Meinestadt.de - Donauwörth - 23.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Donau-Ries | |
| Höhe: | 410 - 517 m ü. NN | |
| Fläche: | 77,02 km² | |
| Einwohner: | 18.245 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 237 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86609 | |
| Vorwahl: | 0906 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DON | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 79 131 | |
| Stadtgliederung: | 11 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausgasse 1 86609 Donauwörth |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Armin Neudert (CSU) | |
Donauwörth ist eine Große Kreisstadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Sitz des Landratsamtes.
Inhaltsverzeichnis |
Donauwörth liegt im nördlichen Schwaben, an den Mündungen von Wörnitz, Zusam, Kessel und Schmutter in die Donau. Etwa 12 km östlich von Donauwörth mündet der Lech in die Donau. Die Stadt liegt an den östlichen Ausläufern der Schwäbischen Alb.
Zur Stadt Donauwörth gehören die Orte Donauwörth, Auchsesheim, Berg, Binsberg, Dittelspoint, Eckhof, Felsheim, Huttenbach, Karbeiserhof, Kreuzhof, Lederstatt, Lehenhof, Maggenhof, Neudegg, Nordheim, Osterweiler, Posthof, Quellhaus, Ramhof, Reichertsweiler, Riedlingen, Schäfstall, Schiesserhof, Schöttle, Schwadermühle, Schwarzenberg, Schweizerhof, Seibertsweiler, Spindelhof, Stillberghof, Walbach, Wörnitzstein, Zirgesheim und Zusum.
In siedlungsgeographischer Hinsicht ist Donauwörth eine zerrissene Stadt. Die Altstadt liegt eingezwängt zwischen der Wörnitz und dem Schellenberg. Natürliche Erweiterungsmöglichkeiten im Anschluss an die Altstadt waren daher nur wenige gegeben: Lediglich im Norden setzt sich der Bebauungszusammenhang durch die Berger Vorstadt fort, die noch weiter nördlich durch den Stadtteil Berg abgelöst wird. Im Süden liegt gegenüber der Altstadt jenseits der Kleinen Wörnitz, eines Wörnitzarmes, die Rieder Vorstadt (im allgemeinen nur „Ried“ genannt). Diese wird jenseits des Hauptarmes der Wörnitz durch die Bahnhofsvorstadt fortgesetzt. Diese jedoch erfährt eine massive Begrenzung durch die Bahnlinie. Östlich der Altstadt gibt es lediglich eine schmale Fortsetzung der Besiedlung, die Zirgesheimer Vorstadt. Diese liegt eingezwängt zwischen Donau und Schellenberg. Unmittelbar südlich der Südostspitze der Altstadt befindet sich die Mündung der Wörnitz in die Donau. Genauso wie das Gebiet westlich der Altstadt im Bereich der Wörnitz ist dieser Bereich nicht nur durch den Fluss selbst ungünstig besiedelbar, sondern liegt auch im Überschwemmungsbereich der Flüsse. Daher hat sich im Westen keine weitere Besiedlung ergeben, während im Süden beiderseits der Augsburger Straße nur eine dünne Besiedlung besteht und die Stadt selbst hier endet. Gerade hier wird deutlich, dass Donauwörth infolge seiner topographischen Lage das in alle Richtungen einigermaßen gleichmäßige Wachstum vieler anderer Städte nicht teilen kann. Jede weitere Besiedlung musste im überschwemmungsfreien Bereich erfolgen. Westlich der Bahnhofsvorstadt bestehen nördlich der Bahnlinie die Neudegger Siedlung und südlich die Rambergsiedlung. Weiter südlich liegt der Stadtteil Riedlingen, der mittlerweile einen bedeutenden Wohnstandort innerhalb des Stadtgebietes darstellt.
Wegen der Enge im inneren Siedlungsbereich der Stadt und der geringen Erweiterungsmöglichkeiten entstand ein weiterer Siedlungsteil, die Parkstadt. Die Parkstadt ist eine auf dem Rücken der Jurahöhe („Schellenberg“) liegende Siedlung, die seit ihrer Entstehung nach dem Zweiten Weltkrieg einen nennenswerten Teil der Donauwörther Bevölkerung aufnimmt. Die Parkstadt erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung und ist zwar nur 500 m breit, jedoch über 2 km lang.
Südöstlich an die Parkstadt schließt die Alfred-Delp-Kaserne an und an diese wiederum die am Südhang des Schellenberges liegende Siedlung an der Dr.-Loeffellad-Straße.
