Meinestadt.de - Eichstätt - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Eichstätt | |
| Höhe: | 391 m ü. NN | |
| Fläche: | 47,84 km² | |
| Einwohner: | 14.050 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 294 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 85072, 85067 | |
| Vorwahl: | 08421 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EI | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 76 123 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 11 85072 Eichstätt |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Arnulf Neumeyer (SPD) | |
| Lage der Stadt Eichstätt im Landkreis Eichstätt | ||
| Datei:Eichstaett - Lage im Landkreis.png | ||
Eichstätt ist eine Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis in Oberbayern.
Die Universitätsstadt Eichstätt liegt im Naturpark Altmühltal und ist Große Kreisstadt sowie Sitz des Landkreises Eichstätt. Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt hat dort ihren Hauptsitz, Eichstätt ist die kleinste Universitätsstadt Europas. Ebenso ist Eichstätt Hauptstadt des gleichnamigen Bistums.
Die Stadt liegt in der Mitte Bayerns im Schwerpunkt der großen bayerischen Zentren München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg. Eichstätt gilt als Hauptort eines der größten deutschen Naturparks, des Naturpark Altmühltal. Im Norden der Stadt befindet sich der Fränkische Jura, die Stadt ist am Fluss Altmühl gelegen.
Höchster Punkt ist der Stadtberg auf 525 m Höhe, der tiefste Punkt ist in der Nähe des Bahnhofs bei etwa 410 m Höhe.
Eichstätt gehörte ursprünglich zum Gebiet des bajuwarischen Stammesherzogtums, war jedoch Laufe der Jahrhunderte zeitweise schwäbischen, und lange Zeit auch fränkischen Verwaltungseinheiten zugeordnet.
Mit der Gebietsreform 1972 wurde der zuletzt mittelfränkische Landkreis Eichstätt - unter Verbindung mit dem schon zuvor oberbayerischen nördlichen Teil des Altlandkreises Ingolstadt- zum nördlichsten Landkreis Oberbayerns.
Buchtalvorstadt, Ostenvorstadt, Spitalvorstadt/Frauenberg und Westenvorstadt.
Buchenhüll, Landershofen, Marienstein-Rebdorf/Blumenberg mit Kinderdorf und Kloster; siehe: Kloster Rebdorf; siehe: Kloster Marienstein, Wasserzell und Wintershof.
Burgberg, Eichendorffstraße, Heidingsfelderweg, Landershofen-Siedlung, Seidlkreuz, Weinleite („Klein-Jerusalem“) und das Industriegebiet Sollnau (u. a. Sitz des Glühlampenfabrikanten Osram).
Vor etwa 150 Mio. Jahren war hier der nördliche Rand des Jurameeres mit Korallenriffen und Lagunen, auf deren Grund sich Kalk in Schichten als Plattenkalk ablagerte, eingeschlossene Tier- und Pflanzenreste blieben als Fossilien erhalten, u.A. Juravenator und Archäopteryx
Das mittlere Altmühltal wurde durch die Urdonau, in diesem Abschnitt auch Altmühldonau genannt, geschaffen, dabei blieben versteinerte Korallenriffe als markante Steinformationen erhalten und prägen noch heute die Jurahänge.
Die ersten Spuren von Menschen in der Gegend von Eichstätt datieren auf das 10. Jahrtausend v. Chr.
Bereits in der Hallstattzeit (8.–6. Jahrhundert v. Chr.) und der Zeit der Kelten („La-Tene-Zeit“ ab 5. Jahrhundert v. Chr.) befand sich eine kleine Ansiedlung in Eichstätt (ungefähr an der Stelle des Domes), die den Namen „Eistedd“ (vermutlich aus dem Keltischen: Wohn- oder Versammlungstätte) trug.
80 bis 260 n. Chr.: Eichstätt ist Teil der Provinz Raetia und beherbergt eine kleine Römersiedlung, deren Lage jedoch heute unbekannt ist. Nördlich von Eichstätt verläuft der Limes. Dieser wird in den Jahren 213, 233 und 259 von den Alemannen gestürmt, und die Römer ziehen sich über die Donau zurück.
