Meinestadt.de - Eslohe/Sauerland - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | ||||
| Kreis: | Hochsauerlandkreis | ||||
| Höhe: | 404 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 113,37 km² | ||||
| Einwohner: | 9214 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 81 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 59889 | ||||
| Vorwahl: | 02973 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HSK | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 58 016
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| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile bzw. Stadtbezirke | ||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Schultheißstraße 2 59889 Eslohe |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Reinhold Weber (CDU) | ||||
| Lage der Gemeinde Eslohe (Sauerland) im Hochsauerlandkreis | |||||
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Eslohe (Sauerland) ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Hochsauerlandkreis. Die Gemeinde ist staatlich anerkannter Luftkurort.
Inhaltsverzeichnis |
Eslohe liegt im mittleren Sauerland an der Grenze zwischen Hochsauerlandkreis und dem Kreis Olpe, etwa 13,5 km Luftlinie südwestlich von Meschede. Das Gebiet der Gemeinde liegt fast vollständig im Naturpark Homert. Die hügelige Mittelgebirgslandschaft wird von zahlreichen Flussläufen durchzogen, die bis auf wenige Ausnahmen zur Wenne fließen. Sie ist das größtes Fließgewässer der Gemeinde und passiert das Gemeindegebiet von Süden nach Norden. Sie betritt südlich von Lochtrop das Gemeindegebiet und verlässt es, nachdem sie den Ortsteil Wenholthausen durchflossen hat, bei Gut Blessenohl wieder. Hier ist mit 263 m ü. NN der tiefste Punkt im Gemeindegebiet. Nordöstlich vom Ortsteil Eslohe nimmt die Wenne die aus Westen kommende Salwey auf. Diese macht am nördlichen Ortsrand Eslohes eine Schleife und nimmt dort den aus Süden kommenden Esselbach auf, der durch Eslohe fließt. Dieser kommt von Cobbenrode. Am Oberlauf der Salwey liegen die Ortschaften Ober- und Niedersalwey sowie Sieperting. Nördlich des Flusslaufes erstreckt sich der bis auf 656,1 m ü. NN aufragende Höhenzug des Homert, dem höchsten Punkt der Gemeinde.
Eslohe liegt geologisch gesehen am westlichen Rand des Ost-Sauerländer-Hauptsattels auf Schiefer-Gesteinsformationen, die überwiegend aus dem Mitteldevon stammen. Dies kann man gut in zwei alten Steinbrüchen nachvollziehen. Einer davon am liegt westlich vom Ortskern am Steltenberg und ist sehr fossilreich. Der andere befindet sich östlich von Eslohe vor dem Ortsteil Bremke. [1]
Das Gemeindegebiet erstreckt sich über 16 km in Nord-Süd-Richtung vom Gut Blessenohl im Norden bis zum Herrscheid im Süden. In West-Ost-Richtung dehnt es sich vom Kohlhölzchen im Westen bis zum Westhang des Goldenen Strauch im Osten über 16,5 km. Von den 113,3650 km² Gemeindefläche sind 55,4185 km² Wald- und 45,5962 km² Landwirtschaftsflächen. Verkehrsflächen nehmen 6,9467 km² und Gebäude- und Freifläche 4,2942 km² ein.[2]
| Sundern | Meschede | |
| Finnentrop | |
Schmallenberg |
| Lennestadt | ||
Eslohe grenzt im Nordwesten an Sundern, im Norden an Meschede, im Osten an Schmallenberg. Diese Städte gehören wie Eslohe zum Hochsauerlandkreis. Im Süden grenzt die Gemeinde an Lennestadt und im Westen an Finnentrop, die zum Kreis Olpe gehören. Das Zentrum der Kreisstadt Meschede liegt etwa 13,5 km Luftlinie nordöstlich von Eslohe entfernt.
Bis zur kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen existierten die Gemeinden Eslohe, Cobbenrode, Reiste und Wenholthausen im Rahmen des Amtes Eslohe selbstständig. Im Jahre 1975 wurde aus diesen Gemeinden zusammen mit weiteren eingemeindeten Orten wie Schwartmecke, Leckmart und Dormecke die neue Gemeinde Eslohe (Sauerland) gebildet.
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Eslohe wird urkundlich erstmals 1204 als Rittersitz der Familie von Esleven erwähnt.