Die weiteren Stadtteile liegen räumlich getrennt von dem beschriebenen Siedlungsgefüge, wie es ja bei sehr vielen anderen Städten auch der Fall ist.
Die Zerrissenheit des Stadtgefüges macht sich in der Erscheinung der Stadt jedoch auch durch reizvolle Blickbeziehungen bemerkbar:
Schon um 500 gibt es erste Siedlungskerne im heutigen Ried. Im Zuge der Vorbereitungen zur Schlacht auf dem Lechfeld 955 entsteht die erste Brücke über die Donau. Im Jahr 1049 wird das Kloster Heilig Kreuz, damals noch in die Burg Mangoldstein integriert, durch Papst Leo IX. geweiht. Im Jahre 1193 wird Werd durch Kaiser Heinrich VI. zur Stadt erhoben.[1]
1178-1266 wird die Stadt als Reichslehen direkt den herrschenden Staufern zugeordnet, die sie 1266 an das Herzogtum Bayern verpfänden. Der einköpfige Stauferadler bleibt im Stadtwappen bis 1530 vertreten, als er durch den doppelköpfigen Reichsadler ersetzt wird.
1256 ließ der Wittelsbacher Herzog Ludwig II. in Schwäbischwerd seine Frau Maria von Brabant aus ungeklärten Motiven als Ehebrecherin enthaupten. Regelmäßige Theateraufführungen bringen die tragische Begebenheit auch heute noch in Erinnerung.
1301 wird die Stadt reichsfrei, das heißt zur Freien Reichsstadt und damit direkt dem Kaiser untertan.
Die Besetzung der Stadt durch Ludwig dem Reichen von Bayern-Landshut war der Auslöser für den Bayerischen Krieg.
1376 wurde der Schwäbische Städtebund gegründet. Anlass dafür war, dass Karl IV. die Stadt wegen hoher Schulden an seine Gläubiger abtreten musste.
In den Jahren 1444-1473 entsteht die Stadtpfarrkirche Zu unserer Lieben Frau an Stelle der zu klein gewordenen Sankt-Ulrichs-Kirche.
1488 wurde Donauwörth Mitglied des Schwäbischen Bundes.
In der Folge der Religionswirren, in denen die Stadt die Reformation unterstützt hatte, kommt sie 1607 nach dem sogenannten Kreuz- und Fahnengefecht am Markustag 1606 unter Reichsacht und wird von Herzog Maximilian von Bayern in bayerischen Pfandbesitz umgewandelt. Die Reichsexekution durch den bayrischen Herzog Maximilian geschah gegen geltendes Reichsrecht, da Donauwörth zum schwäbischen Reichskreis gehörte und der Kreishauptmann des schwäbischen Reichskreisen damit hätte beauftragt werden müssen. U. a. als Reaktion auf diese Okkupation schließen sich die protestantischen Reichsstände 1608 zur Protestantischen Union zusammen.
1632 wird die Stadt von Gustav II. Adolf erobert.
Die Schlacht am Schellenberg fand am 2. Juli 1704 auf dem Schellenberg bei Donauwörth statt. Die Truppen der Großen Allianz unter dem Oberbefehl des John Churchill Duke of Marlborough und Ludwigs von Baden-Baden besiegten die bayerische Armee. Durch diesen Sieg und die anschließende Einnahme Donauwörths wurde die Donaulinie durchbrochen und das Kurfürstentum Bayern dem Zugriff der Alliierten preisgegeben.
In Folge verliert das zur bayerischen Landstadt degradierte Donauwörth, wie es jetzt genannt wird, nicht nur seine Eigenständigkeit, sondern auch gut die Hälfte seiner Einwohner. Diesen Aderlass kann die Stadt erst im 19. Jahrhundert wieder kompensieren.
1940 verliert Donauwörth den Status einer kreisunmittelbaren Stadt.
Donauwörth erlitt kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges am 11. und 19. April 1945 zwei Luftangriffe der 8. bzw. 9. US Air Force. Es waren fast 300 Tote zu beklagen. Die Umgebung des Bahnhofs und das Stadtzentrum wurden nahezu eingeebnet. Donauwörth wies nach Würzburg den zweithöchsten Zerstörungsgrad aller bayerischen Städte auf. 1946 begann der Wiederaufbau der historischen Reichsstraße.
