Mittwoch, 23.05.2012



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Eschwege

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Eschwege in Hessen. Für weitere Bedeutungen siehe Eschwege (Begriffsklärung).


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eschwege
Eschwege
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eschwege hervorgehoben
51.18805555555610.052777777778211Koordinaten: 51° 11′ N, 10° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 211 m ü. NN
Fläche: 63,27 km²
Einwohner: 20.372 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 322 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37269
Vorwahl: 05651
Kfz-Kennzeichen: ESW
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 003
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Obermarkt 22
37269 Eschwege
Webpräsenz:
Bürgermeister: Jürgen Zick (SPD)
Lage der Stadt Eschwege im Werra-Meißner-Kreis

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Eschwege liegt als Kreisstadt des Werra-Meißner-Kreises im Nordosten von Hessen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt in einer weitläufigen Flussniederung der Werra am Fuß des Leuchtberges nordwestlich des Schlierbachswaldes und östlich des Hohen Meißners.

Die nächste hessische Großstadt ist Kassel (ca. 52 km nordwestlich); die nächste niedersächsische Großstadt Göttingen (ca. 55 km nördlich).

Nachbargemeinden

Eschwege grenzt im Norden an die Stadt Bad Sooden-Allendorf und die Gemeinde Meinhard, im Osten an die Stadt Wanfried (alle drei im Werra-Meißner-Kreis), im Südosten an die Stadt Treffurt (im thüringischen Wartburgkreis), im Süden an die Gemeinden Weißenborn und Wehretal, im Westen an die Gemeinde Meißner, sowie im Nordwesten an die Gemeinde Berkatal (alle vier im Werra-Meißner-Kreis).

Stadtgliederung

Neben der Kernstadt Eschwege besteht der Ort aus den Stadtteilen Albungen, Eltmannshausen, Niddawitzhausen, Niederdünzebach, Niederhone, Oberdünzebach und Oberhone.

Klima

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Eschwege
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 4 9 13 18 20 23 23 18 13 7 3 Ø 12,8
Min. Temperatur (°C) -1 -1 2 4 8 11 13 13 10 6 2 0 Ø 5,6
Temperatur (°C) -0,1 0,6 3,9 8,0 12,5 15,7 17,1 16,6 13,6 9,3 4,4 1,3 Ø 8,6
Niederschlag (mm) 44,8 36,3 47,8 51,6 65,9 84,3 70,9 65,3 51,5 45,5 53,2 59,0 Σ 676,1
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44,8
36,3
47,8
51,6
65,9
84,3
70,9
65,3
51,5
45,5
53,2
59,0


Quelle: Max.- / Min-Temperaturen [1], Monatsdurchnittstemperaturen und Niederschläge [2]

Geschichte

Kupferstich von Eschwege im Jahr 1655 (Matthäus Merian)

Seine erste Erwähnung findet eskinivvach im Jahre 974. Dieser Name entstammt einer alten germanischen Sprache und bedeutet soviel wie die Siedlung bei den Eschen am Wasser. Sprachgeschichtlich lässt sich die Entstehung des Ortes somit auf eine Zeit vor der Eroberung durch die Franken datieren. Das war nach dem Jahr 500, spätestens um 700. Wohl noch in merowingischer Zeit entstand hier ein fränkischer Königshof, der als Grenzbefestigung über die Werrafurt nach Thüringen wachte und noch im 10. und 11. Jahrhundert bestand. Auf diese Zeit deutet noch der heilige Dionys hin, der bevorzugte Heilige der Merowinger, dem die Altstädterkirche geweiht ist.

Eschwege: Blick auf Werrabrücke und „Brückenhausen“

Die erste schriftliche Erwähnung findet sich in einer Urkunde von Kaiser Otto II., der darin den Königshof und die Siedlung seiner Frau Theophanu als Erbe hinterlässt. Ihre Tochter Sophie gründete um 1000 auf dem Cyriakusberg ein Kanonissenstift, das dem heiligen Cyriakus geweiht wurde und bis zur Einführung der Reformation in Hessen im Jahre 1527 bestand (einzig heute noch erhaltener Rest des Stifs ist der „Karlsturm“). Die Marktrechte erhielt der Ort um 1188, und die Stadtrechte folgten vor dem fts Jahr 1249. Aus dieser Zeit stammen auch die Grundlagen der bis in die Neuzeit florierenden Tuch- und Ledererzeugung.

