Meinestadt.de - Emmerich am Rhein - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf | ||||
| Kreis: | Kleve | ||||
| Höhe: | 15 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 80,11 km² | ||||
| Einwohner: | 29.716 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 371 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 46446 | ||||
| Vorwahlen: | 0 28 22 (Ortsnetz Emmerich) 0 28 28 (Ortsnetz Elten) |
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| Kfz-Kennzeichen: | KLE | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 54 008
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| Stadtgliederung: | 8 Stadtbezirke | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Geistmarkt 1 46446 Emmerich am Rhein |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Johannes Diks (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Emmerich am Rhein im Kreis Kleve | |||||
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Emmerich am Rhein ist eine Hansestadt am unteren rechten Niederrhein im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie gehört als Mittlere kreisangehörige Stadt zum Kreis Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf und ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Emmerich am Rhein grenzt im Norden an die Gemeinden Montferland und Oude IJsselstreek (beide Provinz Gelderland (NL)), im Osten an die Stadt Rees, im Süden an die Stadt Kleve sowie im Westen an die Gemeinde Rijnwaarden und die Stadt Zevenaar (beide in der Provinz Gelderland (NL)).
Räumlich ist das Stadtgebiet in folgende Stadtteile gegliedert
Die Differenz der Einwohnerzahlen zur o.g. Gesamteinwohnerzahl beruht auf der differierenden Zählweise zwischen LDS und KRZN.
Die erste vorrömische Besiedlung der Region Emmerich geschah durch die Germanen, genauer die Chamaver, Menapier, Usipeten und Attuarier. Später siedelten dort die Römer. Im dritten Jahrhundert schlossen sich die Chamaver mit einigen Bundesgenossen zum Frankenbund gegen Rom zusammen. Im Jahre 353 drangen Franken, Sachsen und Alemannen über den Rhein vor und eroberten viele Gegenden Galliens, bis Julianus Apostata sie niederschlug. Die Chamaver spielten nach wie vor bei den Franken eine Hauptrolle. Im siebten Jahrhundert hieß ihr Land Amabia, im achten und neunten Jahrhundert Amorland, Hamarland und Hamaland.
Um 700 gründete Willibrord die Missionsstation Emmerich im Bistum Utrecht und weihte die erste Martinskirche. Die erste urkundliche Nennung unter dem Namen Villa Embrici ist aus dem Jahr 828 überliefert. Es folgten der Normannensturm im 9. Jahrhundert und die Herrschaft des Propstes des Kollegiatstiftes. 1040 erfolgte der Bau der Stiftskirche St. Martini. Am 31. Mai 1233 erhob Graf Otto von Zutphen und Geldern mit Ermächtigung des römischen Kaisers Friedrich II. und des deutschen Königs Heinrich (VII.) (Vater und Sohn) Emmerich zur königlichen und des Reiches Stadt. 1355 wurde Emmerich an Graf Johann von Kleve verpfändet und verblieb fortan bei der Grafschaft, beziehungsweise beim Herzogtum Kleve. Zwischen 1307 und 1570 stand Emmerich in enger Verbindung zur Hanse. Handel und Handwerk blühten. Neben der Bierbrauerei war es vor allem die Wollweberei, deren Gilde in der Stadt bis in das Jahr 1299 zurückreicht, die den Wohlstand begründete. Seit dem 14. Jahrhundert war Emmerich mit Mauern umgürtet und mit Toren gesichert. Die Aldegundiskirche stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Es folgten die Drangsale, die der Abfall der Niederlande von der spanischen Herrschaft im Gefolge hatte. Im Dreißigjährigen Krieg hatte Emmerich weniger zu leiden als im Siebenjährigen, doch bald wieder unter den kriegerischen Folgen der Französischen Revolution und der napoleonischen Unternehmungen. