Meinestadt.de - Georgensgmünd - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Roth | |
| Höhe: | 358 m ü. NN | |
| Fläche: | 46,96 km² | |
| Einwohner: | 6696 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 143 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91166 | |
| Vorwahl: | 09172 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RH | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 76 121 | |
| Gemeindegliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Bahnhofstraße 4 91166 Georgensgmünd |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Eva Loch (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Georgensgmünd im Landkreis Roth | ||
| Datei:Georgensgmünd im LK Roth.png | ||
Georgensgmünd ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Roth.
Georgensgmünd liegt im Herzen des Fränkischen Seenlandes am Zusammenfluss von Fränkischer Rezat und Schwäbischer Rezat zur Rednitz und ist Teil der Metropolregion Nürnberg.
Inhaltsverzeichnis |
Seit der Gebietsreform 1972 besteht die Gemeinde aus folgenden Ortsteilen:
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Erstmals urkundlich erwähnt wurde Georgensgmünd im Jahre 1304. Der Ort blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. An wichtigen Handelsstraßen gelegen, zogen Gewerbetreibende und Reisende durch den Ort. Immer wieder verweilten Menschen in Georgensgmünd, so dass Ende des 16. Jahrhunderts eine stattliche Zahl Juden in den Ort kamen und sich sammelten. Die Synagoge und der Judenfriedhof sind Zeugnisse aus dieser Zeit. Die Herren von Hausen, ein niederes Adelsgeschlecht aus Weiboldshausen, waren seit 1292 Lehensmänner des Nürnberger Burggrafen. Ihnen gehörten bis 1548 etliche Güter in und um Georgensgmünd. Sie besaßen zudem Patronatsrecht für St. Georg. Ihr Wappen ist ein roter Steinbock mit schwarzen Hörnern auf goldenem Grund. Von 1548 bis 1792 gehörte Georgensgmünd zum Markgraftum Brandenburg-Ansbach. 1792 wurde das markgräfliche Gebiet zunächst preußisch und 1806 bayerisch.
Der Gemeinderat besteht aus 20 Mitgliedern.
Erste Bürgermeisterin ist seit 2008 Eva Loch (CSU).
Das Wappen von Georgensgmünd stellt drei charakteristische Elemente der Gemeinde auf silbernem Grund dar. Ein blauer Wellengöpel in der Mitte symbolisiert den Zusammenfluss von Fränkischer und Schwäbischer Rezat. Links ein rotes, schwebendes Balkenkreuz deutet das Kreuz von St. Georg an, dem Schutzpatron der Ritter und Burgen. Rechts betonen die beiden übereinanderstehenden Hopfendolden am Stiel die Bedeutung des Ortes als einen der Hauptplätze fränkischen Hopfenanbaus.
Weithin sichtbar erhebt sich der Turm von St. Georg mit seinen grün glasierten Ziegeln als Wahrzeichen über den Ort. Die Kirche, dem Schutzpatron der Burgen und Ritter geweiht, gab der Ortschaft ihren Namen. Das heutige Gebäude wurde 1757/58 von dem Ansbacher Hofbaumeister Johann David Steingruber an Stelle der alten romanischen Kirche als typische Markgrafenkirche im spätbarocken schlichten Stil erbaut. Bereits 1364 wurde die St. Georgskirche („ecclesie in Gmund“) erstmals urkundlich erwähnt und belegt so frühes kirchliches Leben am Ort.
Das sechs Meter hohe Wasserrad von 1912 wurde 1983 an der Stelle der Fränkischen Rezat wieder errichtet, wo das frühindustrielle Zeitalter des Ortes begonnen hatte: einst befand sich dort eine Papiermühle, die später in eine Glasschleife und um 1900 zum ersten Elektrizitätswerk im damaligen Landkreis umgewandelt wurde. Heute ist das historische Wasserrad ein idyllischer Blickfang und Namensgeber des jährlich im Juni stattfindenden Wasserradfestes.
Fast 400 Jahre, etwa von 1560 bis 1938 lebten Juden am Ort und stellten zeitweise sogar ein Drittel der Bevölkerung. Mit einer Synagoge, zwei Ritualbädern (Mikwen), einem großen Friedhof und einem Totenwaschhaus (Taharahaus) ist in Georgensgmünd ein typisches Ensemble einstigen jüdischen Lebens im ländlichen Raum vollständig erhalten geblieben. Im Inneren der Synagoge von 1734 sind Teile der originalen Malerei freigelegt, die im Stil und Ausführung auf den bekannten polnischen Wandermaler Elieser Sussmann hindeuten.