Donauwörth ist seit 1958 Bundeswehrstandort. Namenspatron der neuerbauten Kaserne wurde der katholische Priester und Hitlergegner Alfred Delp, der dem Kreisauer Kreis angehörte. 1945 wurde er vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet .[2] Die Truppenreduzierung nach dem Ende des Kalten Krieges wirkte sich auch auf Donauwörth aus, das dortige Panzerartilleriebataillon verfiel nach 1990 der Auflösung.
Im Rahmen der Gebietsreform wurden am 1. Mai 1971 die Orte Auchsesheim, Nordheim und Zirgesheim nach Donauwörth eingemeindet. Am 1. Januar 1972 folgten Riedlingen und Zusum und am 1. Januar 1973 Berg. Der 1. Januar 1978 schloss die Gebietsreform in Donauwörth mit den Eingemeindungen von Wörnitzstein und Schäfstall ab.
Bei Donauwörth kreuzen sich die Bundesstraßen 2 (Nürnberg-Augsburg), die von Augsburg bis Donauwörth autobahnartig ausgebaut ist, 16 (Ulm-Regensburg) und 25 (Uffenheim - Donauwörth).
Donauwörth ist ein Eisenbahnknoten mit der Fernverkehrsstrecke von Augsburg weiter nach Treuchtlingen und Nürnberg, der Donautalbahn von Regensburg und Ingolstadt nach Ulm und ist der Ausgangspunkt der Riesbahn nach Aalen. Alle vier Richtungen werden unter der Woche stündlich, nach Augsburg halbstündlich, am Wochenende zweistündlich (nach Augsburg im 90-30-Takt) bedient. Wegen der schnelleren Verbindung über die Neubaustrecke von Nürnberg über Ingolstadt nach München halten nur noch wenig ICEs und InterCity-Züge in Donauwörth, dafür wird Donauwörth seit 10.Dezember 2006 von den schnellen Allgäu-Franken-Express-Zügen angefahren, die Nürnberg mit Lindau und Oberstdorf verbinden. Die Bahnstrecke von München nach Donauwörth wird wegen der Zulassung für 200 km/h oft für Versuchs- und Zulassungsfahrten benutzt, wie zum Beispiel für die Lokomotiven des Allgäu-Express im Jahr 2003 und teilweise für die Marschbahn-Züge der Nordostseebahn. Auf der Bahnstrecke Augsburg-Donauwörth wurde am 17. Oktober 1984 mit einem Sonderzug mit 250t angehängter Last, gezogen von der Drehstromlokomotive 120 001-3, mit 265 km/h ein Geschwindigkeitsweltrekord für Drehstromfahrzeuge aufgestellt.
Der öffentliche Personennahverkehr im Stadtgebiet Donauwörth und im Landkreis Donau-Ries wird von der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries (VDR) koordiniert. In Donauwörth verkehren drei Stadtbuslinien, die alle am Busbahnhof am Bahnhof Donauwörth beginnen bzw. enden. Mit dem VDR wurde auch ein einheitliches Fahrscheinangebot geschaffen.
Auf Beschluss des Kreistages vom 30. April 2008 wurde mit der Planung eines neuen ÖPNV-Konzeptes für den Stadtverkehr in Donauwörth begonnen. Hauptbestandteil ist die Einführung von zwei Durchmesserlinien, die beide im Stundentakt verkehren sollen. Daneben sind Verbesserung bei den eingesetzten Fahrzeugen, der Fahrgastinformation und der Benennung und Dichte von Haltestellen vorgesehen. Folgende Linien sind geplant:[1]
In Donauwörth erscheint als Tageszeitung die „Donauwörther Zeitung“, zugehörig zur Augsburger Allgemeinen. Sie unterscheidet sich im Wesentlichen lediglich im Lokalteil.
Das Funkhaus in Donauwörth ist der lokale Rundfunkanbieter für die Region Donauwörth, Dillingen und Teile von Augsburg-Land. Von dort wird Radio RT.1 Nordschwaben ausgestrahlt.
Der örtliche Fernsehsender heißt augsburg.tv (Kürzel: a.tv) täglich im Kabelfernsehen auf einem eigenen Kanal (unterbrochen durch Sendungen von Bloomberg TV und RTL Shop), zeitweise (werktags Montag bis Freitag von 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr) im Regionalfenster von RTL Television und im Internet auf dessen Homepage.
In den 1970er und 1980er Jahren spielte die Damenmannschaft der Tischtennisabteilung des Vereins VSC 1862 Donauwörth in der Tischtennis-Bundesliga. 1991 erfolgte der Rückzug aus der BL.[2]
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