Mittwoch, 23.05.2012



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Ebstorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ebstorf
Ebstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ebstorf hervorgehoben
53.0310.41472222222270Koordinaten: 53° 2′ N, 10° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Uelzen
Samtgemeinde: Altes Amt Ebstorf
Höhe: 70 m ü. NN
Fläche: 27,26 km²
Einwohner: 5411 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29574
Vorwahl: 05822
Kfz-Kennzeichen: UE
Gemeindeschlüssel: 03 3 60 006
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 30
29574 Ebstorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Uwe Beeken (CDU)

Ebstorf ist eine Gemeinde inmitten der Lüneburger Heide im Landkreis Uelzen, Niedersachsen. Die Gemeinde Ebstorf gehört zur Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf. Ebstorf hat insgesamt 5.437 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2006) und eine Fläche von 27,26 km², also 199 Einwohner je km². Die PLZ lautet 29574. Autokennzeichen ist UE (Uelzen). Der Ort ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Flecken Ebstorf besteht aus dem Ort Ebstorf und dem bis zur Gemeindereform 1972 selbstständigen Ort Altenebstorf. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf mit den weiteren Mitgliedsgemeinden Hanstedt, Natendorf, Schwienau und Wriedel.

Ebstorf ist offizieller Luftkurort.

Geschichte

Bei Ebstorf besiegte im Jahre 880 ein Heer von Wikingern ein sächsisches Heer unter Herzog Brun. Das Heer der Sachsen erlitt eine furchtbare Niederlage. Der Herzog fiel im Kampf; mit ihm Bischof Theoderich von Minden, Bischof Markward von Hildesheim, die elf Grafen Wigmann, Bardo, Bardo und Bardo, Thiotrich und Thiotrich, Gerrich, Liutolf, Folkward, Awan, Liuthar, sowie die 14 namentlich bekannten Ministerialen Bodo, Aderam, Alfuin, Addasta, Aida, Aida, Dudo, Wal, Halilf, Humildium, Adalwin, Werinhard, Thiotrich und Hilward. [1].

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kloster Ebstorf

Kloster Ebstorf, Ansicht des Innenhofes

Vor 1150 gründeten Prämonstratenser ein Kanoniker-Doppelstift für Männer und Frauen, aber nach einem Brand verließen die Männer Ebstorf, um am Bau des Ratzeburger Doms mitzuwirken. Spätestens ab 1197 war Ebstorf ein benediktinisches Frauenkloster. 1565 hatte sich im Kloster Ebstorf endgültig die protestantische Reformation durchgesetzt. Noch heute wird das Kloster bewohnt und bewahrt von evangelischen Konventualinnen im Rahmen einer selbständigen Körperschaft des öffentlichen Rechts innerhalb des 1818 gegründeten Verbundes der Klosterkammer Hannover. Die heutigen Klostergebäude stammen überwiegend aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Die Konventualinnen bieten Führungen durch das Kloster an, bei denen sie auch zahlreiche Ausstattungsstücke zeigen wie z.B. Skulpturen, Glasmalereien, Textilien, Gemälde, Möbel und Altargerät vorwiegend aus dem Mittelalter; berühmteste Sehenswürdigkeit ist die Ebstorfer Weltkarte (s. u.).

Ebstorfer Weltkarte

Ebstorfer Weltkarte

Die Ebstorfer Weltkarte ist eine Rundkarte von 3,6 m Durchmesser auf 30 Pergamentblättern mit Jerusalem als Mittelpunkt. Es soll sich dabei um die Nachahmung einer römischen Weltkarte aus dem 4. Jahrhundert handeln. Es ist die größte Radkarte und Darstellung des Weltbildes aus dem Mittelalter. Sie ist nach ihrem Fundort, dem Benediktinerinnenkloster Ebstorf in der Lüneburger Heide, benannt.


Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ebstorf hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Uelzen–Langwedel. Über die Landesstraßen L 250 bzw. L 233 ist Ebstorf an die Mittelzentren Uelzen und Lüneburg angebunden. Diese – landschaftlich reizvolle – Strecke Melbeck-Uelzen dient vielen Autofahrern als Ausweichroute zur stark befahrenen Bundesstraße 4.


Literatur

  • Spangenberg, Wilhelm und Wichelmann, Sophia: Ebstorf - Aus der Chronik. Uelzen 1982.
  • Wichelmann, Sophia: Ebstorf. Uelzen 1994.
  • Wichelmann, Sophia: Ebstorf: Aus der Geschichte des Klosterfleckens . Uelzen 1994.
  • Wolfson, Michael und Brüdern, Jutta: Die Blauen Bücher, Ein Rundgang durch Kloster Ebstorf. 2001

Genealogische Quellen

  • Porth, Heinrich und Boe, Dieter: Die Familien und Einwohner des Kirchspiels Ebstorf 1627-1875. Uelzen 2005.

Quellen

  1. Ökumenisches Heiligenlexikon Theoderich http://www.heiligenlexikon.de/BiographienT/Theoderich_Dietrich_von_Minden.htm am 18.3.2007

Weblinks


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