Im 16. Jahrhundert bestand hier ein Kupferhammer, der sein Erz vermutlich vom Kupferberg bei Meinkenbracht bezog. [3]
Anfangs bis zum 16. Jahrhundert gehörte Eslohe zusammen mit Schliprüthen und Reiste als Niederamt zum Amt Fredeburg. Die älteste Kirche dieses Gebietes lag in der Pfarrei Eslohe und war den Aposteln Petrus und Paulus geweiht. Vermutlich war sie eine Gründung der Vorfahren der Grafen von Arnsberg und bestand wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert. Seit dem 13. Jahrhundert wurden die Pfarrer vom Stift Meschede gestellt. Der Ursprung der Gemeinde Eslohe geht zurück auf die Zusammenfassung der Einwohner des Kirchspiels Eslohe zu einem gemeinsamen Kirchspielsgericht.[4]
In der kurkölnischen Zeit war der Ort Sitz eines Amtes, das mehrere Gerichte umfasste.[5]
Im Dreißigjährigen Krieg beschwerten sich die Einwohner des Gerichtes Eslohe im Jahr 1636 bei der Regierung in Arnsberg über Einquartierungen und Durchmärsche von verbündeten kaiserlichen und kursächsischen Truppen. [6]
1802 kam Eslohe mit der Okkupation des Herzogtums Westfalen an Hessen-Darmstadt. 1807 wurde das Oberbergamt von Brilon hierhin verlegt und 1811 mit dem Bergamt Olpe zusammengelegt. [7]
Zu Beginn der preußischen Ära wurde Eslohe im Jahr 1819 Sitz des neuen Kreises Eslohe, verlor diese Position aber bereits ein halbes Jahr später an die Stadt Meschede. Ab 1831 führte eine Postkutsche von Meschede und Reiste kommend durch den Ort und ging weiter über Cobbenrode und Ödingen nach Grevenbrück. Ab 1851 verkehrte sie täglich auf dieser Strecke. [8]
Fast 80% der Einwohner sind katholisch, etwa 10% sind evangelisch und weitere etwa 9% gehören einer anderen Religions-/Glaubensgemeinschaft an oder sind konfessionslos.[9]
| Einwohner Eslohe 1978 - 2004
(Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW) | |||||
| Jahr | Einwohner | ||||
| 1978 [10] | 8.400 | ||||
| 1990 | 8.862 | ||||
| 1995 | 9.311 | ||||
| 2000 | 9.289 | ||||
| 2001 | 9.344 | ||||
| 2002 | 9.342 | ||||
| 2003 | 9.344 | ||||
| 2004* | 9.265 | ||||
Kommunalwahl am 26. September 2004:
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Von Blau und Silber gespalten; vorn ein halber silberner Adler mit roter Zunge, hinten eine halbe eingebogene schwarze Spitze.
Das zweigeteilte Wappen zeigt auf der einen Seite einen (halben) silbernen Adler auf blauen Grund als Hinweis zur Zugehörigkeit zur ehemaligen Grafschaft Arnsberg. Die eingebogene schwarze Spitze auf der anderen Seite steht für das noch heute in Eslohe ansässige Adelsgeschlecht von Weichs. Dieses hatte lange Zeit das Amt eines Drosten während der kurkölnischen Epoche inne. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 20. April 1976.[11] |
Bis zur kommunalen Neugliederung führte die Gemeinde folgendes Wappen:
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In Silber eine aufrechte schwarze Lanze, überdeckt mit gekreuzten schwarzem Schlüssel und schwarzem Schwert.
Schlüssel und Schwert sind Symbole der Heiligen Apostel Petrus und Paulus. Diese sind Kirchenpatrone der Pfarrkirche von Eslohe. Die Lanze versinnbildlicht das frühere Gogericht Eslohe. Silber und Schwarz drücken die frühere Zugehörigkeit zu Kurköln aus. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 24. Juni 1966.[12] |
Die Gemeinde Eslohe (Sauerland) unterhält eine Städtepartnerschaft zur Stadt Kisbér in Ungarn.
Es existiert ein Maschinen- und Heimatmuseum mit einer für die Region einzigartigen Sammlung historischer Kraftmaschinen. Hinzu kommt die restaurierte Wassermühle in Cobbenrode sowie der aufwendig restaurierte Bauernhof Stertschulten Hof. In Wenholthausen ist ein altes Backhaus zu besichtigen. Im Dorf Isingheim befindet eine alte Knochenmühle.
Eslohe hat ein reges Vereinsleben. Es finden sich im Gemeindegebiet mehrere Musikkapellen, ein Tambourcorps sowie diverse Gesangvereine.