Ab 1264 gehörte Eschwege, als Folge des Thüringisch-Hessischen Erbfolgekriegs, unter Heinrich I. von Hessen zu Hessen. Am 12. Mai 1292 trug er König Adolf von Nassau die Stadt Eschwege als Reichslehen an und erhielt sie und die Reichsburg Boyneburg sofort als erbliches Reichslehen zurück. Damit erwarb Heinrich die Reichsfürstenwürde, was seine Machtstellung in Hessen erheblich stärkte.

Im Jahre 1385 zog Landgraf Balthasar von Thüringen in die Stadt ein und baute 1386 eine Burg. Im Jahre 1433 fiel die Stadt wieder an die Landgrafschaft Hessen. Die Landgrafen Philipp I., Wilhelm IV. und Moritz bauten die Burg zu einem Schloss aus. Von 1627 bis 1632 war dies der Alterssitz des abgedankten Landgrafen Moritz und von 1632 bis 1655 Residenz des Landgrafen Friedrich von Hessen-Eschwege, einer Nebenlinie im sog. Rotenburger Quart des Hauses Hessen-Kassel; allerdings residierte Friedrich wohl erst nach 1646 tatsächlich in der Stadt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Eschwege an Ostern 1637 durch kaiserliche Kroaten unter General Johann von Götzen geplündert und weitgehend durch Brände verwüstet. Nach dem Tod Friedrichs von Hessen-Eschwege 1655 fiel seine (Teil-)Landgrafschaft an seinen Bruder Ernst von Hessen-Rheinfels. Nach 1731 verlegte dessen Enkel Christian von Hessen-Wanfried die Residenz der Landgrafschaft Hessen-Wanfried nach Eschwege. Nach dem Aussterben der Linie Hessen-Wanfried im Mannesstamm 1755 fiel die Landgrafschaft an die Linie Hessen-Rotenburg. Als auch diese 1834 in männlicher Linie erlosch, fiel die ganze Quart an das Stammhaus Hessen-Kassel zurück.

Die Stadt erhielt im Jahre 1875 einen Bahnanschluss, als die Strecke von Bebra nach Eschwege gebaut wurde. Der Bahnhof Niederhone (ab 1938 Eschwege-West) war Kreuzungspunkt der Kanonenbahn mit der Bebraer Bahn.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Eschwege zur Amerikanischen Besatzungszone. Die US-Militärverwaltung richtete 1946 ein DP-Lager zur Unterbringung jüdischer Mitbürger, so genannter Displaced Persons (DP), ein. Dieses Lager, in dem zeitweise bis zu 3300 Menschen lebten, wurde im April 1949 aufgelöst.

Historische Stadtnamen

In der Gründungszeit wurde Eschwege "Eskiniwach" genannt, das heißt soviel wie "Siedlung bei den Eschen am Wasser". Die älteren Leute, die in der Umgebung von Eschwege leben, sagen zu „Eschwege“ auch „Eschewei“ oder „Ischewei“. Diese Namen stammen vermutlich aus dem Hochdeutschen und sind vom germanischen Ursprungsnamen Eschweges abgeleitet.

beschriftetes Panorama der Altstadt von Eschwege - Aufgenommen vom Nikolaiturm

Eingemeindungen

1936 wurde Niederhone eingemeindet, im Rahmen der Gebietsreform 1973 auch die sechs anderen oben genannten Gemeinden.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Einwohner 22.094 21.951 21.723 21.625 21.597 21.387 21.086 20.847 20.610

