Meinestadt.de - Freigericht - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Hessen | ||||
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | ||||
| Landkreis: | Main-Kinzig-Kreis | ||||
| Höhe: | 140-371 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 33,42 km² | ||||
| Einwohner: | 14.950 (30. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 447 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 63579 | ||||
| Vorwahl: | 06055 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | MKK | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 35 009
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| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | ||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Bahnhofstraße 13 63579 Freigericht |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Joachim Lucas (UWG) | ||||
Freigericht ist eine ländliche Gemeinde im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Sie liegt unmittelbar an der bayerischen Grenze. Auf Grund der historischen Entstehung und Bedeutung des Gemeindenamens wird diese umgangssprachlich auch „Das Freigericht“ genannt.
Inhaltsverzeichnis
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Freigericht liegt nahe dem Rhein-Main-Gebiet, an den Ausläufern des Spessarts, direkt an der hessisch-bayerischen Grenze. Über 40 % des Geimeindegebietes sind bewaldet. Die höchste Erhebung mit 371 m über NN ist der Heidkopf in der Sölzert, der niedrigste Punkt liegt auf 140 m über NN.
Freigericht liegt zwischen 50°5' und 50°13' nördlicher Breite sowie 9°5' und 9°13' östlicher Länge. Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von 33,42 km² in einem Seitental der Kinzig.
Im südlichen Teil der Gemeinde wurden diverse Hügelgräber gefunden.
Am 19. Juni 1930 fand man bei Bauarbeiten im Ortsteil Somborn einen ca. 40.000 Jahre alten Mammutzahn, der in die damalige Kreisstadt Gelnhausen verbracht wurde. Mit Errichtung des Heimatmuseums im Freigericht drang die Gemeinde (bisher vergebens) auf Rückgabe.
| Gemeinde Hasselroth | ||
| Gemeinde Rodenbach | |
Gemeinde Linsengericht |
| Landkreis Aschaffenburg | ||
| Stadt Alzenau | Markt Mömbris | Gemeinde Geiselbach und Geiselbacher Forst (gemeindefreies Gebiet) |
Die Gemeinde besteht aus 5 Ortsteilen:
Da das Freigericht zum Gebiet des Mainzer Kurfürsten gehörte, breitete sich hier – anders als in den Nachbargemeinden – die Reformation nicht aus. Daher sind auch heute noch etwa 66 % der Bevölkerung katholisch.
Über Jahrhunderte hinweg gab es nur eine Pfarrei in Somborn, zu der neben den heutigen Freigerichter Orten auch Albstadt gehörte. Dieser Ort gehört seit dem frühen 19. Jahrhundert zur Stadt Alzenau.
Im 18. Jahrhundert wurden in den einzelnen Orten Kapellen gebaut, aus denen sich nach und nach eigenständige Pfarreien bildeten.
Durch die päpstliche Bulle „Provida solersque“ vom 16. August 1821 kam das Freigericht zur Diözese Fulda.
Im Zuge des Pastoralen Prozesses im Bistum Fulda (u. a. bedingt durch den Mangel an Priestern) haben sich die Kirchengemeinden des Freigerichts mit der Kuratie in Hasselroth am 2. Juli 2006 zu einem Pastoralverbund „St. Peter und Paul“ zusammengeschlossen.
Jeweils zwei Gemeinden werden von einem Pfarrer betreut, in Somborn/Hasselroth wirkt darüber hinaus noch ein Kaplan. „Moderator“ (Vorsitzender) des Verbundes ist der Pfarrer von St. Bartholomäus und St. Markus, Dechant Stefan Buß.
In Freigericht, das zum Dekanat Kinzigtal gehört, gibt es folgende fünf Gemeinden, deren Sprengel deckungsgleich mit den Ortsteilen sind:
Gut 16 % der Freigerichter sind evangelisch. Sie gehören zur Johannesgemeinde, die alle Ortsteile umfasst. Die Gemeinde wurde 1980 selbstständig, zuvor war sie Filiale der Gemeinde in Niedermittlau.
