Meinestadt.de - Engen - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Konstanz | |
| Höhe: | 531 m ü. NN | |
| Fläche: | 70,53 km² | |
| Einwohner: | 10.217 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 145 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 78234 | |
| Vorwahl: | 07733 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KN | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 35 022 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstraße 11 78234 Engen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Johannes Moser | |
Engen ist eine im Hegau gelegene Stadt im baden-württembergischen Landkreis Konstanz.
Inhaltsverzeichnis |
Engen besteht aus den neun Stadtteilen Engen, Anselfingen, Zimmerholz, Bargen, Welschingen, Biesendorf, Stetten, Bittelbrunn und Neuhausen mit der Stadt Engen und 38 weiteren Dörfern, Weilern, Höfen und Häusern.
→Siehe auch: Liste der Orte im Landkreis Konstanz
Die Stadtteile sind räumlich identisch mit den früher selbstständigen Gemeinden gleichen Namens, mit Ausnahme der Baugebiete Hugen I - III und Baumgarten, deren Gebiete früher Teil der Gemarkung Anselfingen waren und heute zum Stadtteil Engen gehören. Die offizielle Benennung der Stadtteile erfolgt durch vorangestellten Namen der Stadt und durch Bindestrich verbunden nachgestellt der Name des jeweiligen Stadtteils. Das Stadtgebiet ist in die drei Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung Wohnbezirk Engen, Wohnbezirk Anselfingen, Neuhausen und Welschingen und Wohnbezirk Stetten, Zimmerholz, Bargen, Bittelbrunn und Biesendorf gegliedert. Im Stadtteil Biesendorf ist eine Ortschaft im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.
Im Stadtteil Anselfingen liegen die aufgegangene Ortschaft Hausen am Ballenberg und die Burgruine Hohenhewen. Im Stadtteil Bargen liegt die Wüstung Spitzach. Im Stadtteil Biesendorf liegen die abgegangenen Ortschaften und Burgen Burgstall, Griengen und Maggental. Im Stadtteil Bittelbrunn liegen die Wüstungen Wasserburg und Weildorf. Im Stadtteil Engen liegt die 1286 erstmals erwähnte und 1848 in Engen aufgegangene Ortschaft Altdorf und die abgegangenen Ortschaften Ernsthofen, Gottschalkshof, Krattenhofen und Pfaffwiesen, das jedoch nicht mit Sicherheit als Siedlung nachgewiesen ist. Im Stadtteil Neuhausen liegen die Wüstungen Hof zu Bybrugge und Glenderhof. Nördlich von Stetten befindet sich die Ruine der Burg Neuhewen. Im Stadtteil Welschingen liegen die abgegangenen Ortschaften Burgstall, Crasingen und Im Thurn. Im Stadtteil Zimmerholz liegt östlich des Dorfes die abgegangene Ortschaft Haginshof, auf die ein Flurname hindeutet.
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Engen wurde erstmals urkundlich im 11. Jahrhundert erwähnt. Es gehörte damals den Freiherren von Höwen (bzw. Hewen). Im 13. Jahrhundert erhielt Engen das Stadtrecht. Im Jahre 1640 wurde es von den Schweden und Franzosen verheert.
In Engen fand am 3. Mai 1800 während des Zweiten Koalitionskriegs eine Schlacht zwischen den Österreichern unter Baron von Kray und den Franzosen unter General Moreau statt, welche mit dem Rückzug der Österreicher endete.
Im Jahre 1988 fanden in Engen die Heimattage Baden-Württemberg statt.
Jüngst machte Engen Schlagzeilen wegen der sich dort gruppierenden rechtsradikalen Szene.[4]
Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden die folgenden bis dahin selbstständigen Gemeinden nach Engen eingemeindet:
Engen ist Sitz des Dekanats westlicher Hegau des Erzbistums Freiburg.
