Meinestadt.de - Gedern - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Wetteraukreis | |
| Höhe: | 357 m ü. NN | |
| Fläche: | 75,24 km² | |
| Einwohner: | 7732 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 103 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63688 | |
| Vorwahl: | 06045 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FB | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 40 009 | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Schlossberg 7 63688 Gedern |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stefan Betz (parteilos) | |
Gedern ist eine deutsche Kleinstadt in der Wetterau und zählt historisch zu Oberhessen. Geografisch liegt Gedern am Rande des Vogelsbergs, des einst größten Vulkans Europas.
Inhaltsverzeichnis |
Gedern besteht aus den Stadtteilen Gedern, Mittel-Seemen, Nieder-Seemen, Ober-Seemen, Steinberg und Wenings.
Im Norden grenzt Gedern an die Stadt Schotten (Vogelsbergkreis), im Nordosten an die Gemeinde Grebenhain (Vogelsbergkreis), im Osten an die Gemeinde Birstein (Main-Kinzig-Kreis), im Süden an die Gemeinde Kefenrod, in Südwesten an die Stadt Ortenberg sowie im Westen an die Gemeinde Hirzenhain.
Gedern wurde im Jahr 780 erstmals urkundlich erwähnt. Die Verleihung der Stadtrechte durch Kaiser Karl IV. erfolgte am 10. Januar 1356, also erst 20 Jahre nachdem das kleine Dorf Wenings – heute Stadtteil von Gedern – seine Stadtprivilegien von Kaiser Kaiser Ludwig dem Bayern empfing. Nach dem Wiener Kongress fiel die Herrschaft Gedern an Hessen-Darmstadt.
Seitdem sah sich Gedern mehreren Gebietsreformen ausgesetzt. Zunächst zählte man ab 1852 zum Kreis Nidda. Da dieser bereits 1874 wieder aufgelöst wurde, ging Gedern an den Kreis Schotten. Dieser fiel 1936 der nächsten Reform zum Opfer und Gedern wurde in den Landkreis Büdingen eingegliedert.
Gederns unrühmliche Zeit in den Jahren 1933-1945 ist noch nicht aufgearbeitet.
Nach der letzten Restrukturierung von 1972 wurde die Stadt zusammen mit fünf zeitgleich eingemeindeten Ortsteilen in den Wetteraukreis aufgenommen.
Die letzte Bürgermeisterwahl fand im Jahr 2005 statt. Zum Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr angetretenen Wolfgang Zenkert (CDU) wurde der parteilose Diplom- Verwaltungswirt Stefan Betz gewählt.
Die Kommunalwahl 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 35,9 | 11 | 35,6 | 11 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 24,0 | 7 | 30,1 | 9 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Gedern | 25,7 | 8 | 20,9 | 7 |
| UBG | Unabhängige Bürger Gedern | 6,2 | 2 | 7,3 | 2 |
| NPD | Nationaldemokratische Partei Deutschlands | 1,5 | 1 | – | – |
| BLG | Bürgerliste Gedern | 6,8 | 2 | – | – |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | – | – | 6,1 | 2 |
| Gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | |
| Wahlbeteiligung in % | 45,0 | 50,1 | |||
Das Stadtwappen zeigt zwei Forellen auf in Rot und Silber zweifach gespaltenem Grund. Diese sollen den früheren Fischreichtum Gederns symbolisieren. Der silberne Grund steht für die Gedern durchfließenden Bäche Mühl- und Gänsbach.
Gedern ist mit der amerikanischen Stadt Columbia (engl.) in Illinois, sowie der polnischen Stadt Polanow verschwistert. Der Stadtteil Wenings ist mit Nucourt in Frankreich verschwistert.
Gemessen an ihrer Größe war die Stadt Gedern bis Mitte der 80er Jahre ein wichtiger Industriestandort für die strukturschwache Region des vorderen Vogelsbergs. Es waren mehrere Unternehmen der textil-, holz-, gummi- und metallverarbeitenden Industrie angesiedelt. Derzeit ist aus diesem Bereich nur noch ein größeres metallverarbeitendes Unternehmen tätig.
Heute ist Gedern aus wirtschaftlicher Sicht eher unbedeutend. Die vielfältigen Kleinbetriebe des Handels, Handwerks und Gewerbes bilden den Kern der wirtschaftlichen Aktivität. Der größte Bevölkerungsteil geht seiner Erwerbstätigkeit als Pendler in den Ballungsgebieten Rhein/ Main und der Region Gießen nach.
Das Gederner Schloss entstand aus einer Befestigungsanlage des 14. Jahrhunderts. Es gibt ein Kulturhistorisches Museum im Torbogenhaus des Schlosses (ehemals Gärtnerei des Schlosses).
Die Weidenkirche im Stadtteil Steinberg wurde von den Bürgern errichtet, um den Gottesdienst auch in der freien Natur feiern zu können.
In Gedern werden die sogenannten Spitzbuben und Beulches gekocht. Beulches sind wurstförmige Kartoffelrollen, die aus roh geriebenen Kartoffeln, gekocht geriebenen Kartoffeln und allerlei, was sich kochen lässt, bestehen. Meistens wird Dörrfleisch in diese Kartoffelmasse gegeben, es kann aber ebensogut auch Blutwurst sein oder Speck. Man serviert die Beulches, nachdem man sie in Leinensäckchen (Beutelches) gekocht hat, zusammen mit Zwiebelsoße. Spitzbuben werden ähnlich hergestellt.
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