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Für die Verteilung der 24 Sitze wurde bei der Kommunalwahl 2008 folgendes Ergebnis erzielt[1]:
(In Fettschrift die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien)
| Partei | Prozent | Sitze |
|---|---|---|
| CSU | 47,16% | 12 |
| Freie Wähler Eichstätt | 18,63% | 4 |
| SPD | 18,62% | 4 |
| Bündnis 90/Die Grünen | 8,49% | 2 |
| ödp | 7,10% | 2 |
Über dem grünen Schildfuß in Rot ein silbernes, mit zwei Türmen flankiertes Stadttor, dahinter ein grüner Eichbaum mit goldenen Eicheln.
Ein Siegel der Stadt wird bereits im Jahre 1256 erwähnt. Das älteste erhaltene Siegel befindet sich an einer Urkunde vom Jahre 1304 und zeigt obenstehendes Wappen.
Der Ort Eichstätt wird erstmals 740 in Zusammenhang mit der Bistumsgründung als „Eihstat“ erwähnt. 908 erreichte Bischof Erchanbald von König Ludwig dem Kind das Markt-, Münz- und Zollrecht sowie das Recht, eine Burg zu bauen. Die Bezeichnung Stadt (civitas) findet sich zuerst auf Münzen des Bischofs Heribert (1022–1042), dann in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. aus dem Jahre 1080. Auf diese Erhebung zur Stadt nimmt das Wappen durch die Abbildung der Stadtummauerung Bezug. Da man den Namen „Eichstätt“ als „Eichenstätte“ deutete, wurde in das Wappen eine Eiche aufgenommen; das Eichstätter Wappen ist also ein „redendes Wappen“, das den Namen des Ortes erklärt.
1953 übernahm die Stadt Eichstätt die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Kratzau im Kreis Reichenberg im Sudetenland.
Eichstätt, im Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt geblieben, weist eine Vielzahl historischer Gebäude auf, neben Burg, Residenz, Kirchen, Klöstern und Domherrenhöfen u. a.:
Auf wirtschaftlichem Gebiet ist Eichstätt vor allem bekannt durch die Natursteinindustrie. In den Steinbrüchen der Umgebung werden die Solnhofener Platten (bekannt durch die Lithographie) und der Jura-Marmor gewonnen. Der Blumenberg bei Eichstätt ist der Fundort eines der wohl berühmtesten Fossilien der Welt: das so genannte Berliner Exemplar des Urvogels Archaeopteryx. Eichstätt ist mit einer Arbeitslosenquote von 1,4 % (Stand: Juli 2008) die Stadt mit der geringsten Arbeitslosigkeit in Deutschland.
Der innerstädtische Nahverkehr wird seit 1992 von einem eigenen Stadtbusnetz abgewickelt. Der Betreiber der Stadtlinie ist die vor Ort ansässige Firma „Jägle Verkehrsbetriebe GmbH“ (JVB). Die Stadtlinie Eichstätt bedient auf vier Hauptlinien und einer Ergänzungslinie das gesamte Stadtgebiet im Halbstundentakt und gehört mit etwa 600.000 Fahrgästen pro Jahr zu den erfolgreichsten Stadtverkehren in einer Kleinstadt in Deutschland überhaupt.
Neben der Stadtlinie Eichstätt gibt es auch noch das Angebot eines Fernbusses nach Ingolstadt. In Kooperation mit dem Landkreis Eichstätt und der kreisfreien Stadt Ingolstadt wird dieser Bus zur Zeit in einer einjährigen Testphase ausprobiert. Vor allem Studenten der Universität und Arbeiter und Angestellte Ingolstädter Firmen nutzen dieses Angebot.[2]
In Eichstätt befinden sich mehrere Hilfsorganisationen. Das Bayerische Rote Kreuz ist mit einem Kreisverband in Eichstätt vertreten. Der Malteser Hilfsdienst hilft dem BRK aus und betreut zusätzlich noch Sterbende und Angehörige von Schwerstbehinderten in einer ambulanten Hospizhilfe. Neben den beiden Rettungsdiensten gibt es noch die Freiwillige Feuerwehr der Großen Kreisstadt Eichstätt. Ebenso gibt es das Technische Hilfswerk, das mit einem Ortsverband in Eichstätt vertreten ist.
In Eichstätt erscheint als Tageszeitung der Eichstätter Kurier, als Zeitschrift unter anderem das Brennessel_magazin.
Informationen rund um Eichstätts Universität bietet das Studentenradio Radio Pegasus mittwochs um 19 Uhr auf der Frequenz des Ingolstädter Radiosenders Radio IN.
