Meinestadt.de - Emstek - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Cloppenburg | |
| Höhe: | 54 m ü. NN | |
| Fläche: | 108,13 km² | |
| Einwohner: | 11.422 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 106 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 49685 | |
| Vorwahlen: | 0 44 73, 0 44 47 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CLP | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 53 005 | |
| Gemeindegliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Am Markt 1 49685 Emstek |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Fischer (CDU) | |
Emstek ist eine Gemeinde im Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde liegt an der Soeste im Oldenburger Münsterland, unmittelbar östlich von Cloppenburg.
Die Gemeinde setzt sich aus den folgenden acht Bauernschaften zusammen:
Die größten Orte sind Emstek, gefolgt von Höltinghausen, Halen und Bühren.
Die Ortschaft Emstek und mehrere andere werden 947 erstmals in einer Schenkungsurkunde als „emphstece“, „burae“ bzw. „selisbura“, „driontheim“, erwähnt. Älter ist die Ortschaft Halen (890), aus der sich auch die Ortschaft Höltinghausen bildete. Hoheging ist eine Gründung als Kolonie von 1910, und Westeremstek ist urkundlich erstmals erwähnt im Jahre 1259. 872 wurde jedoch bereits Egterholz als Bestandteil der Gemeinde Emstek in einer schriftlichen Quelle erwähnt.
„Emp“ bedeutet „Stätte am Fluss“. Im Gemeindeteil Garthe entspringt die Soeste, worauf der Name Emstek zurückzuführen ist.
Pastoren an der St. Laurentius-Kirche 1973-1994 Pastor Karl-Anton Linnemann; 1993-2000 Pastor Johannes Rieper; ab 2000 Pastor Christian Egts
Datei:Sitzverteilung Gemeinderat Emstek 2006.svg Emstek gilt als Gemeinde mit der höchsten CDU-Wählerschaft (um 90 %) in Deutschland. Bei den letzten Wahlen zum Gemeinderat kam es zu folgenden Ergebnissen:
| Partei | 10. Sept. 2006 | 2001 | ||
| CDU | 87,8 % | 11.177 | 24 Sitze | 24 Sitze |
| SPD | 7,7 % | 985 | 2 Sitze | 2 Sitze |
| FDP | 4,6 % | 587 | 1 Sitz | – |
| Wahlbeteiligung | – | – | ||
| 53,2 % | 62,5 % | |||
Im April 2007 wurde erstmals ein hauptamtlicher Bürgermeister gewählt. Der CDU-Kandidat Michael Fischer erhielt 74,9 % der Stimmen bei 36,7 % Wahlbeteiligung.
Auf rotem Schild eine Burg in Silber mit blauem Spitzdach und goldener Kugel. Rechts und links des Gebäudes zwei stilisierte Bäume (Hagedorn und Linde) in Gold. Vor dem Schlussbogen des Burgtores an einer Schnur eine ornamentierte Kapsel („Desum-Knop“) in Gold.
Das Wappen erinnert an das Desum-Gericht, das jahrhundertelang auf dem Desum bei Emstek tagte. Es enthält nämlich die gleichen Motive wie das Gerichtssiegel des Gogerichts auf dem Desum. Dieses Siegel, nach Erlass der „Vechtischen Gerichtsordnung“ am 26. Februar 1578 für das Desum-Gericht angefertigt, wurde von dem Bischöflich-münsterschen Gografen geführt. Gemeinschaftlich mit dem Wildeshauser Desum-Grafen nahm er zwar noch die vier „stevelichen“ Gerichtstage an alter echter Dingstatt auf dem Desum wahr, doch seine materiell wichtigeren Partgerichte hielt er auf der „Freiheit vor der Burg Vechta unter dem Hagedorn ab.
Der letzteren Situation entspricht das Siegelbild von 1578. Es stellt nicht den Dingstuhl auf dem Desum dar, sondern die Burg Vechta, flankiert von zwei Bäumen, der „Linde“ und dem „Hagedorn“ (Weißdorn). Interessant ist das Siegel durch sein „redendes“ Beizeichen. Die ornamentierte Kugel ist ein „Desum-Knop (Bisamknopf, ein mit „desem“ Boisam-Moschus) gefüllter Behälter.
Die Farben des Wappens drücken die verschiedene landesherrliche Zugehörigkeit der Gemeinde Emstek aus. Zunächst gehörte sie zu der Grafschaft Vechta-Ravensberg (Rot und Silber), 1252 kam sie zum Bistum Münster (Rot und Gold) und 1803 zum Herzogtum Oldenburg (Rot, Gold, Blau). Im gleichen Jahre wurden die Gemeinden Emstek und Cappeln dem Landkreis Cloppenburg zugeteilt.
Die Gemeinde Emstek beantragte am 28. Januar 1930 ein Siegelbild mit den oben bezeichneten Motiven nach einem Entwurf von Ministerialrat Rauchfeld. Das Ministerium des Innern in Oldenburg genehmigte es am 23. Juni 1930. Nach den Unterlagen der Archive bemühte sich Emstek nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nicht um ein Gemeindewappen.
Am 30. Juni 1969 wurde das obige Wappen vom Gemeinderat beschlossen, das der Regierungspräsident der Bezirksregierung Oldenburg am 27. August 1969 genehmigte.
Das Krankenhaus (Sankt Antonius-Stift) wurde 2008 von der Initiative Deutschland – Land der Ideen als einer der „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet.[1]
Die Gemeinde Emstek bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten bzw. Freizeitzielen. Hierzu gehören unter anderem der Halener Badesee, der Urwald Baumweg, das Gogericht auf dem Desum oder aber auch die Wassermühle in Gartherfeld.
Die Damenmannschaft des SV Höltinghausen spielt derzeit (Saison 2007/08) in der Fußball-Regionalliga.
Die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde Emstek ist geprägt durch kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen Kunststoffverarbeitung, Metallbau, Sanitär- und Lüftungstechnik, Umwelttechnik, Bau- und Elektrogewerbe, Nahrungs- und Futtermittelproduktion, Gärtnereien, Kalksandsteinherstellung und Energiegewinnung.
Die Landwirtschaft spielt trotz des Strukturwandels in den vergangenen Jahren eine dominante Rolle in der Gemeinde (so wie im gesamten Oldenburger Münsterland). Die landwirtschaftlichen Betriebe bilden die Grundlage für die Weiterverarbeitung der regionalen Nahrungsmittelindustrie.
In der Gemeinde Emstek befindet sich das interkommunale Gewerbegebiet ecopark.
Durch die Gemeinde zieht sich der Reuterweg, eine alte Heerstraße von der Ems zur Elbe. Die moderne Verkehrsanbindung erfolgt durch den Autobahnanschluss an die A 1 zwischen Bremen und Osnabrück, sowie an die A 29. Daneben hat Emstek einen weiteren Anschluss an das Bundesfernstraßennetz mit der Umgehungsstraße B 72, weitere Bundesstraßen in der Gemeinde sind die B 213 und die B 69.
Barßel | Bösel | Cappeln (Oldenburg) | Cloppenburg | Emstek | Essen (Oldenburg) | Friesoythe | Garrel | Lastrup | Lindern (Oldenburg) | Löningen | Molbergen | Saterland
Bühren | Drantum | Garthe | Halen | Höltinghausen | Hoheging | Westeremstek