Meinestadt.de - Friedland/Neubrandenburg - 23.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Mecklenburg-Strelitz | |
| Amt: | Friedland | |
| Höhe: | 25 m ü. NN | |
| Fläche: | 97,64 km² | |
| Einwohner: | 6863 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 70 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17098 | |
| Vorwahl: | 039601 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MST | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 55 020 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Riemanstraße 42 17098 Friedland |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wilfried Block | |
| Lage der Stadt Friedland im Landkreis Mecklenburg-Strelitz | ||
| Datei:Friedland in MST.PNG | ||
Friedland ist eine Kleinstadt im Landkreis Mecklenburg-Strelitz im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Die seit dem 1. Januar 2004 amtsangehörige Stadt ist Sitz des Amtes Friedland, dem weitere fünf Gemeinden angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Friedland an der Datze liegt etwa in der Mitte zwischen den Städten Neubrandenburg und Anklam und nordwestlich der Brohmer Berge. Östlich der Stadt breitet sich die nach ihr benannte Friedländer Große Wiese aus. Südwestlich der Stadt befindet sich der Friedländer Mühlenteich.
Zu Friedland gehören die Ortsteile
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Noch vor 1200 entstand an einem Wegekreuz alter Handelsstraßen am Rande der großen Niedermoore auf einem Landrücken eine Siedlung der Handelnden, die schon eine Nikolaikirche besaßen. Als die Herrschaft Stargard im 13. Jahrhundert in die Hände der Brandenburger gelangt war, gründeten die brandenburgischen Markgrafen Otto III. und Johann I. neben den vorhandenen Siedlungen 1244 die deutschrechtliche Stadt Vredeland, das heutige Friedland. Im Stadtwappen findet man die beiden Stifter noch heute. Der Ort, direkt am Landgraben nahe der pommerschen Grenze, diente dem Schutz gegen die Pommern. Es entwickelte sich um 1300 ein gitterförmiges Straßenraster in einem ellipsenförmigen Stadtgrundriss, der von einer teilweise noch erhaltenen, starken Befestigung umgeben war. Aus dieser Zeit stammt das Anklamer Tor (1304), während das Burgtor (Neubrandenburger Tor) im 15. Jahrhundert entstand.
So friedlich wie der Ortsname war die weitere Geschichte nicht. Kriege (Schlacht an der Kavel, 1760), Hungersnöte, Seuchen (1637/38 mit 872 Pesttoten), Stadtbrände (12) sowie die Lage in einer der strukturschwächsten deutschen Regionen hemmten die Stadtentwicklung. Vor allem der große Stadtbrand von 1703 hat sich tief in das Stadtgedächtnis "eingebrannt". 1806 waren es die Truppen Napoleons unter Marschall Joachim Murat, die mit 70.000 Soldaten durchzogen und danach weitere Truppen (über 190.000 Mann) der Franzosen oder der Preußen.
Wie viele andere Städte auch erlebte Friedland im 19. Jahrhundert eine Blütezeit. 1803 baute man ein neues Rathaus (Kriegsverlust), 1862 ein Krankenhaus im Johannesstift, ab 1866 ein modernes Wasserleitungssystem mit Wasserkraftwerk (1886) an der Woldegker Straße. Das Friedländer Gymnasium (bis 1840: Gelehrtenschule) war bis ins 19. Jahrhundert hinein die bedeutendste höhere Schule in Südostmecklenburg. 1814 wurde in Friedland der erste deutsche Turnverein gegründet (heute: TSV 1814 Friedland), es ist somit der älteste Sportverein Deutschlands. Ab 1854 hatte Friedland Straßenbeleuchtung, ab 1894 sogar Bürgersteige. Bekannt wurde die Stadt durch die Rote Friedländerin, eine rote Fliese, die für Labortische und Küchenfliesen verwendet wurde.
In der Gründerzeit entstanden die Eisenbahnlinie nach Neubrandenburg (1884), die Molkerei (1890), die Zuckerfabrik (1891), das Mosaik-Plattenwerk (1894), die Gasfabrik (1896), die Überlandzentrale (1911).
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile der Altstadt zerstört. Seit 1965 im Altstadtbereich errichtete Neubauten prägen heute das Stadtbild. Von 1965 bis 1985 wurden in der Innenstadt 1334 Wohnungen unter anderem in Plattenbauweise errichtet. Nach der politischen Wende wurden ab 1991 die noch vorhandenen historischen Gebäude in der Altstadt im Rahmen der Städtebauförderung saniert.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1925 | 7.522 |
| 1989 | 8.800 |
| 2000 | 7.486 |
| 2006 | 7.251 |
Das Wappen wurde unter der Nr. 129 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: "In Silber ein doppelter roter Mauerbogen, der im Schnittpunkt unten in eine Lilie ausläuft, mit drei roten Türmen, von denen der mittlere eine durch Streben gestützte Mauerplatte mit fünf Zinnen trägt, die niedrigen Seitentürme je ein Fenster und je eine Mauerplatte mit vier Zinnen haben; darunter die Brustbilder zweier blauer Geharnischter mit goldener Helmspange und goldenem Gurt, der zur Rechten in der rechten Hand ein silbernes Schwert mit goldenem Griff und in der linken Hand eine goldene Lanze mit silberner Spitze, der zur Linken in der rechten Hand ein silbernes Schwert mit goldenem Griff und in der linken Hand eine goldene Fahnenlanze mit silberner Spitze und einer quergestreiften rot-silbernen Fahne, zwischen den Geharnischten ein gotischer Schild, darin in Silber ein roter Adler."
Das Wappen wurde 1997 neu gezeichnet.
Die Flagge ist gleichmäßig längsgestreift von Rot und Silber (Weiß). In der Mitte liegt, auf jeweils zwei Drittel der Höhe des roten und des silbernen (weißen) Streifens übergreifend das Stadtwappen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.
Friedland.jpg
Denkmal 1914/18 von Dammann |
Jahndenkmal 1922 |
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