Mittwoch, 23.05.2012



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Drakenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Drakenburg
Drakenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Drakenburg hervorgehoben
52.6833333333339.224Koordinaten: 52° 41′ N, 9° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Samtgemeinde: Heemsen
Höhe: 24 m ü. NN
Fläche: 11,76 km²
Einwohner: 1753 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31623
Vorwahl: 05024
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Wilhelmstraße 4
31627 Rohrsen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Klaus Timke (SPD)
Schlacht bei Drakenburg 1547, rechts die Weser, im Hintergrund der Ort mit Schloss
Drakenburg in einem Merian-Stich von 1654

Drakenburg ist eine Gemeinde in der Nähe von Nienburg in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Drakenburg befindet sich im Landkreis Nienburg und gehört zur Samtgemeinde Heemsen. Die Gemeinde bezeichnet sich selbst als "Flecken". Sie liegt direkt an der Weser.

Geschichte

Die mittelalterliche Drakenburg (vermutlich abgeleitet von Drachenburg), die dem Ort seinen Namen gab, war ursprünglich eine Wasserburg an der Weser. Sie war im Besitz der Grafen von Wölpe, die hier zeitweise residierten bis sie ihren Sitz im 13. Jahrhundert nach Neustadt am Rübenberge verlegten. Drakenburg war danach im Besitz der Grafen von Hoya. Entstanden ist die Burg vermutlich bereits im 12. Jahrhundert. Sie wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt wahrscheinlich durch ein Hochwasser der Weser abgetragen und ist heute nicht mehr lokalisierbar. Darüber hinaus gab es in Drakenburg eine dreiflüglige Schlossanlage. Sie wurde im Dreißigjährigen Krieg 1627 ebenso wie der Ort Drakenburg durch die Dänen abgebrannt. Das Schloss war 1790 von einem weiteren Brand betroffen. Heute zeugt von ihm nur noch ein kunstvoll gestaltetes Eingangsportal von 1617 im Renaissancestil (Prachtportal von Drakenburg) vor dem Schlossgut sowie ein erhaltener Flügel des Hauptgebäudes.

1547 kam in der Folge der kaiserlichen Belagerung Bremens während des Schmalkaldischen Krieges zur Schlacht bei Drakenburg. Dabei trafen zwischen Drakenburg und Heemsen in einer offenen Feldschlacht Truppen von Herzog Erich II. zu Braunschweig-Lüneburg und Graf Albrecht von Mansfeld zusammen. Die kaiserliche Seite als Verlierer der Schlacht hatte etwa 2.500 gefallene und rund 2.500 gefangengenommene Landsknechte zu verzeichnen.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 10 gewählte Mitglieder, sowie den direkt gewählten Bürgermeister, ihm gehören seit der Kommunalwahl am 9. September 2001 zwei Parteien, eine Wählergemeinschaft und ein Parteiloser an.

  • SPD - 6 Sitze
  • DWG - 2 Sitze
  • CDU - 1 Sitz
  • Parteiloser - 1 Sitz

Bürgermeister

Klaus Timke (SPD)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Mittelalterliche Pfarrkirche mit historisch interessanten und künstlerisch hochwertigen Grabplatten der Spätgotik und Renaissance von in Drakenburg ansässigen Adelsgeschlechtern.
  • Burgmannshöfe und Rittergüter
  • Schlossgut, ein geschichtlich bedeutender Gebäudekomplex der Weserrenaissance
  • Kirchhofsgut
  • Westliches Wesergut
  • Heimatmuseum "Ole Schüne"

Persönlichkeiten

Literatur

  • Ernst Andreas Friedrich: Wenn Steine reden könnten. (Das Prachtportal von Drakenburg), Band II, Landbuch-Verlag, Hannover 1992, ISBN 3-7842-0479-1
  • Bernd Ulrich Hucker: Geschichte des Fleckens Drakenburg. Hrsg.: Heimatverein Drakenburg, Verden, 2000

Weblinks

en:Drakenburg

eo:Drakenburg nl:Drakenburg (Nedersaksen) pt:Drakenburg ro:Drakenburg ru:Дракенбург vo:Drakenburg