Religionen und Konfessionen

Christliche Kirchen

In Eschwege gibt es vier evangelische Kirchengemeinden in der Kernstadt (Stadtkirchengemeinde Eschwege mit der Marktkirche St. Dionys und der Neustädter Kirche St. Katharina, Kreuzkirchengemeinde auf der Struth und Auferstehungskirchengemeinde am Heuberg) und je eine evangelische Kirchengemeinde in den Ortsteilen Albungen (Kirchengemeinde Albungen-Hitzelrode), Eltmannshausen, Niddawitzhausen, Niederdünzebach, Oberdünzebach, Niederhone und Oberhone. Daneben gibt es zwei Katholische Pfarrgemeinden in der Kernstadt Eschwege (St. Elisabeth und Apostelkirche am Heuberg), eine Landeskirchliche Gemeinschaft (Bismarkstraße 7), eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und eine Neuapostolische Gemeinde, die zu Gottesdiensten in der ehemaligen Synagoge (Vor dem Berge 4) zusammenkommt. Heute gehören bei einer Gesamtbevölkerung von 22.574 Menschen (31. Dezember 2006) 13.967 (=61,87%) Personen der Evangelischen Kirche und 3.403 Personen (15,07%) der Katholischen Kirche an.[3]

Die älteste Kirche der Stadt wurde im 10. Jahrhundert an der Stelle der heutigen Marktkirche errichtet.

Jüdische Gemeinde

Bereits im Mittelalter lebten Juden in Eschwege (erster Nachweis 1301). Bei der Verfolgung in der Pestzeit 1348/49 wurde die jüdische Gemeinde vernichtet. 1457 wurde eine „Judengasse“ erwähnt, 1507 war vom „vicus iudaicus“ die Rede. Die Judengasse lag im Stadtzentrum zwischen „Kohlenmarkt“ und „Neuer Steinweg“. 1580 wurden 30 jüdische Einwohner in der Stadt gezählt. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts stieg ihre Zahl auf 171 (4,9 % der Gesamtbevölkerung). Die Familien lebten zunächst fast ausschließlich vom Vieh- und Warenhandel (Textilien). Im 19. Jahrhundert jedoch entstanden zahlreiche jüdische Handels-, Gewerbe- und Industriebetriebe, die eine große Bedeutung für das Wirtschaftsleben der Stadt bekamen. Auch am öffentlichen Leben nahmen die jüdischen Bewohner regen Anteil. Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Niederhessen (Kassel), hatte jedoch ein eigenes Kreisrabbinat. Die meisten jüdischen Bewohner gab es im Jahre 1885 - 549 lebten damals hier. Schon 1838 war eine Synagoge eingeweiht worden. Ihre Inneneinrichtung wurde beim Novemberpogrom 1938 völlig zerstört (seit 1954 ist in der ehemaligen Synagoge die neuapostolische Kirche von Eschwege).

Nach 1933 zog ein Teil der jüdischen Gemeindemitglieder (1933: 421 Personen) aufgrund der zunehmenden Entrechtung und Repressalien aus Eschwege fort oder wanderte aus, ein großer Teil von ihnen in die USA (80 Personen). 1941–42 wurden die letzten etwa 100 jüdischen Einwohner in die KZ-Vernichtungslager deportiert.

Nach 1945 wurde für jüdische KZ-Überlebende einige Jahre lang ein DP-Lager unter Aufsicht der UNRRA in der Stadt eingerichtet. Fast alle Lagerbewohner wanderten nach Gründung des Staates Israel dorthin aus. Die in Eschwege verbliebenen jüdischen Einwohner waren zu wenige, um auf Dauer wieder einen Minjan bilden zu können.

Politik

Altes Rathaus

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 32,0 12 32,9 12
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,8 17 43,7 16
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 5,7 2 5,7 2
FDP Freie Demokratische Partei 8,9 3 9,8 4
FWG Freie Wählergemeinschaft Eschwege 8,6 3 7,9 3
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 47,2 50,0

Sozialdemokraten und FDP arbeiten in der Stadtverordnetenversammlung zusammen.

Magistrat

Der Magistrat der Kreisstadt Eschwege besteht aus 2 hauptamtlichen Mitgliedern (Bürgermeister Jürgen Zick (SPD) und Stadtkämmerer Thomas Große) und 7 ehrenamtlichen Stadträten. Davon entfallen 3 Stadträte auf die SPD, 2 auf die CDU und je 1 auf FDP und FWG.