Der jüdische Friedhof wurde um 1580 von dem reichen Juden Jakob Jud aus Roth angelegt und diente auch den jüdischen Gemeinden der Umgebung bis nach Windsbach, Thalmässing, Roth und Schwabach als Begräbnisstätte. Auf einer Fläche von 11.800 m² sind etwa 1.800 Grabsteine erhalten, die tagsüber besichtigt werden können . Das renovierte Taharahaus stammt von 1723 und gehört zu den ältesten dieser Größe in Bayern. 1946 wurde hier ein Schwabacher KZ-Überlebender als letzter Jude beerdigt.
15 Skulpturen aus Jurakalkstein, Eiche und Stahl entstanden zum Jahreswechsel 2000 in einer gemeinsamen, offenen Künstlerwerkstatt und machen seitdem Fuß- und Radweg in Richtung Roth bis Oberheckenhofen zu einer Freiluft-Galerie. Groß und Klein, Spaziergänger, Radler und Autofahrer sind eingeladen zum Innehalten, Ergründen und Be„greifen“. Die 2,4 km lange Strecke ist Teil einer attraktiven Radwegeverbindung zwischen den Seen des Fränkischen Seenlandes. An jeder Skulptur finden sich nähere Informationen mit einer Beschreibung des Kunstwerkes.
Im Sommer 2000 wurde zwischen Georgensgmünd und Spalt ein Planetenweg im Maßstab 1:1 Mrd. eröffnet. Hier finden sich die Sonne und die sie umkreisenden acht Planeten (sowie Pluto) in ihren Entfernungen zueinander maßstabsgerecht als Modell dargestellt. Hinter dem Georgensgmünder Rathausplatz beginnt mit einem Sonnenglobus der Beginn des Planetenweges. Entlang eines sieben Kilometer langen Radweges führt die Strecke durch das Rezattal bis zum Spalter Bahnhof, wo Pluto als der sonnenfernste (Zwerg-)Planet steht. Eine Tafel zu jedem Planeten (und Pluto) erläutert die wichtigsten Daten.
Sehenswert rund um Georgensgmünd: der Druidenstein bei Mäbenberg und die Wernsbacher Steinbrüche.
Georgensgmünd ist verkehrsgünstig unweit der Bundesstraße 2 gelegen und hat Anbindung an der Bahnlinie Nürnberg - Treuchtlingen. Die Regionalexpresszüge der Deutschen Bahn halten stündlich mindestens einmal. Die Bahnstrecke Georgensgmünd–Spalt wurde in den 1990er Jahren stillgelegt. Heute führt ein Radwanderweg an deren ursprünglichen Verlauf.
Georgensgmünd verfügt über ein verhältnismäßig großes Gewerbegebiet, in dem sich kleine und mittelständische Betriebe unterschiedlichster Branchen niedergelassen haben. Die gesamte Fläche des im Süden der Gemeinde gelegenen Gewerbegebiets beträgt ca. 0,90 km² und ist an die Bundesstraße 2 angebunden.
Monatlich erscheinendes Gemeindeblatt Gmünder Rundschau, kostenfrei an alle Haushalte - finanziert durch Geschäftsempfehlungen, der im Gemeindegebiet ansässigen Unternehmen und Einzelhändler, die in der 'Gmünder Werbegemeinschaft' zusammengeschlossen sind.
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2005):
Zu den herausragendsten Persönlichkeiten der Gemeinde Georgensgmünd zählt Dr. Heinrich Mehler (1859-1926), nach dem die heutige Grund- und Hauptschule von Georgensgmünd sowie eine für Veranstaltungen buchbare Mehrzweckhalle benannt sind. Als Sohn eines jüdischen Kaufmanns ließ sich Dr. Mehler 1887 in Georgensgmünd als Arzt nieder und wurde noch im selben Jahr Arzt des Gemeindekrankenhauses.
Größter Verein in Georgensgmünd ist der TSV Georgensgmünd mit ca. 1300 Mitgliedern
Abenberg | Allersberg | Büchenbach | Georgensgmünd | Greding | Heideck | Hilpoltstein | Kammerstein | Rednitzhembach | Rohr | Roth | Röttenbach | Schwanstetten | Spalt | Thalmässing | Wendelstein
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