Bis zum 2. Weltkrieg gab es im Ortsteil Somborn eine kleine jüdische Gemeinde mit eigener Synagoge. Die Synagoge wurde in der Pogromnacht am 9. November 1938 durch das Einschreiten des Somborner Bürgermeisters gerettet und überstand auch die Kriegswirren. Später wurde das Gebäude in ein Wohnhaus umgebaut.
Die Gemeinde Freigericht entstand am 1. Januar 1970 durch freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Altenmittlau, Bernbach, Horbach, Neuses und Somborn.
Die politischen Gremien der hessischen Gemeinde Freigericht bestehen laut Magistratsverfassung aus der Gemeindevertretung, dem Bürgermeister und dem Gemeindevorstand. Der Bürgermeister sitzt dabei dem Gemeindevorstand vor. In den Ortsteilen bestehen Ortsbeiräte. Seit der Kommunalwahl 2001 ist es in Hessen möglich, bei Gemeinde- und Ortsbeiratswahlen zu kumulieren und zu panaschieren, d. h. einer Person bis zu drei Stimmen zu geben bzw. Stimmen auf verschiedene Parteien zu verteilen. Zur besseren Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Entscheidungen, die sie berühren, gibt es in der Gemeinde Freigericht ein Kinder- und Jugendparlament.
Die Freigerichter Gemeindevertretung besteht aus 37 Mitgliedern. Vorsitzender ist Klaus Brönner (CDU).
Der Gemeindevertretung gehören drei Fraktionen an:
Die Gemeindevertretung hat drei Ausschüsse mit jeweils zehn Mitgliedern gebildet:
| Parteien und Wählergemeinschaften | Anteil in % 2006 |
Sitze 2006 |
Anteil in % 2001 |
Sitze 2001 |
Anteil in % 1997 |
Sitze 1997 |
|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 47,9 | 18 | 59,0 | 22 | 45,3 | 17 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 28,3 | 10 | 24,2 | 9 | 28,8 | 11 |
| UWG | Unabhängige Wählergemeinschaft Freigericht | 21,3 | 8 | 9,2 | 3 | 17,0 | 6 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 2,6 | 1 | - | - | - | - |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | - | - | 7,6 | 3 | 8,9 | 3 |
| gesamt | 100,00 | 37 | 100,00 | 37 | 100,00 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 48,4 | 52,2 | 68,4 | ||||
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Als Nachfolger für den nach 18 Jahren ausscheidenden Bürgermeister Franz wurde am 24. September 2006 der damalige Altenmittlauer Ortsvorsteher und Gemeindevertreter Joachim Lucas (UWG) zum neuen Bürgermeister gewählt.
Bürgermeister der Gemeinde Freigericht
Der Gemeindevorstand wird durch die Gemeindevertretung zu Beginn der Legislaturperiode gewählt und besteht aus dem hauptamtlichen Bürgermeister und zehn ehrenamtlichen Beigeordneten. Er ist das Verwaltungsorgan der Gemeinde, das die Beschlüsse der Gemeindevertretung vorbereitet und ausführt. Der Freigerichter Gemeindevorstand setzt sich nach der Kommunalwahl 2006 wie folgt zusammen:
| Ortsteil | Jahr | CDU | SPD | UWG | FDP | Summe |
| Altenmittlau | 1997 | 2 | 2 | 1 | - | 5 |
| 2001 | 2 | 1 | 2 | - | ||
| 2006 | 2 | 1 | 2 | - | ||
| Bernbach | 1997 | 3 | 1 | 1 | - | 5 |
| 2001 | 3 | 1 | 1 | - | ||
| 2006 | 3 | 1 | 1 | - | ||
| Horbach | 1997 | 2 | 2 | 1 | - | 5 |
| 2001 | 2 | 3 | 0 | - | ||
| 2006 | 2 | 3 | 0 | - | ||
| Neuses | 1997 | 3 | 1 | 1 | - | 5 |
| 2001 | 3 | 1 | 1 | - | ||
| 2006 | 3 | 1 | 1 | - | ||
| Somborn | 1997 | 4 | 3 | 2 | - | 9 |
| 2001 | 5 | 3 | 1 | - | ||
| 2006 | 4 | 2 | 2 | 1 |
Nach dem Zusammenschluss der selbstständigen Gemeinden zur Gemeinde Freigericht im Jahr 1970 wurden die einzelnen Gemeindevertretungen aufgelöst und durch Ortsbeiräte ersetzt. Die Ortsbeiräte in den einzelnen Ortsteilen sind in allen wichtigen Entscheidungen, die den jeweiligen Ortsteil betreffen zu hören und haben ein Vorschlagsrecht.