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts gab es in Emmerich ein Gymnasium. Diese Schule bestand bis 1811. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte die Dampfschifffahrt ihre Höchstleistung und verlieh dem Emmericher Hafen große Bedeutung. 1856 wurde die Eisenbahnstrecke Oberhausen–Arnheim der Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet. Im Jahre 1890 wurde der Telefonverkehr eingerichtet. Im Juli 1901 hatte Emmerich erstmals über 10.000 Einwohner. 1905 erzeugte das städtische Elektrizitätswerk den ersten elektrischen Strom für die Stadt. Im Ersten Weltkrieg war Emmerich Garnisonsstadt. Der Post- und Eisenbahnverkehr wurde eingeschränkt, die bisher in Emmerich ausgeübten Grenzkontrollen wurden nach Elten verlegt. Emmerich war Anfangs- und Endstation für die preußischen Züge. Am 20. November 1918 wurde auch in Emmerich ein Arbeiter- und Soldatenrat gegründet. Am 17. Dezember besetzten belgische Truppen Emmerich, sie verließen die Stadt im Jahre 1921. Im Ruhrkampf kam es am 13. Februar 1923 zu einer erneuten Besetzung der Stadt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Emmerich am 7. Oktober 1944 zu 97 % durch einen britischen Luftangriff zerstört. Im nahegelegen Reichswald und im Umfeld der heutigen Stadt fand im Februar 1945 die sogenannte Schlacht im Reichswald statt. Danach konnten die Alliierten bei Wesel einen Brückenkopf über den Rhein schlagen und das Ruhrgebiet einnehmen. 1949 wurde Elten an die Niederlande angegliedert; mit Vertrag vom 8. April 1960 wurde die Rückgliederung an die Bundesrepublik Deutschland beschlossen und am 1. August 1963 vollzogen. Am 7. Oktober 1960 havarierte das Schiff Tina Scarlett auf dem Rhein bei Emmerich. Am 18. Juni 1965 fand an der neu errichteten Rheinbrücke Emmerich-Kleve das Richtfest statt. Am 28. November 2004 verschmolzen die vier katholischen Stadtgemeinden St. Martini, St. Aldegundis, Heilig-Geist und Liebfrauen zur neuen Stadtpfarre St. Christophorus.
Emmerich war von 1969 bis 2008 Garnisonsstadt. In der nach dem Prinzen Moritz-von-Nassau benannten Kaserne waren das Pionierbataillon 140 und das teilaktive Pionierbataillon 810 sowie weitere kleinere Dienststellen mit insgesamt ca. 900 Soldaten stationiert. Der Standort Emmerich wurde am 30. Juni 2008 geschlossen.
Am 1. Juli 1969 wurden im Zuge des ersten kommunalen Neugliederungsprogramms die bis dahin selbstständigen Gemeinden Borghees, Hüthum und Klein-Netterden des ehemaligen Amtes Elten sowie die Gemeinden Dornick, Praest und Vrasselt des ehemaligen Amtes Vrasselt mit der Stadt Emmerich zusammengeschlossen.
Am 1. Januar 1975 wurde im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms die Gemeinde Elten in die Stadt Emmerich eingegliedert
Gleichzeitig wurde der Altkreis Rees aufgelöst und das frühere nördliche Kreisgebiet mit dem ehemaligen Kreis Geldern und Teilgebieten des Kreises Moers zum neuen niederrheinischen Großkreis Kleve zusammengefügt. Emmerich ist seitdem kreisangehörige Gemeinde des Kreises Kleve.
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Seit 1975 liegen jährliche Einwohnerzahlen vor:
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Seit der letzten Kommunalwahl am 26. September 2004 sind im Stadtrat CDU (38,4 %, 14 Sitze), SPD (27,3%, 10 Sitze), BGE (24,2 %, 9 Sitze), Grüne (6,4 %, 2 Sitze) und FDP (3,7 %, 1 Sitz) vertreten. Der Bürgermeister wird von der CDU gestellt. Seit Oktober 2008 verfügt die BGE über 10 Sitze, da sich ein ehemaliges SPD-Ratsmitglied der unabhängigen Wählergemeinschaft angeschlossen hat. Damit ist die BGE die zweitstärkste Fraktion im Rat.
