Mittwoch, 23.05.2012



Lexikon Suche


Gehlberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel behandelt den Ort. Siehe auch Gehlberg (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gehlberg
Gehlberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gehlberg hervorgehoben
50.68138888888910.790555555556720Koordinaten: 50° 41′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Ilm-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Oberes Geratal
Höhe: 720 m ü. NN
Fläche: 20,44 km²
Einwohner: 739 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98559
Vorwahl: 036845
Kfz-Kennzeichen: IK
Gemeindeschlüssel: 16 0 70 017
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 41
98559 Gehlberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hans Lehrke (DRK GB)
Die Lage von Gehlberg im Ilm-Kreis hervorgehoben

Gehlberg ist eine Gemeinde im Ilm-Kreis in Thüringen in Deutschland. Der Ort liegt im Thüringer Wald.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Gehlberg liegt auf einer Hochfläche zwischen den Tälern von Wilder Gera und Zahmer Gera im Thüringer Wald. Der Ort erstreckt sich von etwa 680 bis 750 Metern Höhe. Der vom restlichen Dorf getrennte Ortsteil Grund, liegt nur auf etwa 600 Metern Höhe. Der Rennsteig verläuft 2 km südlich von Gehlberg. Nur etwa einen Kilometer westlich liegt der 978 Meter hohe Schneekopf, welcher der zweithöchste Berg Thüringens ist. Rings um Gehlberg dehnen sich weite Fichtenwälder aus. Während des Kyrill-Unwetters ereigneten sich hier zum Teil sehr starke Forstschäden.

Zur Gemeinde Gehlberg gehört auch die Schmücke.

Nachbargemeinden

Gehlberg ist von großen Fichtenwaldflächen umgeben. Die nächsten Ortschaften im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden sind: Gräfenroda - Geraberg - Elgersburg - Ilmenau - Schmiedefeld am Rennsteig - Suhl - Oberhof

Geschichte

Die Gemeinde wurde 1645 im Zuge des Baues einer von Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha privilegierten Glashütte gegründet. Der Ort bestand zunächst nur aus zwei Wohnhäusern nebst Back- und Brauhaus sowie Schneidemühle, wuchs jedoch allmählich heran. 1793 wurden 169 Einwohner gezählt, 1820 waren es 230. Nachdem 1821 der Bau einer Hohlglasfabrik in Gehlberg genehmigt wurde, produzierte man dort ab 1842 Tafelglas. Die Fabrik wurde zum wichtigsten Arbeitgeber des Ortes. 1875 waren 120 von etwa 450 Einwohnern dort beschäftigt. Die Glasproduktion wurde auch zu DDR-Zeiten fortgeführt. Bis heute gilt Gehlberg als Glasmacher-Ort. Gehlberg gehörte bis 1920 zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, zwischen 1922 und 1952 zum Landkreis Arnstadt, von 1952 bis 1994 zum Kreis Suhl-Land und seit 1994 zum Ilm-Kreis. Mit einem Alter von etwa 360 Jahren ist der Ort der jüngste im Ilm-Kreis.

Politik

Gehlberg gehört der Verwaltungsgemeinschaft Oberes Geratal mit Sitz in Gräfenroda an.

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Gehlberg besteht aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Hans Lehrke wurde am 27. Juni 2004 gewählt.

Wappen

Das Wappen wurde am 14. Mai 1992 genehmigt.

Blasonierung: „In Grün eine erhöhte eingeschweifte goldene Spitze, darin auf einem grünen Hügel wachsend eine grüne Fichte; oben vorn eine goldene Blüte, oben hinten ein goldenes Kelchglas.“

Die Geschichte Gehlbergs begann 1645 mit der Gründung einer Glashütte, die die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung bildete. Fichte und Arnikablüte verweisen auf die Wälder rund um den Ort. [2]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Ortspartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Museum der Gehlberger Glastradition

Ausflugsziele

In vier Kilometern Entfernung befindet sich am Rennsteig die zu Gehlberg gehörende Gemeinde Schmücke. Mit 916 Metern über dem Meeresspiegel ist die Ausflugsraststätte das höchstgelegene Gasthaus des Thüringer Waldes.

Wirtschaft und Verkehr

Gehlberg war seit der Gründung ein Glaserdorf. Bis 1990 existierte die Glasindustrie. Heute ist der Tourismus wichtigster Wirtschaftszweig im Ort. Während der DDR-Zeit war Gehlberg stark frequentierter FDGB-Ferienort. Heute hat Gehlberg als Luftkurort einige Hotels und Pensionen.

Gehlberg liegt an der Straße SchmückeGräfenroda. Der Ort besitzt auch einen Bahnhof an der Strecke Erfurt–Würzburg. Der Bahnhof liegt etwa einen Kilometer nördlich im Tal der Wilden Gera im Grund kurz vor dem Eingang in den Brandleitetunnel.

Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik: Bevölkerung nach Gemeinden
  2. Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 10; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X

Weblinks


en:Gehlberg

eo:Gehlberg nl:Gehlberg pt:Gehlberg ro:Gehlberg ru:Гельберг vo:Gehlberg