Bürgermeister

Derzeitiger Bürgermeister ist Jürgen Zick (SPD), er wurde am 15. Juni 2003 mit 60,6 % der Stimmen für weitere sechs Jahre wiedergewählt und setzte sich damit gegen zwei Gegenkandidaten durch.

Wappen

Das Wappen der Kreisstadt Eschwege zeigt eine silberne Burg mit zwei spitzbedachten Türmen auf rotem Grund. Zwischen beiden Türmen schwebt ein grüner Eschenzweig mit drei gefiederten Blättern. Zum Schutz der Verwendung des Wappens hat die Kreisstadt Eschwege eine Satzung erlassen.

Städtepartnerschaften

Eschwege unterhält Partnerschaften zum französischen Saint-Mandé im Département Val-de-Marne (seit 1989), zum thüringischen Mühlhausen/Thüringen (seit 1989) und zum bayerischen Regen (seit 1997; Städtefreundschaft seit 1967).

Patenschaften bestehen darüber hinaus zum Tender „Werra“ der Deutschen Marine, der BP 26 „Eschwege“ der Bundespolizei See sowie der Lufthansa-Maschine D-ACPH, die auf den Namen „Eschwege“ getauft wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Stadtmuseum Eschwege
  • Eschweger Zinnfiguren- und Miniaturenkabinett
  • Eisenbahnmuseum der „Freunde der Eisenbahn“


Bauwerke

Ostfront von Schloss Eschwege

Eschwege verfügt noch über einen mittelalterlichen Stadtkern mit geschlossener Fachwerkbebauung. Daneben gibt es folgende sehenswerte Bauten.

  • Neustädter Kirche St. Katharina
  • Marktkirche St. Dionys
  • Eschweger Landgrafenschloss, seit 1821 Sitz der Kreisverwaltung (1386 als Burg erbaut, im 16. und 17. Jahrhundert zum Schloss erweitert), mit Dietemann-Turm und Frau-Holle-Brunnen
  • Hochzeitshaus (städtisches Bürgerhaus von 1578)
  • Schulberg (Cyriakusberg) mit dem Karlsturm, auch Schwarzer Turm genannt(einzig erhaltener Bau des Stifts aus dem 11. Jahrhundert)
  • Nikolaiturm (ehemaliger Kirchturm von 1455)
  • Bismarckturm auf dem Leuchtberg (von 1903)
  • Schäferhalle (Pavillonbau am Westabhang des Leuchtberges)
  • Ehemalige Synagoge, heute neuapostolische Kirche
  • Hospitalkapelle
  • Kloster, Sitz der Eschweger Klosterbrauerei
  • Hexenkeller

Parks

  • Schlossgarten
  • Botanischer Garten
  • Sophiengarten
  • Leuchtbergpark (mit Wege im und um den kleinen und großen Leuchtberg)
  • Werratalsee (Naherholungsgebiet zwischen Eschwege und Schwebda)

Sport

Auf dem Werratalsee liegt eine in Hessen einzigartige Ruder-Regattastrecke mit 6 Bahnen und 1500 Metern Länge. Sie wurde 2008 auf 2000 Meter und somit auf internationale Dimension ausgebaut. Das ermöglicht es dem Eschweger Ruderverein, demnächst internationale Wettbewerbe auszurichten. Seit einigen Jahren schon werden hier die Hessischen Rudermeisterschaften ausgetragen.

Darüber hinaus wird auf dem Werratalsee gesegelt. Der Werrertalsee und Segelclub WSSC 1969 Eschwege e.V. organisiert jährlich eine Frühjahrs- und Herbstregatta. Während der Saison sind Gäste in der Marina willkommen.

Eine weiteres Sportereignis ist der Triathlon "WerraMan". Seit 2004 wird es von der Stadt veranstaltet. Der Wettbewerb findet jedes Jahr am ersten Wochenende im September statt. Der "WerraMan" sowie alle anderen Wassersportveranstaltungen werden von der DLRG Ortsgruppe Eschwege-Wanfried e. V. unterstützt.

