Mittwoch, 23.05.2012



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Eibau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eibau
Eibau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eibau hervorgehoben
50.98138888888914.659166666667368Koordinaten: 50° 59′ N, 14° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Görlitz
Höhe: 368 m ü. NN
Fläche: 17,37 km²
Einwohner: 4799 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 276 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02739
Vorwahl: 03586
Kfz-Kennzeichen: GR
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 090
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: im Kretscham
Hauptstr.62
02739 Eibau
Webpräsenz:
Bürgermeister: Michael Görke (Partei)
Lage der Gemeinde Eibau im Landkreis Görlitz
Datei:Eibau in GR.png

Eibau (sorbisch Jelow auch Jiwow) ist eine sächsische Gemeinde im Landkreis Görlitz an der Bundesstraße 96 zwischen Zittau und Bautzen, die überregional für ihre Schwarzbierbrauerei bekannt ist.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Eibau liegt in der Oberlausitz und wird von den Bergen Kottmar, Beckenberg (409 m), Spitzberg und Lerchenberg umgeben. Auf dem Kottmar befindet sich eine der drei Spreequellen. Da es sich hierbei um die am höchsten Gelegene handelt, wird sie auch als Hauptader bezeichnet.

Gemeindegliederung

Zum Gemeindegebiet gehören die Ortsteile Eibau, Walddorf und Neueibau

Geschichte

Ortsnamenformen

  • Eibau: 1352: Ywa, 1367: Yba, 1390: Iwa, 1405/28: Yben, Eybe (PN), 1430: Ybe, Yebe, 1468: Eybe, 1567: Eybaw, 1768: Eybau, 1875: Alteibau (Eibau)
    • OT Neueibau: 1791: Neu Eybau, 1815: Eybau, Neu-, 1875: Neueibau

Chronik

Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung Eibaus stammt aus dem Jahr 1352 und findet sich im Papstzehntenverzeichnis für das Dekanat Zittau. Eibau ist ein Waldhufendorf und liegt am Ufer des Landwassers. Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Umgebindehäuser, die von der Tradition der Leinenweberei noch bis in die heutige Zeit zeugen. Während der Industrialisierung entstanden mechanische Webereien, die bis 1989 existierten. Am 14. Januar 1714 wurde von König August dem Starken von Sachsen die Gründungsurkunde von Neueibau unterzeichnet, dass beiderseits des Leutersdorfer Wassers liegt. Ab 1810 erlangte das Dorf mit der Landbrauerei, welche heute unter dem Namen Münch-Bräu Eibau GmbH firmiert, überregionale Bekanntheit. Ende Juni wird seit 1993 ein Bierzug veranstaltet. Hierbei wird die Bierfehde zwischen den Städten Löbau, Zittau und Görlitz thematisiert.

Am 1. Januar 1999 wurden Walddorf und Neueibau eingemeindet.

Verwaltungszugehörigkeit

1777: Bautzener Kreis, 1843: Landgerichtsbezirk Löbau, 1856: Gerichtsamt Ebersbach, 1875: Amtshauptmannschaft Löbau, 1952: Landkreis Löbau, 1994: Landkreis Löbau-Zittau, 2008: Landkreis Görlitz

Einwohnerentwicklung

Datei:Eibau mit Beckenberg 071013.jpg
Ansicht auf Eibau mit Beckenberg
Jahr Einwohner
Eibau[2] Neueibau[3]
1561 40 Bauern, 28 Gärtner,
218 Häusler, 48½ Hufen
1777 43 besessene(r) Mann,
39 Gärtner, 401 Häusler,
12 Wüstungen
55 Häusler,
3 Wüstungen
1834 4210 628
1871 4598 864
1890 4367 899
1910 5244 1075
1925 5179 1005
1939 4814 1003
1946 5394 1129
1950 6016 1230
1964 5181 1083
1990 3916 789
2000 5328
2008 (31.03.) 3243 695

Politik

Partnergemeinden von Eibau sind Sulzbach-Laufen, Walddorf im Schwarzwald und Krásná Lípa (Schönlinde) in Tschechien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eibauer Bierzug

Museen

  • Heimat- und Humboldtmuseum auf dem Beckenberg: zwischen 1864 und 1945 entstanden, innerhalb der Sammeltätigkeit eines naturwissenschaftlich orientierten Heimatvereins, dem Humboldtverein von Alteibau; Ausstellung der Ortsgeschichte, einer Naturaliensammlung sowie Kuriositäten, Raritäten und zwei beweglichen Weihnachtskrippen

Bauwerke

  • Aussichtsturm auf dem Kottmar
  • 1703 bis 1707 erbaute barocke Dorfkirche Eibau: gilt als zweitgrößte Dorfkirche der Oberlausitz, 1702 Zittauer Ratsbeschluss zum Neubau, Grundsteinlegung am 19. Juni 1703, am 27. September 1707 erster Gottesdienst, der Kirchturmbau begann 1709 und wurde am 23. Juli 1710 fertig gestellt, 1751 musste nach einem Blitzeinschlag er samt Geläut und Uhrwerk neu errichtet werden
  • Faktorenhof (Dreiseithof): Wohnhaus mit gut erhaltener Decken- und Wandmalerei, erbaut nach dem Vorbild des Reibersdorfer Schlosses, 1717 vollendet, Baudenkmal
  • Spreequelle am Kottmar
  • Beckenbergbaude mit Haubenturm (erbaut 1905)

Regelmäßige Veranstaltungen

Alljährlich Ende Juni findet seit 1993 in der Gemeinde der traditionelle Eibauer Bierzug statt. Der Festumzug entlang der B 96 erinnert an den historisch verbürgten Bierstreit zwischen Görlitz, Löbau und Zittau im 17. Jahrhundert.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Bahnhof Eibau

Ansässige Unternehmen

Einer der größten Arbeitgeber der Region ist mit etwa 120 Mitarbeitern die Agrargenossenschaft Eibau e.G.. Der landwirtschaftliche Betrieb bewirtschaftet gegenwärtig 2.731 Hektar Nutzfläche und besitzt einen Tierbestand von 1350 Kühen, 1350 Jungrinder und 240 Sauen.[5][6]

Seit 1810 besitzt die in Eibau ansässige Münch-Bräu Eibau GmbH das Braurecht für die Herstellung von Bier. Bekannt geworden ist das Unternehmen vor allem wegen seiner Herstellung von Schwarzbier.[7]

Verkehr

Die Gemeinde befindet sich an der Bahnstrecke Bischofswerda–Zittau, von der in Eibau die Nebenstrecke über Varnsdorf nach Mittelherwigsdorf abzweigt.

Öffentliche Einrichtungen

  • Faktorenhof Eibau mit Touristeninformation Spreequellland

Persönlichkeiten

Fußnoten und Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung
  2. http://hov.isgv.de/Eibau_(Alt-)
  3. http://hov.isgv.de/Eibau,_Neu-
  4. Homepage des „Eibauer Bierzuges“
  5. Homepage der Agrargenossenschaft Eibau e.G.
  6. Stand:2009
  7. Geschichte der Münch-Bräu Eibau GmbH auf der Firmen-Homepage

Weblinks

Commons Commons: Eibau – Bilder, Videos und Audiodateien
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