Meinestadt.de - Effelder-Rauenstein - 23.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Sonneberg | |
| Höhe: | 395 m ü. NN | |
| Fläche: | 41,73 km² | |
| Einwohner: | 3860 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 92 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 96528 | |
| Vorwahl: | 036766 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SON | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 72 002 | |
| Gemeindegliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Schloßgasse 20 96528 Effelder |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jost Morgenroth (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Effelder-Rauenstein im Landkreis Sonneberg | ||
| Datei:Effelder-Rauenstein in SON.png | ||
Effelder-Rauenstein ist eine Gemeinde in Thüringen im Landkreis Sonneberg.
Inhaltsverzeichnis |
Effelder und Seltendorf liegen im Tal der Effelder in etwa 380 Metern Höhe am Südrand des Thüringer Schiefergebirges. Effelder und Seltendorf sind Straßendörfer, die sich etwa auf 3 km an der B89 erstrecken.
Rauenstein und Grümpen liegen im Tal der Grümpen am Südrand des Thüringer Schiefergebirges etwa 2 km westlich von Effelder.
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Steinheid - Mengersgereuth-Hämmern - Neustadt bei Coburg - Rödental - Schalkau - Siegmundsburg
Zur Gemeinde Effelder-Rauenstein zählen folgende Ortsteile:
Der Ort bei der gleichnamigen und älteren Burg Rauenstein wurde 1445 erstmals urkundlich erwähnt. Geschichtlich war die Burg der bestimmende Faktor des Ortes. Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen gründete in der Burg 1783 eine Porzellanfabrik, die zur wichtigsten Erwerbsgrundlage des Ortes wurde und 1851 bereits 180 Beschäftigte hatte. 1910 wurde der Ort durch die Hinterlandbahn erschlossen.
Die Ersterwähnung des Ortes wird in das Jahr 956 datiert. Eine Urkunde des Kloster Banz erwähnt "Affeldrahe", allerdings bestehen Zweifel an der Echtheit dieses Dokumentes. Unumstritten ist Effelder eine sehr alte Siedlung. Dies wird auch an der Kirche deutlich. Diese ist dem fränkischen Schutzpatron Kilian geweiht. Das Innere der Kirche ist sehr geräumig. Die Kirche zu Effelder war Mutterkirche für die meisten Gemeinden des Umlandes, das Kirchspiel reichte bis ins ca. 15 km entfernte Steinach.
Prägende Gebäude des Ortes sind das Schloss, heute Sitz der Gemeindeverwaltung, sowie die Schule, ein recht imposanter Bau von 1910. Gleichwohl müssen die Schüler aus Effelder heute in umliegende Gemeinden zum Unterricht gefahren werden, in der alten Schule haben einige Vereine eine Bleibe gefunden.
Ein wertvolles Dokument zur Geschichte der Gemeinde Effelder und umliegender Orte stellt die Topographie des Kirchspieles Effelder dar, welche vom damaligen Pfarrer Thimotheus Heim um 1800 herum verfasst wurde. Heim schildert die geographische Lage sowie Wirtschaft und Bevölkerungsstruktur äußerst präzise und lieferte damit ein sehr genaues Abbild der bäuerlich geprägten Lebensweise der Bewohner des Effeldertales. Der Dichter Friedrich Rückert war ein gern gesehener Gast der Pfarrersfamilie, seine tiefe Zuneigung zu Heims Tochter Friederike blieb aber letztlich unerfüllt.
Die Grabstätte von Thimotheus Heim ist noch heute an der Kirchenmauer zugänglich.
Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebten Effelder sowie u.a. die benachbarten Ortschaften Blatterndorf, Seltendorf und Grümpen durch den Bau der "Meininger Chaussee" ab 1830. Diese völlig neu gebaute Straße verband den Herzogssitz Meiningen mit Sonneberg. Die Chaussee wurde für damalige Verhältnisse in einer stattlichen Breite angelegt und prägte damit das zukünftige Gesicht der an ihr liegenden Orte, die sich entlang des Straßenverlaufes ausbreiteten. Noch heute verläuft auf dieser Trassierung die Bundesstraße 89.
Die neue Straße bildete letztlich auch die Grundlage für die Entwicklung der Spielzeugindustrie etwa um die Jahrhundertwende. Für viele Familien bildete die Herstellung von Puppen (Docken) eine Lebensgrundlage. Nicht mehr benötigte Gipsformen dieser Figuren sind in den Zwischenwänden vieler (Fachwerk)-Häuser der gesamten Region Sonneberg-Neustadt-Coburg als "Mauersteine" anzutreffen. Noch bis zur Jahrtausendwende existierte in Effelder eine Spielzeugfabrik.
Dieses Dorf existiert nur noch als Flurname. Die Bewohner wurden im Zuge der "Grenzsicherungsmaßnahmen" der DDR bis etwa 1980 zwangsweise ausgesiedelt. Die verbliebenen Gebäude wurden danach dem Erdboden gleichgemacht. Geblieben ist nur der Dorfteich. An die Geschehnisse erinnert heute eine Gedenktafel und ein alljährlicher Gedenkgottesdienst.
Der Rat der Gemeinde Effelder-Rauenstein besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)
Das Gemeindewappen setzt sich aus Teilen der Wappen der ehemaligen Gemeinden Effelder und Rauenstein zusammen. Es ist geviert und zeigt in der oberen Hälfte die Elemente Bischofsstab und Apfel, in der linken unteren Hälfte die Schaumberger Farben und in der rechten unteren Hälfte das wettinische Wappen.
Die Gemeinde profitiert von der Nähe zum Raum Coburg in dem zahlreiche Einwohner Arbeit finden. Außerdem gibt es mehrere kleine Gewerbegebiete.
Die Gemeinde liegt an der B89, welche von Sonneberg nach Eisfeld führt. Außerdem schlängelt sich die Hinterlandbahn, die von Sonneberg nach Meiningen führt, durch das Gemeindegebiet. Bahnhöfe gibt es in Effelder, Seltendorf und Rauenstein (Kopfbahnhof). Der ehemalige Haltepunkt Grümpen wurde im Zuge der letzten Baumaßnahmen an der Schienenstrecke zur Jahrtausendwende stillgelegt.
Während des Zweiten Weltkrieges mussten 170 Frauen und Männer aus Frankreich, der Ukraine und Russland Zwangsarbeit in der Firma Richard Schneider von Rauenstein sowie in der Landwirtschaft verrichten.[2]
Bachfeld | Effelder-Rauenstein | Föritz | Goldisthal | Judenbach | Lauscha | Mengersgereuth-Hämmern | Neuhaus am Rennweg | Neuhaus-Schierschnitz | Oberland am Rennsteig | Schalkau | Scheibe-Alsbach | Siegmundsburg | Sonneberg | Steinach | Steinheid
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