Meinestadt.de - Ennigerloh - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||||
| Kreis: | Warendorf | ||||
| Höhe: | 104 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 125,15 km² | ||||
| Einwohner: | 20.322 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 162 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 59320 | ||||
| Vorwahlen: | 02524 (Ennigerloh und Ostenfelde) 02528 (Enniger) 02587 (Westkirchen) 02525 (Elsawäldchen) |
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| Kfz-Kennzeichen: | WAF | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 70 020
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| Stadtgliederung: | 4 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 59320 Ennigerloh |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Berthold Lülf (SPD) | ||||
| Lage der Stadt Ennigerloh im Kreis Warendorf | |||||
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Ennigerloh ist eine kreisangehörige Stadt im Kreis Warendorf im Münsterland mit etwa 21.000 Einwohnern. Nachbargemeinden und -städte sind im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend: Warendorf, Beelen, Oelde, Beckum, Ahlen und Sendenhorst.
Inhaltsverzeichnis |
Stadtteile sind:
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1998 | 20.599 |
| 1999 | 20.656 |
| 2000 | 20.742 |
| 2001 | 20.786 |
| 2002 | 20.741 |
| 2003 | 20.724 |
| 2004 | 20.671 |
| 2005 | 20.741 |
(jeweils zum 31. Dezember)
Urkundlich wird Ennigerloh erstmals im Jahre 860 aus Anlass der Gründung des Klosters Herzebrock erwähnt. In den ältesten Heberollen des Stiftes Freckenhorst, um 1050 geschrieben, werden mit dem Haupthof Aningeralo bereits viele Höfe genannt, die dem Kloster abgabepflichtig waren. "Loh" bedeutet u. a. Wald, hier aber eher "Heiliger Hain" (nach dem lat. "lucus" mit derselben Bedeutung), Die Silbe "ing" im Namen Aningerlo bedeutet nicht, wie vielfach behauptet, dass hier früher eine Thingstätte war. Vielmehr bedeutet sie eine Zugehörigkeit, vielleicht zu einem Anno (den wir aber nicht kennen) ähnlich wie Karolinger zur Sippe des Karl gehören.
Im Jahre 1240 hat der Edelherr Bernhard zu Lippe die zu Rheda gehörende Vogtei Ennigerloh dem Bischof von Münster überlassen. In den Jahren 1270 bis 1336 wird in den Urkunden des Stiftes Freckenhorst oftmals ein Rittergeschlecht von Ennigerloh erwähnt. Der Platz eines Femegerichtes und eines Freistuhls im Eigentum des Landesherren, des Bischofs von Münster, wurde 1690 zur Bebauung freigegeben. Damit entstand die noch heute bestehende dichte Bebauung im Ortskern, Drubbel genannt. Das niederdeutsche Wort Drubbel ist verwandt mit dem hochdeutschen Traube: Die Häuser stehen so dicht, wie die Beeren einer Traube. Die Pfarre St. Jakobus war eine sogenannte Mutterpfarre, von der nachweislich die Pfarren in Enniger, Hoetmar und Neubeckum abgezweigt wurden. Der ältere Teil der Kirche ist eine spätromanische, westfälische Halle aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Der Raum hat einen fast quadratischen Grundriss mit ursprünglich zwei Eingängen im Norden und Süden. Durch den Umbau im Jahre 1886 hat sie viel von ihrem ursprünglichen Stil eingebüßt. Zum Teil wurde der alte Zustand im Inneren der Kirche wieder hergestellt. Die Kirche steht auf einer starken Bodenerhebung und prägt zusammen mit der alten Mühle seit langer Zeit