Die Reitanlage in unmittelbarer Nähe des Werratalsees ist Jahr für Jahr Schauplatz der Nordhessischen Meisterschaften im Spring- und Dressurreiten. Mehrfach wurden hier auch die Hessischen Meisterschaften in diesen Disziplinen ausgetragen.

Fußball wird in Eschwege in den Vereinen SV 07 Eschwege (Landesliga), FC Eschwege 1988 e.V (Kreisliga B2) und FFV Palm Strikers Eschwege (Kreisliga C2) gespielt.

Der Eschweger TSV 1848 e. V. (Turn- und Sportverein) vereint elf Abteilungen unter seinem Dach; er bietet u.a. Basketball, Handball, Tischtennis, Turnen, Schwimmen und Leichtathletik an. Seit 2005 gibt es zudem eine Radsportabteilung. Somit ist der TSV einer der größten Sportvereine im Kreisgebiet.

Der größte Tennisverein der Stadt heißt TC 51 Eschwege. Seine Herrenmannschaft spielt in der Gruppenliga (fünfthöchste Klasse in Deutschland).

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Wochenmarkt auf dem Obermarkt jeden Mittwoch- und Sonnabendvormittag
  • Johannisfest, traditionell am ersten Sonntag im Juli - wird allerdings, wenn die hessischen Sommerferien schon im Juni beginnen, auf den letzten Sonntag vor Ferienbeginn vorverlegt. Freitag: Stadtfest mit traditionellem "Kränzewickeln", Sonnabend: "Maienzug" der Eschweger Schulklassen, Sonntag: Festumzug der Eschweger Schulklassen mit dem Dietemann, Montag: Festausklang und Lampionauffahrt des Eschweger Rudervereins; großes Höhenfeuerwerk
  • Open Flair Festival, i. d. R. am zweiten Wochenende im August
  • Kneipenfestival in der Innenstadt mit Live-Musik im Frühjahr und Herbst
  • Brauereifest (Eschweger Klosterbrauerei)
  • Wurschtfest in Eschwege im September
  • Eschweger Puppen-Festtage, 1. Wochenende im November
  • EAA = Eschweger Automobilausstellung in der Innenstadt im Mai
  • Hüttenzauber = vorweihnachtliche stimmungsvolle Veranstaltung am Marktplatz
  • Weihnachtsmarkt am Marktplatz/Obermarkt
  • Eschweger Frühlingsfest
  • Eschweger Schützenfest, 1. Wochenende im September
  • Fritz-Jordan Gedächtnisrudern; Ende September auf der Werra
  • WerraMan - Eschweger Volkstriathlon (400 m Schwimmen, 23 km Radeln und 5 km Laufen), Ende August/Anfang September

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bahnhof Eschwege West

Durch die Stadt führen die Bundesstraßen B 27, B 249 und B 452. Zudem liegt Eschwege an der RegionalBahn-Linie R7 GöttingenEschwege-WestBebraBad HersfeldFulda (Siehe: Bahnstrecke Bebra–Göttingen) und gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an. Die nahe Autobahn A44 von Kassel nach Eisenach ist derzeit im Bau.

Die Hessische Landesbahn will die 1985 stillgelegte gut drei Kilometer lange Bahnstrecke zwischen dem Bahnhof Eschwege-West und dem Eschweger Bahnhof im Stadtzentrum, die Teil der Bahnstrecke Leinefelde–Treysa ist, bis zum Dezember 2009 wieder in Betrieb nehmen. Damit soll es in Zukunft einen direkten Zugverkehr von Eschweger Stadtbahnhof nach Kassel, Göttingen und Bad Hersfeld geben.[4][5] Im Gegenzug soll der Bahnhof Eschwege West aufgegeben werden und die Züge von der Hauptstrecke abbiegen und in Eschwege Kopf machen.

Durch Eschwege verkehrt der Stadtbus Eschwege mit vier Linien.

Ansässige Unternehmen

Im Bereich des Maschinenbaus sind die Firmen Präwema Antriebstechnik GmbH (Werkzeugmaschinen), Hyco Pacoma GmbH (Hydraulikzylinder), die Baumer Thalheim GmbH & Co. KG (Drehgeber) und die Georg Sahm GmbH & Co. KG (Spulmaschinen und Hochleistungswickler für die Textilindustrie) tätig.