Die Mitglieder der Ortsbeiräte wählen aus ihrer Mitte als Vorsitzenden des Ortsbeirates einen Ortsvorsteher, eine Art Bürgermeister des jeweiligen Ortsteils.
Altenmittlauer Ortsvorsteher
Bernbacher Ortsvorsteher
Horbacher Ortsvorsteher
Neuseser Ortsvorsteher
Somborner Ortsvorsteher
Zur stärkeren Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die Entscheidungen der Gemeinde wurde ein Kinder- und Jugendparlament gegründet. In diesem Parlament sind Jugendliche aus allen Ortsteilen vertreten. Somborn entsendet drei, die anderen Ortsteile je zwei Vertreter. Die Wahlen finden alle zwei Jahre statt, wobei die Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren wahlberechtigt sind.
Die Christlich Demokratische Union (CDU) Freigericht existiert seit 1945, als sich kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit Sondergenehmigung der Alliierten Besatzungsmacht die ersten demokratischen Parteien organisieren durften. Die CDU wurde damals nach den Bamberger Richtlinien der heutigen CSU gegründet und schloss sich kurze Zeit später dem neu gegründeten Landesverband Hessen an. Die CDU hat sich in Freigericht nach der Gebietsreform zu einem Gemeindeverband zusammengeschlossen und ist einer der mitgliederstärksten Verbände der CDU Main-Kinzig. Die CDU ist seit Gründung der Gemeinde Freigericht die stärkste politische Kraft in den gemeindlichen Gremien. Seit 1951 gibt es die Junge Union (JU) Freigericht, sie stellt in Freigericht die größte politische Jugendorganisation. Die JU Freigericht ist der mitgliederstärkste Verband im Main-Kinzig-Kreis und einer der mitgliederstärksten in Hessen.
In Freigericht gab es eine Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen, die erstmals bei der Kommunalwahl 1993 in die Gemeindevertretung einzog. Bis 2001 bildeten die Grünen mit SPD und UWG eine Koalition in der Gemeindevertretung. Mangels Mitgliedern musste sich der Ortsverband 2005 auflösen.
Seit 2006 gibt es in Freigericht und Hasselroth einen Ortsverband der FDP, der beim erstmaligen Antreten zur Kommunalwahl 2006 einen Sitz in der Gemeindevertretung erringen konnte und in Somborn einen Sitz im Ortsbeirat. Seit dem Januar 2009 gibt es den Jungen Liberalen Ortsverband Freigericht (kurz: JuLis Freigericht).
Die Unabhängige Wählergemeinschaft Freigericht (UWG) besteht in ihrer derzeitigen Form seit der Gebietsreform 1970, als sich die in den einzelnen Ortsteilen bestehenden Gruppen zu einer einzigen Gemeinschaft zusammenschlossen. Vor dem Zusammenschluss zur Gemeinde Freigericht waren die Wählergruppen (teils UWG, teils FWG) treibende politische Kräfte in den einzelnen Gemeindevertretungen der fünf Orte. Mit der Gründung der Gemeinde Freigericht verlor die UWG diese Rolle an die CDU. Seit der Kommunalwahl 2006 kommt der UWG wieder ein stärkeres Gewicht zu, zudem stellt sie mit Joachim Lucas den Bürgermeister.
