Mittwoch, 23.05.2012



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Diesdorf

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Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde Diesdorf in der Altmark. Zum Magdeburger Stadtteil Diesdorf siehe Diesdorf (Magdeburg).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Diesdorf
Diesdorf
Deutschlandkarte, Position von Diesdorf hervorgehoben
52.7515610.8753156Koordinaten: 52° 45′ N, 10° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Altmarkkreis Salzwedel
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Beetzendorf-Diesdorf
Höhe: 56 m ü. NN
Fläche: 65,85 km²
Einwohner: 2077 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29413
Vorwahl: 03902
Kfz-Kennzeichen: SAW
Gemeindeschlüssel: 15 0 81 105
Adresse der Verbandsverwaltung: Marschweg 3
38489 Beetzendorf
Webpräsenz:
Bürgermeister: Fritz Kloß
Lage von Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel

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Der Flecken Diesdorf ist eine Gemeinde im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Im unmittelbar benachbarten Niedersachsen ist der nächste größere Ort Wittingen in etwa 10 Kilometer Entfernung.


Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Ort liegt in der westlichen Altmark und ist geprägt durch eine sanft-hügelige Endmoränenlandschaft mit zumeist waldbestandenden kargen Sandböden, maßgeblich durch die Saaleeiszeit gestaltet.

Gemeindegliederung

Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:

  • Abbendorf
  • Bergmoor
  • Dankensen
  • Dülseberg
  • Haselhorst
  • Hohenböddenstedt
  • Lindhof
  • Molmke
  • Peckensen
  • Schadeberg
  • Schadewohl
  • Waddekath

Als Wohnplätze der Gemeinde sind ausgewiesen:

  • Forsthof Vier
  • Kerstenberg
  • Römke
  • Schinkenmühle

Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 622 mm. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 25% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Oktober, die meisten Niederschläge fallen im August. Im August fallen 1,6 mal mehr Niederschläge als im Oktober. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 4% der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte

Der Ort wurde 1112 erstmalig urkundlich erwähnt. 1161 wurde durch den Grafen Hermann von Warpke-Lüchow das Augustinerkloster Marienwerder gegründet. Dieses prägte stark die Geschichte und Entwicklung des Ortes. Nach der Reformation und Säkularisierung des Klosters 1551 wurde hier ein Domänenamt des brandenburgischen Staates und ein adliges Fräuleinstift eingerichtet. 1810 wurden beide unter der Herrschaft des französischen Königreiches Westfalen aufgelöst. Nach der Rückgliederung an Preußen kam der Ort mit der Altmark zum Regierungsbezirk Magdeburg und damit in die Provinz Sachsen, aus der 1947 das Land Sachsen-Anhalt hervorging. Ab 1952 mit Auflösung der Länder in der DDR gehörte Diesdorf zum Bezirk Magdeburg. Seit dem 27. März 1998 führt die Gemeinde offiziell den Namenszusatz Flecken.

In Diesdorf befindet sich das 1911 gegründete, älteste Freilichtmuseum Deutschlands mit Fachwerkhäusern verschiedener Zweckbestimmung und Form.

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Rot ein von vier steigenden goldenen Eichenblättern bewinkeltes golden bordiertes schwarzes Kreuz mit einem Herzschild, der Herzschild schwarz-gold schräggeviert, belegt mit einer Fensterraute in verwechselten Farben.“

Das Wappen wurde von dem Heraldiker Uwe Reipert gestaltet..

Flagge

Die Flagge des Flecken Diesdorf zeigt die Farben Schwarz - Gold (Gelb). Es ist eine Flagge mit zwei schmalen, schwarzen Außenstreifen und einem breiteren goldenen (gelben) Mittelstreifen, der mit dem Gemeindewappen belegt ist.

Klosterkirche

Sehenswert ist die Kirche St. Maria und Crucis des 1161 durch den Grafen Hermann von Warpke-Lüchow gegründeten Augustiner-Chorherrenstiftes, mit deren Bau 1182 begonnen wurde. Die Backsteinkirche im romanischen Stil gehört zu den ältesten in der Altmark, die ein vollständiges Kreuzgratgewölbe aufweisen. Ihr Inneres überzeugt durch den Bau im gebundenen System. Ihr Äußeres zeigt Schmuckelemente wie Lisenen, Kreuzbogenfries, Rautenfries, Zickzackfries und Deutsches Band. Der weithin sichtbare Turm im neoromanischen Baustil wurde ab 1863 errichtet.

Literatur

  • Peter Seyfried: Die Klosterkirche zu Diesdorf. 3. Aufl. 1998 (DKV-Kunstführer Nr. 463).
en:Diesdorf

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