1.367 ha Dauergrünfläche.
Bedeutende ansässige Unternehmen:
Der Ortsteil Obergermaringen ist direkt an die Bundesstraße 12 angebunden.
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2007):
Im Jahr 2005 erschien die Germaringer Chronik. Ein umfassendes Werk über die Geschichte des Ortes und aktuelle Informationen mit 448 Seiten ist in der Gemeindeverwaltung Germaringen erhältlich.
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