Der Europaabgeordnete aus dem Wahlkreis im 6. Europäischen Parlament ist Thomas Mann (CDU). Er vertritt seit 1994 den Wahlkreis.
Der Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis 181 - Hanau im 16. Deutschen Bundestag ist Dr. Sascha Raabe (SPD), ehemaliger Bürgermeister in Freigerichts Nachbargemeinde Rodenbach. Raabe erhielt im gesamten Wahlkreis mehr Stimmen als sein Herausforderer Heiko Kassekert (CDU), der jedoch in Freigericht die meisten Erststimmen gewinnen konnte.
Der Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis 40 - Main-Kinzig I im 16. Hessischen Landtag heißt Hugo Klein (CDU) und ist in Freigericht im Ortsteil Neuses zu Hause. Er ist seit über 1987 Parteivorsitzender der CDU Freigericht und seit 1981 im Parteivorstand aktiv.
Hugo Klein (CDU) ist Kreisbeigeordneter im Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises. Dem Kreistag des Main-Kinzig-Kreises gehören darüber hinaus noch die Freigerichter Patrice Göbel (2006-2008 JU-Kreisvorsitzender), Manfred W. Franz (Freigerichts Bürgermeister bis Ende 2006) und Herbert Huth (alle drei CDU), sowie Dr. Richard Teuber (SPD) als Kreistagsabgeordnete an.
Bedeutung: Das schwarze Kreuz auf silbernem Grund symbolisiert die alten Beziehungen der Gemeinde zum Bistum Fulda.
Schlüssel und Schwert sind die Symbole der Heiligen Petrus und Paulus, der beiden ältesten Patrone der Somborner Pfarrkirche.
Im weiteren Sinne kann das Schwert auch symbolisch als Gerichtsschwert des Freigerichts gedeutet werden. Diese geschichtlichen Zusammenhänge wurden bei der Wappengebung für die Gemeinde Freigericht herangezogen.
Die Führung des Wappens wurde der Gemeinde Freigericht am 6. Oktober 1971 durch das Land Hessen genehmigt.
Die Flagge der Gemeinde Freigericht ist eine blaue Bannerflagge mit weißen Seitenstreifen und dem Gemeindewappen.
Die Führung der Flagge wurde am 16. Juni 1972 durch den hessischen Innenminister genehmigt.
Die Gemeinde Freigericht ist seit 1972 verschwistert mit St. Quentin-Fallavier, einer Gemeinde nahe Lyon. Seit 2004 bestehen auch freundschftliche Beziehungen mit Gallicano nel Lazio in Italien.
Darüber hinaus sind einige der örtlichen Vereine mit anderen Vereinen in Europa befreundet.
Die örtliche Kopernikusschule pflegt zudem Partnerschaften mit über 20 Partnerschulen weltweit.
In Somborn gibt es ein Heimatmuseum, in dem das Leben im Freigericht in vergangenen Tagen gezeigt wird. Dieses Museum soll eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart sein und Erinnerungen an die Vorfahren festhalten. Zur Zeit wird das Heimatmuseum erweitert, um eine Nachbildung der Freigerichter Kleinbahn aufzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist die Zigarrenherstellung im Freigericht. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden im Freigericht in Fabriken und in Heimarbeit Zigarren hergestellt.
Das kulturelle Leben der Gemeinde wird zum großen Teil von den zahlreichen Vereinen gepflegt. Fünf Orchester, ein Spielmanns- und Fanfarenzug, zahlreiche Chöre und weitere Gruppierungen geben jährlich mehrere Konzerte und sind weit über die Grenzen Freigerichts bekannt und geschätzt. Hinzu kommen noch Aufführungen diverser Theatergruppen und weitere Veranstaltungen. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich auch die Freigerichter „Babbelowende“, Abende, an denen die verschiedenen Freigerichter Dialekte gepflegt werden.