Im Bereich Haus- und Systemtechnik arbeitet die Firma Stiebel Eltron GmbH & Co.KG (Werk Eschwege), und die Friedola Gebr. Holzapfel GmbH stellt Freizeitartikel und Tisch-/Bodenbeläge her.

Die Eschweger Klosterbrauerei GmbH ist eine alt eingesessene Firma. Sie braut in der Stadt seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Für ihre Biere wird die Brauerei regelmäßig mit DLG-Medaillen ausgezeichnet.

Medien

In Eschwege erscheint die Werra-Rundschau und der Marktspiegel. Das Lokalradio Rundfunk Meißner sendet seit 1997 von hier.

Öffentliche Einrichtungen

Neben den üblichen Einrichtungen einer Kreisstadt und den bereits im Kapitel „Kultur und Sehenswürdigkeiten“ erwähnten Einrichtungen gibt es die Stadtbibliothek und das espada Freizeitbad.

Bildung

In Eschwege gibt es die Gesamtschulen Anne-Frank-Schule und Brüder-Grimm-Schule, weiterhin das Gymnasium Friedrich-Wilhelm-Schule (Jahrgangsstufen 5–10) sowie das Oberstufengymnasium.

Grundschulen sind die Alexander-von-Humboldt-Schule, die Geschwister-Scholl-Schule und die Struthschule. Die Lernhilfeschule heißt Pestalozzischule.

Darüber hinaus arbeiten berufsbildend die „Beruflichen Schulen des Werra-Meißner-Kreises“ und als Privatschule die Freie Waldorfschule Werra-Meißner.

Weitere Aus- und Weiterbildungseinrichtungen sind das Bundespolizei-Aus- und Fortbildungszentrum Mitte, die Volkshochschule sowie die Familienbildungsstätte

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Eitel Oskar Höhne (Mitglied des Hessischen Landtags 1950–1970; Landrat des Landkreises Eschwege und des Werra-Meißner-Kreises 1961–1988; langjähriger Vorsitzender des Verwaltungsrates des Hessischen Rundfunks) – geboren in Dresden
  • Ruth Hammeran (Gymnasiallehrerin und Lyrikerin; 1922-2007)
  • Hartmut Holzapfel (Hessischer Kultusminister 1991–1999) – geboren in Ringgau-Röhrda – bis zum Abitur in Eschwege
  • Erika Wagner (Mitglied des Hessischen Landtags 1978–1995; Vizepräsidentin 1991–1995) – geboren in Wanfried
  • Dietrich Meister (Mitglied des Hessischen Landtags 1970-1991)
  • Julius Hackethal (Chirurg und Buchautor) - 1946-1950 Assistenz- und Oberarzt am Kreiskrankenhaus Eschwege
  • Heinz Fromm (* 10. Juli 1948 in Meinhard-Frieda) ist seit Juni 2000 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz - bis zum Abitur in Eschwege
  • Lothar Quanz (* 2. September 1949 in Burghaun) ist ein hessischer Politiker (SPD) und Erster Vizepräsident des hessischen Landtags, war lange Jahre als Lehrer an der Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege tätig.


Quellen

  1. Max.- / Min-Temperaturen von MSN Weather – Eschwege, DEU
  2. Monatsdurchnittstemperaturen, Niederschläge (Normalperiode 1961–1990) Daten vom DWD
  3. Klaus Döll: Zur Kirchengeschichte Eschweges, in: Geschichte der Stadt Eschwege. Eschwege 1993, S.316-340
  4. Frankfurter Rundschau, Stadtausgabe, 12. April 2007, S 32.
  5. Nordhessischer VerkehrsVerbund - Der neue Stadtbahnhof in Eschwege, abgerufen am 09. Oktober 2008

Weblinks

da:Eschwege

en:Eschwege eo:Eschwege es:Eschwege fr:Eschwege it:Eschwege la:Escevegia nl:Eschwege no:Eschwege pl:Eschwege ro:Eschwege ru:Эшвеге sv:Eschwege vo:Eschwege