In Eslohe selber ist der BC Eslohe als großer Sportverein mit rund 1000 Mitgliedern angesiedelt. Hauptsächlich wird dort Fußball und Handball gespielt. Aber auch in den zugehörigen Ortschaften finden sich diverse Vereine (u. a. FC Cobbenrode, SC Kückelheim/Salwey, SuS Reiste, RW Wenholthausen). Neben dem Fußball ist im Bereich Schwimmsport/Rettungsschwimmen die DLRG Ortsgruppe Eslohe mit 300 Mitgliedern sehr aktiv.
Wie auch für andere Orte im Sauerland typisch ist das Schützenfest, welches Ende Juni zum Patronatsfest von Peter und Paul stattfindet. Es findet an drei Tagen von Samstag bis Montag statt. Es ist neben dem jährlich stattfindenden Lampionfest im Kurpark das wichtigste Fest.
Überregional bekannt ist der jährlich im Ortsteil Reiste stattfindende Reister Markt. Neben der Tierschau finden sich hier jährlich diverse Händler ein. Eine kleine Kirmes rundet das Programm ab.
Eslohe war in der Vergangenheit überwiegend von der Landwirtschaft geprägt. Hinzu kam das Fuhrmannswesen und seit dem 17. Jahrhundert in einem beschränkten Umfang auch Bergbau und Erzverarbeitung. So ging zum Beispiel die Werkzeug-, Gelenkketten- und Maschinenfabrik „Koenig & Co. in Nieder-Eslohe und Sieperting“ aus einem in Eslohe seit 1747 bestehenden Hammerwerk hervor, das mit dem Wasser der Salwey betrieben wurde. Die Eröffnung der Bahnlinien brachten vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen gewissen Aufschwung für die Holzindustrie. Seit dieser Zeit gewann auch der Tourismus an Bedeutung. Heute bildete der Tourismus einen wichtigen Wirtschaftsfaktor. Darüber hinaus ist die Gemeinde weiterhin Standort der mittelständischen Holz- und Metallverarbeitung sowie der Elektroindustrie.[13]
Beschäftigungsstruktur (Stand: 30. Juni 2004)
Im öffentlichen Personennahverkehr ist Eslohe mit Bussen der BRS aus Richtung Schmallenberg, Grevenstein und Freienohl erreichbar. Innerhalb der Gemeinde gibt es weitere Buslinien und vier Bürgerbus-Routen. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Altenhundem und Meschede. Eslohe liegt weiterhin an der ehemaligen Bahnstrecke Finnentrop–Wennemen, die bis zum 21. Mai 1966 im Personenverkehr bedient wurde. Die Bahntrasse wurde zwischen Eslohe und Finnentrop jedoch zwischen 1976 und 200 abgebaut. Heute führt der Sauerland-Radring über den Bahndamm. Die Bundesstraßen 55 und 511 verlaufen ebenfalls durch den Ort.
Seit 1976 hat Eslohe den Status eines Luftkurortes. In den letzten Jahren wurde ein ehemaliges Krankenhaus in der Ortsmitte zu einem Kurhaus mit einem angrenzenden Kurpark umgebaut.
In Ortsteil Coppenrode befindet sich das Plattdeutsche (Sauerländische) Ton-Archiv. Im Archiv werden Tonaufnahmen von Mundarten im Sauerland gesammelt aufgenommen und ausgewertet.
Als Schulträger betreibt die Gemeinde Eslohe Grundschulen in Eslohe, Reiste und Wenholthausen. Weiterführende Schulen sind die Christine-Koch-Hauptschule und die Realschule Eslohe. Als berufliche Schule ist in Eslohe die Lorenz-Burmann-Schule, eine Berufs- und Fachschule für Dachdecker, tätig. Diese ist für die Ausbildung der Dachdecker für ganz Westfalen zuständig. Hinzu kommt eine Nebenstelle des Berufsbildungswerkes der Handwerkskammer Arnsberg.
Die Kardinal-von-Galen-Schule in Eslohe ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung und die Gebrüder-Grimm-Schule gehört zu den Schulen des Hochsauerlandkreises für Sprachbehinderte.
Für Erwachsenenbildung ist die VHS-Geschäftsstelle in Schmallenberg zuständig.[15]
Arnsberg | Bestwig | Brilon | Eslohe (Sauerland) | Hallenberg | Marsberg | Medebach | Meschede | Olsberg | Schmallenberg | Sundern (Sauerland) | Winterberg
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