die Stadtsilhouette. Das alte Dorf lag zwischen der Kirche und dem Haupthof Schulze Ennigerloh, der um 1860 aufgelöst wurde. Das tragende Element der Bevölkerung waren die Bauern. Bedeutende Grundherren waren der Bischof von Münster, die Domkellerei, das kaiserliche freiweltliche Stift Essen, das Stift Freckenhorst, die Grafen von Ravensberg, die Klöster Marienfeld, Herzebrock und Clarholz, Haus Geist und verschiedene andere Adelige. Bis 1900 war Ennigerloh eine Gemeinde mit rein ländlichem Charakter. Der industrielle Aufstieg begann mit dem Bau der Köln-Mindener Eisenbahn. Da mit der Bahn auch die Kohle ihren Einzug hielt, konnte der Kalkstein in immer größerem Maße abgebaut werden. Zunächst entstanden in Ennigerloh ab 1860 die ersten Feldöfen zum Brennen von Kalk. Die Feldöfen wurden später von den Ringöfen abgelöst, schließlich von den Zementwerken. Zu deren Betrieb wurden viele auswärtige Arbeitskräfte angeworben. Das Wirtschaftsleben nahm einen stetigen Aufschwung. Der ländliche Charakter trat immer mehr in den Hintergrund, wenn auch die vier großen Bauerschaften bis heute ihre Bedeutung nicht verloren haben. Nach dem Ersten Weltkrieg litt die Bevölkerung unter starker Arbeitslosigkeit als Folge der Weltwirtschaftskrise. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerungszahl fast um das doppelte, nicht zuletzt eine Folge des Flüchtlingsstroms. Mit dem Anwachsen der Bevölkerung mussten nicht nur Wohnungen, sondern auch öffentliche Gebäude - Schulen, Kirchen, Rathaus usw. - gebaut werden. Moderne Spiel- und Sportanlagen inmitten von Grünflächen stehen der Jugend zur Verfügung und dienen der gesamten Bevölkerung als Erholungsgebiet. Am 1. Januar 1975 wurde Ennigerloh eine Großgemeinde. Enniger, Ostenfelde und Westkirchen kamen als neue Ortsteile hinzu. Am 9. November 1976 wurde der Großgemeinde die Bezeichnung Stadt verliehen [1].
Am 5. Mai 2002 wurde in Ennigerloh erstmals in der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen ein direkt gewählter Bürgermeister direkt wieder abgewählt[2]. Vorausgegangen war ein Vorschussbetrug, im Rahmen dessen von der Stadtverwaltung genehmigte Kredite in Höhe von ca. 145.000 Euro an einen Sozialhilfeempfänger flossen. Gegen den Sozialhilfeempfänger, den Bürgermeister, den Stadtdirektor und mehrere Mitarbeiter der Stadt wurde seitens der Staatsanwaltschaft ermittelt [3].
| Merkmal | Anzahl | Prozent | Sitze im Rat |
|---|---|---|---|
| Wähler/-innen (gültige Stimmen) | 9 651 | 100,0 | (insgesamt) 32 |
| CDU | 4 253 | 44,1 | 14 |
| SPD | 2 526 | 26,2 | 8 |
| FWG | 1 632 | 16,9 | 6 |
| FDP | 869 | 9,0 | 3 |
| GAL (Grün - Alternativen Liste) | 371 | 3,8 | 1 |
2004 fand keine Bürgermeisterwahl statt. Amtierender Bürgermeister ist Berthold Lülf (SPD), der am 22. September 2002 gewählt wurde.
Die Muscheln sollen auf die Kalksteinvorkommen hinweisen; zugleich sind sie Attribute des Kirchenpatrons St. Jakobus. Der grüne Schildergrund deutet auf die Ortsnamensendung -loh = Wald und auf die landwirtschaftliche Nutzung des Gemeindegebietes hin.
Verliehen wurde das Wappen der damaligen Gemeinde am 2. Juni 1955.
Ennigerloh liegt an der B 475.
Ahlen | Beckum | Beelen | Drensteinfurt | Ennigerloh | Everswinkel | Oelde | Ostbevern | Sassenberg | Sendenhorst | Telgte | Wadersloh | Warendorf
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