Seit dem 13. Juni 2004 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber ein fünfzackiger schwarzer Stern.“
Der Name Anselfingen tauchte mit Ernest von Anselfingen erstmals um 1100 auf. 1270 wurde im Ort eine Burg erbaut, die auch von Raubrittern genutzt wurde. Die Burg wurde 1639 im Dreißigjährigen Krieg von kaiserlichen Truppen zerstört. 1806 ging Anselfingen an das Großherzogtum Baden, wo es zunächst zum Amt Engen gehörte. Bei dessen Auflösung kam die Gemeinde 1936 zum Landkreis Donaueschingen, aber schon 1939 zum Landkreis Konstanz.[1]
1342 wurde Bargen erstmals urkundlich erwähnt. Wie die anderen Gemeinden des heutigen Engen kam es 1806 zu Baden. Bargen hat heute ca. 350 Einwohner.[2]
Biesendorf wurde erstmals 1324 urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert wurden hier Bohnerze abgebaut. Bis 1973 hat es zum Landkreis Tuttlingen gehört.[3]
Bittelbrunn wurde 1328 erstmals urkundlich erwähnt und ist durch die steinzeitlichen Fundorte aus der Zeit des Magdalénien (circa 16.000 bis 14.500 Jahre alt) am Petersfels, der Gnirshöhle, einer steinzeitlichen Siedlung im Willdorf, sowie im Wasserburgertal bekannt. Der Hammondorgelvirtuose Klaus Wunderlich verbrachte hier seine letzten Lebensjahre.[4]
Im Stadtteil Neuhausen leben ca. 600 Einwohner. Neuhausen ist von der Stadt Engen durch ein Naturschutzgebiet geographisch abgetrennt. Aus der fränkischen Zeit waren in Neuhausen bis zum Mittelalter eine Burg und eine alte Kirche zu finden. Neuhausen war ehemals für den Weinbau bekannt.[5]
Erstmals 1236 wurde Stetten urkundlich erwähnt. Wie auch die Burg Neuhewen gehörte es bereits seit 1315 nicht mehr zur Herrschaft Hewen, sondern wurde vorderösterreichisch und kam später zum Fürstentum Fürstenberg, bevor es 1806 im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses badisch wurde. Als einziger Teilort wurde Stetten 1939 nicht in den Landkreis Konstanz eingegliedert, sondern blieb im Landkreis Donaueschingen. Erst mit dessen Auflösung 1973 folgte es den übrigen heutigen Teilorten nach.[6]
Welschingen ist Engens größter und ältester und mit 1.500 Einwohnern auch größter Stadtteil. Bereits 752 wurde Welschingen in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Welschingen gehört seit 1806 zu Engen; 1808 zerstörte ein großer Stadtbrand große Teile Welschingens.[7]
Zimmerholz wurde erstmals 965 urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurde dort im Taldorf eine Burg erbaut, ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1251. Es gehörte seit 1806 zum Großherzogtum Baden, wo es zunächst zum Amt Engen zählte, aber über den Landkreis Donaueschingen schließlich zum Landkreis Konstanz kam.[8]
Auf dem Stadtgebiet von Engen gab es eine mittelalterliche Burg unbekannter Lage, die Burg Neuhausen.
Engen liegt an der Ferienstraße Römerstraße Neckar-Alb und an dem Schwarzwald-Querweg Freiburg-Bodensee, einer Fernwanderstrecke. Es gibt den alten Stadtgarten mit dem Kriegerdenkmal sowie dem neuen Stadtgarten mit einem kleinen See.
Engen besitzt eine renovierte Altstadt. Sehenswert sind insbesondere die Stadtkirche Mariä Himmelfahrt (13. Jahrhundert; ursprünglich spätromanisch, später gotisiert und barockisiert) mit den Grabdenkmälern der Grafen von Lupfen und Pappenheim, das „Krenkinger Schlössle“ und das Städtische Museum mit Galerie im ehemaligen Wolfgangskloster, in dem unter anderen Funde aus der Alt- und Mittelsteinzeit aus dem Brudertal zu sehen sind (z. B. die „Venus von Engen“).
Südwestlich am Rande des Jura findet sich der Basaltkegel des Berges Hohenhewen (oder Hohenhöwen, 846 m) mit der Ruine Hohenhewen.
Der Ortsteil Bittelbrunn ist besonders durch einige schöne alte Fachwerkhäuser, sein „Schlössle“ und die Steinzeithöhlen Petersfels und Gnirshöhle sehenswert.
Die Narrenzunft Engen betreibt die in Engen seit langem heimische Schwäbisch-alemannische Fastnacht. Die lokale Narrenfigur Hansele stammt aus alter Zeit, das älteste erhaltene Kostüm aus dem Jahre 1850.
Seit den 1970er Jahren konnten sich in Engen einige mittelständische Betriebe ansiedeln (Industriegebiet Grub).
Der Bahnhof von Engen liegt an der Gäubahn (Stuttgart–Singen) und der Schwarzwaldbahn (Offenburg–Konstanz). Der Seehas verbindet die Stadt im Halb-Stunden-Takt mit Singen, Radolfzell und Konstanz. Außerdem bestehen zweistündliche Regional-Express Verbindungen über die Gäubahn nach Stuttgart sowie über die Schwarzwaldbahn nach Karlsruhe. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Hegau-Bodensee an.
Die Bundesautobahn A 81 (Würzburg–Stuttgart–Singen) und die Bundesstraßen B 31 (Breisach–Lindau) und B 491 (nach Tuttlingen) verbinden Engen mit dem überregionalen Straßennetz.
Im Schuljahr 2006/07 startet das neu gegründete Gymnasium Engen mit drei fünften Klassen. Im Bildungszentrum der Kernstadt sind die Anne Frank-Realschule, eine Hauptschule mit Werkrealschule und eine Förderschule („Hewenschule“) untergebracht. Des Weiteren befinden sich in der Kernstadt und in Welschingen noch jeweils eine Grundschule. Darüber hinaus verfügt der Ort über sieben Kindergärten. Außerdem befindet sich noch ein Jugendseminar in dem Ortsteil Anselfingen.
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