Emmerich unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
Durch die massiven Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg existiert in Emmerich nur wenig alter Baubestand.
Der Bahnhof Emmerich liegt ungefähr einen Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums an der zweigleisigen elektrifizierten Hollandstrecke (DB-Kursbuchstrecke 420), auf der neben dem Güterverkehr im Schienenpersonenfernverkehr täglich drei Nachtreisezüge von Amsterdam nach Kopenhagen, Mailand, München, Prag, Wien und Zürich mit einem Halt in Emmerich und im Schienenpersonennahverkehr täglich im Stundentakt der Rhein-Express (RE 5) und in der Hauptverkehrszeit die Regionalbahn „Der Weseler“ (RB 35) verkehren.
Darüber hinaus gibt es in Emmerich eine weitere Station, den Haltepunkt Praest an der Strecke nach Wesel, der vom Rhein-Express (RE 5) und von der Regionalbahn Der Weseler (RB 35) nach Bedarf bedient wird.
Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der DB Regio NRW.
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Zwischen dem 6. November 1914 und dem 24. Februar 1945 verkehrten in der Stadt Straßenbahnen der Kleinbahn Wesel-Rees-Emmerich und zwischen dem 4. Juni 1903 und dem 18. September 1944 die Züge der niederländische Kleinbahn Tramweg Maatschappij Emmerich-Zutphen.
Siehe auch: Eisenbahn-Trajekt Spyck–Welle
Bis zum Jahr 2000 war Emmerich auch EC-Bahnhof. Durch den Einsatz mehrsystemfähiger ICE entfiel der bis dahin nötige Lokwechsel und auch der Halt in Emmerich. Dadurch gibt es keine schnellen Bahnverbindungen Richtung Ruhrgebiet und direkten ÖPNV-Verbindungen in die nächste (30 km entfernte) Großstadt Arnheim (NL) mehr. [2]
In Emmerich betreibt die Bahn mit dem GLW Emmerich ein dezentrales Bahnstromumformerwerk.
Emmerich ist durch die Bundesautobahn 3 (E 35) mit zwei Abfahrten im Stadtgebiet und die Bundesstraßen B 8 und B 220 an das Fernstraßennetz angebunden.
Über den Rhein bei Emmerich spannt sich die längste Hängebrücke Deutschlands und verbindet als Teil der Bundesstraße 220 die Städte Emmerich und Kleve.
Rheinstrom und Städtischer Rheinhafen Emmerich
In Emmerich erscheinen zwei Tageszeitungen mit Lokalredaktion, die Rheinische Post und die Neue Rhein Zeitung (montags bis samstags).
Es erscheinen wöchentlich zwei Anzeigenblätter mit lokalen Informationen, der „Stadtanzeiger Emmerich-Rees“ (mittwochs und sonntags) und die „Niederrhein-Nachrichten“ (samstags)sowie der „Kurier am Sonntag" (Sonntag).
In Emmerich gibt es zwölf Kindergärten, vier Kindertagesstätten, sechs Grundschulen, eine Sonderschule, zwei Hauptschulen, eine Realschule und ein Gymnasium. Im Schuljahr 2004/2005 wurden 3769 Schüler an den 11 allgemeinbildenden Schulen in 145 Klassen von 215 Lehrern unterrichtet.
Erwachsenenbildung wird angeboten von der Volkshochschule und den kirchlichen Trägern Haus der Familie und Evangelische Familienbildungsstätte.
Ehrenbürger aus den Ortsteilen Borghees, Hüthum, Klein-Netterden, Dornick, Praest und Vrasselt sind nicht bekannt.[3]
Bedburg-Hau | Emmerich am Rhein | Geldern | Goch | Issum | Kalkar | Kerken | Kevelaer | Kleve | Kranenburg | Rees | Rheurdt | Straelen | Uedem | Wachtendonk | Weeze
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