Jährlich im August veranstalten die Gemeinden Freigericht und Rodenbach die „Sommerlichen Musiktage“ auf Hof Trages; an mehreren Abenden werden Konzerte mit Musik aus verschiedenen Stilrichtungen und Epochen gegeben, die sich großer Beliebtheit erfreuen.
Markante Bauwerke in den Freigerichter Ortsteilen sind die Kirchen und ihre Vorgänger-Kapellen.
Die Rodfeldeiche (fälschlicherweise auch "Rotfelseiche") war eine ca. 400 Jahre alte deutsche Eiche und stand auf dem gleichnamigen Rodfeld, einem ehemals bewaldeten und im vorigen Jahrhundert gerodeten Hang nahe dem Ortsteil Neuses. Sie gilt als Freigerichter, im speziellen als Neuseser Wahrzeichen. Der durch einen über Jahre andauernden Pilzbefall geschwächte Baum fiel im Januar 2007 dem Orkan Kyrill zum Opfer. An seiner Stelle soll eine neue Eiche gepflanzt und ein Gedenkstein errichtet werden.
Im Freigericht gibt es neben den kulturtreibenden Gruppen und Vereinen auch eine große Zahl an Sportvereinen. Tennis, Tischtennis, Leichtathletik, Badminton, Volleyball, asiatische Sportarten und vieles mehr werden angeboten.
Der im Ortsteil Bernbach beheimatete SV 1919 Bernbach spielte in der Oberliga Hessen und galt als einer besten „Dorfvereine“ Hessens.
Am Hof Trages bei Somborn entstand in den 1990ern ein 18-Loch-Golfplatz.
Wasserliebende Freigerichter kommen im Hallenbad „Platsch“ auf ihre Kosten; auch eine Sauna steht dort zur Verfügung.
In Freigericht finden regelmäßig kleinere und größere Feste statt, die von den ansässigen Vereinen organisiert werden.
Am Kerb-Wochenende, dem ersten Wochenende im September, finden in allen Ortsteilen Feste statt, das größte davon im kleinsten Ortsteil Horbach. Der Veranstalter hier ist seit 25 Jahren der „Gesangverein Eintracht Edelweiß e. V.“ und die Fördervereine des Gesangvereins. Die Horbacher Kerb ist die größte Kerb im Main-Kinzig-Kreis.
Die Freigerichter Küche ist herzhaft. Eine Spezialität sind hausgemachte Kuchen, hier zu allererst der Freigerichter Hefekuchen vom Blech.
Nördlich des Freigerichts verläuft die A66 von Frankfurt nach Fulda. Im südlichen Bereich verläuft die L3202 von Gelnhausen nach Alzenau.
Die Freigerichter Kleinbahn verkehrte zwischen 1904 und 1955 zwischen den Bahnhöfen Langenselbold und Gelnhausen an der Strecke Frankfurt am Main – Fulda und erschloss die Ortsteile des Freigerichts und Hasselroths. Für das Wirtschaftsleben der kleinen Orte hatte sie entscheidende Bedeutung, denn die Einwohner konnten nun ins Rhein-Main-Gebiet pendeln (Hanau, Offenbach, Frankfurt). Gleichzeitig siedelten sich im Freigericht Betriebe an, in denen hauptsächlich Frauen (u. a. in Heimarbeit) tätig waren. Mit Zunahme des Straßenverkehrs in den 1950ern war der Betrieb der Bahnlinie nicht mehr wirtschaftlich und wurde eingestellt.
Die von der Gemeinde Freigericht verliehenen Ehrungen und Auszeichnungen umfassen:
Bad Orb | Bad Soden-Salmünster | Biebergemünd | Birstein | Brachttal | Bruchköbel | Erlensee | Flörsbachtal | Freigericht | Gelnhausen | Großkrotzenburg | Gründau | Hammersbach | Hanau | Hasselroth | Jossgrund | Langenselbold | Linsengericht | Maintal | Neuberg | Nidderau | Niederdorfelden | Rodenbach | Ronneburg | Schlüchtern | Schöneck | Sinntal | Steinau an der Straße | Wächtersbach
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