Die kirchliche Hörfunkproduktionsstätte radio k 1 ist in Eichstätt angesiedelt und sendet auch auf den Frequenzen von Radio IN wöchentlich ihre Programme aus.
Einen direkten Lokalfernsehsender gibt es nicht, teils berichtet aber auch der nahegelegene Ingolstädter Fernsehsender intv – der infokanal über Eichstätt.
Das Landratsamt Eichstätt sowie die Diözese Eichstätt betreiben in Eichstätt Medienausleihstellen.
Ebenso ist Eichstätt Sitz mehrerer Verlage, darunter der Verlag Siegfried Sporer jun. und das Druckhaus Kräck & Dämler. Daneben gibt es noch verlagsähnliche Einrichtungen, z.B. den universitätseigenen Verlag oder den Jura-Verlag Eichstätt/Dollnstein.
In Eichstätt wird die Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt im Willibaldsverlag produziert.
Überregionale Bedeutung hat der Franz-von-Sales-Verlag, der maßgeblich von der Kongregation der Oblaten des hl. Franz von Sales (kurz: OSFS) getragen und finanziert wird.
Von einem Füllsender der Deutschen Telekom (48° 54′ 10,9″ N, 11° 9′ 45,3″ O48.90302777777811.162583333333) im Eichstätter Stadtteil Wintershof werden folgende Frequenzen ausgestrahlt:
| Programm | Frequenz (UKW) | Sendeleistung (ERP) | RDS PS |
|---|---|---|---|
| Radio IN | 99,1 MHz | 0,5 kW | RADIO IN |
| Antenne Bayern | 106,6 MHz | 0,5 kW | ANTENNE |
Unterhalb des Senders Wintershof betreibt der Bayerische Rundfunk einen eigenen kleinen Füllsender (48° 54′ 4″ N, 11° 9′ 40,5″ O48.90111111111111.16125): [3]
| Programm | Frequenz (UKW) | Sendeleistung (ERP) | RDS PS |
|---|---|---|---|
| Bayern 3 | 91,5 MHz | 0,1 kW | BAYERN 3 |
In Eichstätt hat die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ihren Hauptsitz. Daneben gibt es hier zahlreiche Schulen, so das musische „Gabrieli-Gymnasium“, das naturwissenschaftliche „Willibald-Gymnasium“, die Teilhauptschule II Eichstätt-Schottenau, die Maria Ward-Mädchenrealschule und die Knabenrealschule Rebdorf der Diözese Eichstätt und die Staatliche Berufsschule.
Vereine, die regelmäßig öffentliche Bildungsmaßnahmen anbieten, sind die Volkshochschule, das Katholische Bildungswerk im Landkreis Eichstätt, das KEB-Diözesanbildungswerk Eichstätt, das Bildungswerk des Kath. Frauenbundes, das Kolping-Bildungswerk/Erwachsenen-Bildungswerk Eichstätt, der Bürgernetzverein Altmühltal (AltmuehlNet) und der Musikschulverein.
Außerdem wirkten und wirken in Eichstätt:
Da Eichstätt über 1200 Jahre Bischofsstadt ist, haben hier sehr viele Bischöfe gewirkt. Für einen genaueren Überblick eignet sich die Liste der Bischöfe von Eichstätt. Sie enthält auch weitere Links zu den einzelnen Bischöfen.
Sausackschleifer: Der Sage nach wollten die Eichstätter einen neuen Bischof mit einem Sausack vor dem Stadttor begrüßen. Dieser war allerdings so groß, dass er nicht durch das Tor durchpasste. Deswegen griffen die Eichstätter zu Schleifsteinen und bearbeiteten den Sausack, bis er die entsprechende Größe hatte. Eine andere Version berichtet, dass der Sausack so groß war, dass er nicht auf das Tablett passte.
Adelschlag | Altmannstein | Beilngries | Böhmfeld | Buxheim | Denkendorf | Dollnstein | Egweil | Eichstätt | Eitensheim | Gaimersheim | Großmehring | Hepberg | Hitzhofen | Kinding | Kipfenberg | Kösching | Lenting | Mindelstetten | Mörnsheim | Nassenfels | Oberdolling | Pförring | Pollenfeld | Schernfeld | Stammham | Titting | Walting | Wellheim | Wettstetten
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