Mittwoch, 23.05.2012



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Dörnberg (Lahn)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dörnberg
Dörnberg (Lahn)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dörnberg hervorgehoben
50.3256722222227.8835027777778280Koordinaten: 50° 20′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Höhe: 280 m ü. NN
Fläche: 5,82 km²
Einwohner: 568 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 56379 (Dörnberg und Hütte) 56377 (Kalkofen)
Vorwahl: 06439
Kfz-Kennzeichen: EMS
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 030
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Louise-Seher-Straße 1 </br> 65582 Diez
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Norbert Menche

Dörnberg an der Lahn ist eine Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Diez im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Ortsgemeinde Dörnberg besteht aus den Ortsteilen Dörnberg, Dörnberg-Hütte und Kalkofen (Rhein-Lahn-Kreis) an der Lahn.

Geschichte

Die Ursprünge Dörnbergs lassen sich nicht genau datieren. Die erste urkundliche Erwähnung als Durinberg geht auf das Jahr 1360 zurück. In den nächsten Jahrhunderten wechselte die Schreibweise des Namens mehrmals von Durrenberg im Jahre 1472 über Durrnberg im Jahre 1563 über Dürrnberg im Jahre 1607 und Dörrnberg im Jahre 1790. Die heutige Schreibweise ist erstmals im Jahre 1818 zu finden.

Während des Dreißigjährigen Krieges 1634 wurde Dörnberg von spanischen Truppen zerstört. Vorübergehend französisch besetzt, war der Ort ab 1806 Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1947 ist der Ort Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Die erste Volksschule wurde im Jahre 1743 eingerichtet. Im Jahre 1903 wurde ein neues Schulgebäude errichtet.

Zwischen 1751 und 1952 wurde in der Grube Holzappel, die sich auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Dörnberg liegt, Silber, Blei und Zink abgebaut. Sie war in dieser Zeit neben der Landwirtschaft die bedeutendste Einkommensmöglichkeit in Dörnberg und Umgebung.

Dörnberg-Hütte

Infolge des Bergbaus in der Grube Holzappel, entstand im 18. Jahrhundert der Ortsteil Dörnberg-Hütte. In Dörnberg-Hütte wurde 1892 ein Krankenhaus eingerichtet. Die Ortschaft hatte zwischen 1908 und 1968 eine eigene Schule, die „Hüttenschule“.

Religionen

Dörnberg ist der römisch-katholischen Gemeinde St. Bonifatius in Holzappel zugeordnet und gehört mit ihr zum Pastoralen Raum Diez, welcher selbst wiederum dem Bezirk Limburg im Bistum Limburg eingegliedert ist.

Die evangelische Kirchengemeinde Dörnberg ist dem Dekanat Diez der Propstei Süd-Nassau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugehörig. Sie besteht seit 1649. Ihr wurde 1766 die evangelische Kirchengemeinde Charlottenberg eingegliedert.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Ratsmitgliedern und wurde bei den Gemeinderatswahlen am 13. Juni 2004 in einer Mehrheitswahl gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,8%.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Die Dörrnberger Kirche wurde in den Jahren 1739 bis 1741 erbaut. Sie ersetzte eine ältere Kapelle, die erstmals 1544 erwähnt wurde und zur Kirchengemeinde in Esten (heute Holzappel) gehörte. Die Kirche erhielt 1862 einen Orgelneubau mit elf Registern, die vom Orgelbauer Johann Daniel Buderus gebaut wurde. Diese Orgel wurde 1911 durch einen Blitzschlag zerstört.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Ortsgemeinde Dörnberg liegt an der B 417, die durch die Ortsteile Hütte und Kalkofen führt. Dörnberg selbst ist mit der Kreisstraße K 22 an das überörtliche Straßennetz angebunden.

Die nächstgelegenen Fernbahnhöfe sind der Bahnhof Montabaur und der Bahnhof Limburg Süd.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Karl Veidt (* 20. Februar 1879, † 10. August 1946 in Wiesbaden), deutscher Theologe (Bekennende Kirche) und Politiker (DNVP, CSVD), MdR, MdL (Preußen)

Weblinks

en:Dörnberg

eo:Dörnberg (Lahn) nl:Dörnberg (Lahn) ro:Dörnberg (Lahn) ru:Дёрнберг (Лан) vo:Dörnberg